Die nächs­te Ent­täu­schung

1899 Hof­fen­heim führt – und ver­liert

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport -

Dem er­folg­rei­chen Li­ga­auf­takt folg­te bei Bay­er Le­ver­ku­sen gleich die Kampf­an­sa­ge an La­zio Rom und Mi­ros­lav Klo­se. „Wir wol­len un­be­dingt in die Cham­pi­ons Le­ague und wol­len in Rom den Grund­stein für das Er­rei­chen der Grup­pen­pha­se le­gen“, sag­te Bay­er-Tor­jä­ger Ste­phan Kieß­ling nach dem hoch ver­dien­ten 2:1 (1:1) der Werks­elf ge­gen 1899 Hof­fen­heim. Der 31-Jäh­ri­ge hat­te mit sei­nem Tor zum 1:1-Aus­gleich in der 44. Mi­nu­te zu­vor für ein No­vum ge­sorgt und als ers­ter Bun­des- li­ga-Pro­fi zum vier­ten Mal hin­ter­ein­an­der zum Sai­son­auf­takt ge­trof­fen. Doch die­ser Re­kord in­ter­es­sier­te Kieß­ling eben­so we­nig wie den Match­win­ner Ju­li­an Brandt, der als Jo­ker in der 61. Mi­nu­te die drei Punk­te un­ter Dach und Fach ge­bracht hat­te. „Wir fah­ren jetzt mit viel Selbst­ver­trau­en nach Rom und wol­len uns im Hin­spiel ei­ne gu­te Aus­gangs­po­si­ti­on für das Rück­spiel er­ar­bei­ten“, sag­te der 19-Jäh­ri­ge, der in der 71. Mi­nu­te ein­ge­wech­selt wor­den war. Auch Bay­er-Trai­ner Ro­ger Schmidt, der voll des Lo­bes für Brandt und vor al­lem auch für Ein­wech­sel­spie­ler und Neu­zu­gang Ad­mir Meh­me­di war, blick­te op­ti­mis­tisch auf den kom­men­den Di­ens­tag (20.45 Uhr/ZDF). Dass Rom kein Zu­cker­schle­cken wird, ver­deut­lich­te aber Welt­meis­ter und Rück­keh­rer Chris­toph Kra­mer: „Es ist zwar psy­cho­lo­gisch von Vor­teil, mit ei­nem Er­folgs­er­leb­nis nach Ita­li­en zu fah­ren. Aber das wird ei­ne ganz schwe­re Auf­ga­be, die sich nicht wie ein Play-off-Spiel, son­dern wie ein Ach­tel­fi­na­le an­fühlt. Wir wis­sen, was auf uns zu­kommt.“Das weiß jetzt auch Hof­fen­heims Trai­ner Mar­kus Gis­dol, der nach dem Po­kal-K.o. ge­gen Zweit­li­gist 1860 München die nächs­te Ent­täu­schung hin­neh­men muss­te. „Trotz der Nie­der­la­ge muss ich mei­ner Mann­schaft aber ein Kom­pli­ment ma­chen“, sag­te der 1899-Coach, der ei­ne Wo­che vor dem Heim­spiel ge­gen Bay­ern München nicht nur we­gen des ers­ten Bun­des­li­ga­tref­fers von Ste­ven Zu­ber (5.) vie­le po­si­ti­ve Aspek­te bei sei­nem Team und selbst bei Bun­des­li­ga-Rück­keh­rer Kevin Ku­ranyi ge­se­hen ha­ben woll­te. „Er hat sei­ne Sa­che gut ge­macht. Er ist noch nicht bei 100 Pro­zent, aber wir wer­den noch viel Freu­de an ihm ha­ben“, sag­te Gis­dol über den Ex-Na­tio­nal­spie­ler, von dem ei­gent­lich nichts zu se­hen war. Kevin Vol­land war da schon rea­lis­ti­scher: „Wir ha­ben uns zu vie­le Feh­ler ge­leis­tet, die wir mög­lichst schnell ab­stel­len müs­sen.“Da­mit traf er im Ge­gen­satz zu sei­nem Trai­ner den Na­gel auf den Kopf.

Le­ver­ku­sen nach 2:1 op­ti­mis­tisch nach Rom

Mit hän­gen­den Köp­fen aus der BayA­re­na: Hof­fen­heims Ni­k­las Sü­le (links) und Ro­man Polan­ski schlei­chen nach der Nie­der­la­ge in Le­ver­ku­sen vom Feld. 1899-Trai­ner Gis­dol gab sich der­weil als Be­rufs­op­ti­mist. Fo­to: avs

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