Match­win­ner Er­win „Jim­my“Hof­fer

KSC dreht nach schnel­lem 0:1 das Spiel beim FSV Frankfurt und fei­ert mit 2:1 ers­ten Sai­son­sieg

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Harald Lin­der

Was für ein schnell­le­bi­ges Ge­schäft der Fuß­ball ist, das zeig­te sich ein­mal mehr am Frei­tag­abend beim Spiel des KSC beim FSV Frankfurt. Da wa­ren im Sta­di­onma­ga­zin der Hes­sen un­ter der mög­li­chen Auf­stel­lung des Karls­ru­her SC auch die Na­men Rou­wen Hen­nings und Jan­nik Dehm zu fin­den. Mehr noch: Ex-KSC-Sturm­füh­rer Hen­nings war so­gar mit ei­nem In­ter­view im FSV-Sta­di­on­heft prä­sent – und ant­wor­te­te auf die Fra­ge nach An­ge­bo­ten an­de­rer Ver­ei­ne, dass ihn die­se Auf­merk­sam­keit zwar eh­re, aber „mehr nicht“.

Ver­dien­ter Er­folg nach en­ga­gier­ter Leis­tung

Doch be­reits beim An­pfiff der Par­tie im Volks­bank­sta­di­on des FSV war aus die­ser „Auf­merk­sam­keit“ein Wech­sel zum eng­li­schen Zweit­li­gis­ten FC Burn­ley ge­wor­den. Der ge­bür­ti­ge Bad Ol­des­lo­er hat­te am Frei­tag auf der In­sel un­ter­schrie­ben (sie­he auch „Hen­nings in En­g­land“und „Sport­kom­men­tar“). Er war al­so beim 2:1 (1:1)-Aus­wärts­sieg des KSC schon nicht mehr da­bei, und auch Jan­nik Dehm zähl­te nicht mehr zum KSC-Ka­der. Er ver­dient jetzt bei 1899 Hof­fen­heim II sei­ne Bröt­chen. Von den Kraich­gau­ern hat im Ge­gen­zug Gri­scha Prö­mel den Weg in den Wild­park ge­fun­den. Und der 20-jäh­ri­ge Prö­mel stand auch gleich in der Start­elf des KSC, die von Chef­trai­ner Mar­kus Kauc­zin­ski ge­gen­über der Po­kal­schlap­pe in Reut­lin­gen kräf­tig um­ge­krem­pelt wur­de. Gleich sie­ben (!) Po­si­tio­nen hat­te der Übungs­lei­ter neu be­setzt, wo­von vor al­lem die Ab­wehr be­trof­fen war – und das Ri­si­ko die­ser Um­be­set­zun­gen schien sich zu­nächst ganz und gar nicht aus­zu­zah­len: Schon nach 24 Se­kun­den zap­pel­te der Ball nach dem ers­ten Frank­fur­ter An­griff im Netz. Be­sar Hali­mi traf per Drop­kick aus et­wa 18 Me­tern zum 1:0 für den FSV, als die Gäs­te­Ab­wehr nur un­zu­rei­chend klä­ren konn­te. „Im ers­ten Mo­ment dach­te ich, jetzt geht die gan­ze Sch… wie­der los“, be­schrieb KSC-Ka­pi­tän Dirk Or­lis­hau­sen die­se Sze­ne. „Aber wir ha­ben uns von die­sem Rück­stand nicht aus dem Kon­zept brin­gen las­sen und uns im­mer mehr in das Spiel rein­ge­bis­sen. Am En­de ha­ben wir ver­dient ge­won­nen“, mein­te der Kee­per. Zu ver­dan­ken war dies ne­ben ei­ner en­ga­gier­ten und kämp­fe­ri­schen Leis­tung der ge­sam­ten Mann­schaft, die auch Prä­si­dent In­go Wel­len­reu­ther („gro­ßer Re­spekt“) lob­te, dem Mann, der als ein­zi­ge Spit­ze im Sturm ver­blie­ben war: Neu­zu­gang Er­win „Jim­my“Hof­fer. Er be­sorg­te in der 15. Mi­nu­te nicht nur den 1:1-Aus­gleich, der 28Jäh­ri­ge war auch maß­geb­lich am KSCSieg­tref­fer be­tei­ligt, als er nach ei­nem Pass von Jo­nas Mef­fert Frank­furts Tor­hü­ter And­re Weis un­ter Druck setz­te, die­ser beim Ver­such zu klä­ren sei­nen Ver­tei­di­ger Jo­an Ou­ma­ri an­schoss – und der Ball zum 2:1 für den KSC ins FSV-Tor tru­del­te. Hät­te der schwa­che Schieds­rich­ter Schrie­ver nicht ei­ni­ge Ma­le bei an­geb­li­chen Ab­seits­si­tua­tio­nen falsch ge­le­gen, als er Hof­fer zu­rück­pfiff, der bes­te Mann auf dem Platz hät­te sei­ne Tref­fer­quo­te noch hö­her­schrau­ben kön­nen. Er­win Hof­fer war den­noch zu­frie­den: „Wir ha­ben ge­zeigt, dass wir die drei Punk­te un­be­dingt woll­ten und wir ha­ben auch ver­dient ge­won­nen“, mein­te der Ös­ter­rei­cher, wohl wis­send, dass „wir ei­ne sol­che Leis­tung jetzt aber auch in den nächs­ten Spie­len zei­gen müs­sen“. Die Mög­lich­keit da­zu ha­ben Hof­fer und Co schon am kom­men­den Sams­tag. Dann wird um 13 Uhr der Auf­stei­ger MSV Duis­burg im Wild­park­sta­di­on zu Gast sein.

Fo­to: GES

Komm lass dich drü­cken: Jan Mau­ers­ber­ger (links) „herzt“KSC-Tor­schüt­ze Er­win Hof­fer. Yl­li Sal­lahi schaut zu. Neu­zu­gang Hof­fer traf erst­mals und war in Frankfurt Wegbereiter des ers­ten „Drei­ers“der Sai­son.

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