Job­hür­den sen­ken?

Flücht­lin­ge: Im­mer wei­te­re Not­un­ter­künf­te ein­ge­rich­tet

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Erste Seite - Avs

Im­mer neue Not­un­ter­künf­te für Flücht­lin­ge wer­den in Ba­den-Würt­tem­berg nö­tig. In Stutt­gart hat das Re­gie­rungs­prä­si­di­um ges­tern in Ne­ben­ge­bäu­den der Hanns-Mar­tin-Schley­er-Hal­le Feld­bet­ten für 500 Asyl­su­chen­de be­reit­ge­stellt, sag­te ei­ne Be­hör­den­spre­che­rin. Die rund 300 Män­ner und Frau­en, die ges­tern er­war­tet wur­den, kä­men größ­ten­teils aus Pa­kis­tan, In­di­en und Sy­ri­en so­wie den Bal­kan­staa­ten Al­ba­ni­en, Bos­ni­en-Her­ze­go­wi­na und Ma­ze­do­ni­en. Die Stadt stellt die Räu­me bis längs­tens zum 27. Au­gust be­reit. „Das Deut­sche Ro­te Kreuz und die Jo­han­ni­ter-Un­fall-Hil­fe hät­ten sich kurz­fris­tig be­reit­er­klärt, die ge­sund­heit­li­che Be­treu­ung über die knapp zwei Wo­chen rund um die Uhr zu über­neh­men. Wie mit der im­mer noch wei­ter stei­gen­den Zahl von Men­schen mit Asyl­be­geh­ren um­zu­ge­hen ist, wird in der po­li­ti­schen Öf­fent­lich­keit wei­ter un­ter­schied­lich dis­ku­tiert. Der Deut­sche Städ­te- und Ge­mein­de­bund for­dert ei­ne här­te­re Flücht­lings­po­li­tik, vor al­lem ge­gen­über Asyl­be­wer­bern vom Bal­kan, und die Ab­schaf­fung von An­rei­zen wie Ta­schen­geld. Ba­denWürt­tem­bergs grü­ner Mi­nis­ter­prä­si­dent Win­fried Kret­sch­mann bleibt trotz Kri­tik aus der ei­ge­nen Par­tei of­fen für Ver­hand­lun­gen über die Ein­stu­fung wei­te­rer Bal­kanlän­der als si­che­re Her­kunfts­staa­ten. Zu Kom­pro­mis­sen sei er aber nur be­reit, wenn sie in der Sa­che wei­ter­führ­ten, sag­te Kret­sch­mann. CDU/CSU for­dern auch den Ko­so­vo, Al­ba­ni­en und Mon­te­ne­gro zu si­che­ren Her­kunfts­staa­ten zu er­klä­ren. Der Vor­stands­chef der Bun­des­agen­tur für Ar­beit (BA), Frank Jür­gen Wei­se, hat sich da­für aus­ge­spro­chen, die Job­hür­den für Asyl­be­wer­ber und Flücht­lin­ge wei­ter zu sen­ken. „Ich bin da­für, dass man den Ar­beits­markt in fast al­len Be­ru­fen, in de­nen re­gio­nal Man­gel herrscht, für Asyl­be­wer­ber oder an­de­re Zu­wan­de­rer schnel­ler öff­net“, sag­te Wei­se. Als Bei­spiel nann­te er feh­len­de Be­wer­ber für Ge­sund­heits­be­ru­fe und Bau­elek­tro­ni­ker-Stel­len.

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