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Der Sonntag (Mittelbaden) - - Tipps & Themen - Paul Kalk­bren­ner, 7, So­ny

Mit Gu­te-Lau­ne-Beats, Ge­sang und auf­ge­motz­ten Klas­si­kern will Paul Kalk­bren­ner nach Eu­ro­pa nun auch die gan­ze Welt er­obern. „Wir ha­ben uns oft in der Kom­fort­zo­ne auf be­stimm­te Märk­te wie Frank­reich oder Spa­ni­en spe­zia­li­siert“, sag­te der 38-jäh­ri­ge Tech­no-DJ un­längst in ei­nem In­ter­view. Sein ak­tu­el­les Al­bum „7“, das in Deutsch­land di­rekt auf Platz eins der Charts schoss, soll nun bit­te­schön auch in En­g­land und den USA punk­ten. Und wie will er das schaf­fen? In­dem er we­ni­ger „Bum­bum­bum“-Mu­sik macht und statt­des­sen ein­gän­gi­ge Me­lo­di­en sin­gen lässt. Sein Leit­mo­tiv für die Al­bum­pro­duk­ti­on sei der Früh­ling ge­we­sen, er­zählt der Ber­li­ner. Er ha­be al­le Lie­der zu­nächst im Stu­dio „ein­ge­pfif­fen“. Auf „Cy­lence 412“ließ er die­ses Pfei­fen am En­de gar völ­lig al­lei­ne ste­hen. Ei­ne gelungene Ir­ri­ta­ti­on. Ir­ri­tie­rend sind auch Songs wie „Feed Your He­ad“, der sich bei „Whi­te Rab­bit“von Jef­fer­son Air­plane be­dient oder „A Mil­li­on Ye­ars“(im Ori­gi­nal 1981 von Lu­ther Van­d­ross un­ter dem Ti­tel „Ne­ver Too Much“ver­öf­fent­licht). „Mei­ne Mu­sik soll al­le von acht bis 88 an­spre­chen, nicht nur 300 Tech­no-Fans.“Das tut sie. Sie funk­tio­niert im Club eben­so gut wie beim Au­to­fah­ren.

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