Auf­stieg ist die ein­zi­ge Op­ti­on

Bas­ket­ball: BG will zu­rück in die Pro A

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport -

Ziem­lich ein­sam und al­lei­ne muss sich Mat­thi­as Disch­ler im Mo­ment füh­len. Der „Im­mer-noch-Ge­schäfts­füh­rer“des Bas­ket­ball-Dritt­li­gis­ten BG Karls­ru­he muss der­zeit oh­ne gro­ße Un­ter­stüt­zung ver­su­chen, was für ihn selbst der­zeit Prio­ri­tät hat: „Ich muss Geld rein­ho­len.“Geld, das für die Sai­son 2015/16 be­nö­tigt wird – in der kom­men­den Wo­che be­ginnt das Trai­ning der neu zu­sam­men­ge­stell­ten Mann­schaft, am 26. Sep­tem­ber wird die Sai­son mit dem Heim­spiel ge­gen die Uni-Rie­sen aus Leip­zig er­öff­net. Rie­sig wa­ren auch die Pro­ble­me, die es in den ver­gan­ge­nen Mo­na­ten zu lö­sen galt bei der BG: Der Streit un­ter den Ge­sell­schaf­tern, die Tren­nung von Tors­ten Dau­me, da­mals in Per­so­nal­uni­on Ge­schäfts­füh­rer und Trai­ner, der Rechts­streit mit Oli­ver Mül­ler, der kurz­zei­tig für das Mar­ke­ting des Dritt­li­gis­ten zu­stän­dig war, und schließ­lich noch die Ab­lö­sung von Ralf Reh­ber­ger als Chef­trai­ner. Aus­ein­an­der­set­zun­gen, die Zeit, Geld und vor al­lem auch Ner­ven ge­kos­tet ha­ben. „In der letz­ten Sai­son ha­ben wir so ziem­lich al­les ge­tan, nur um den Sport ha­ben wir uns nicht ge­küm­mert“, ge­steht Disch­ler. Der Mit­be­grün­der der BG Karls­ru­he be­tont, dass die Strei­tig­kei­ten be­ho­ben sei­en. In wel­cher Form dies im Ein­zel­fall ge­sche­hen ist, will er al­ler­dings nicht sa­gen und ver­weist auf das in je­dem Fall ver­ein­bar­te Still­schwei­gen zwi­schen den be­trof­fe­nen Par­tei­en. Mit Ver­glei­chen en­de­ten die Strei­tig­kei­ten der BG mit Ge­sell­schaf­ter Gott­fried Gre­schner (init AG), Ex-Ge­schäfts­füh­rer Dau­me und dem ehe­ma­li­gen Ver­mark­ter Mül­ler. Da­zu kommt ein Auf­he­bungs­ver­trag, den man mit Ralf Reh­ber­ger ab­ge­schlos­sen hat. Der ehe­ma- li­ge He­ad­coach hat ei­nen neue Auf­ga­be beim Dritt­li­gis­ten MTV Wol­fen­büt­tel über­nom­men. Doch auch oh­ne De­tails zu nen­nen, räumt Mat­thi­as Disch­ler ein, dass die Bei­le­gung al­ler Aus­ein­an­der­set­zun­gen zum Teil sehr viel Geld ge­kos­tet ha­ben. Geld, das im Etat für die kom­men­de Sai­son feh­len wird? Nach Disch­lers Aus­sa­ge je­den­falls nicht – das Bud­get für 2015/16 soll bei an­geb­lich ei­ner hal­ben Mil­lio­nen Eu­ro lie­gen. Aus sei­ner Sicht wird die BG ein Team ins Ren­nen schi­cken kön­nen, dass stark ge­nug ist, um dies­mal die Rück­kehr in die Pro A zu rea­li­sie­ren. „Wir wol­len auf­stei­gen, al­les an­de­re ist kei­ne Op­ti­on“, zeigt der BG-Ge­schäfts­füh­rer in punk­to sport­li­che Am­bi­tio­nen kei­ne Kom­pro­miss­be­reit­schaft. Und be­tont: „Da­für müs­sen wir al­le hart ar­bei­ten und uns nicht um die Show küm­mern“. Der Auf­trag für He­ad­coach Ne­n­ad Jo­si­po­vic und des­sen As­sis­ten­ten Horst Schmitz ist al­so klar de­fi­niert. Und die da­zu nö­ti­gen Spie­ler be­reits ver­pflich­tet. Ge­mein­sam mit Ur­ge­stein Rou­ven Roess­ler sol­len Ak­teu­re wie Heim­keh­rer Je­re­my Black, Hay­den Le­scault, Di­mi­trij Kreis (vor­her Ro­ckets Go­tha) oder Mar­cus Small­wood (Bas­kets Spey­er) da­für sor­gen, dass in der nächs­ten Run­de in Karls­ru­he wie­der Bas­ket­ball auf Zweit­li­ga-Ni­veau prä­sen­tiert wer­den kann.

Hin­ter Disch­ler lie­gen tur­bu­len­te Mo­na­te

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