Ganz ein­fach: Li­mo selbst ge­macht

Wer mixt, weiß was im Ge­tränk drin ist

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Tipps & Themen -

Wer selbst ei­ne Li­mo­na­de her­stellt, weiß, was sie ent­hält, kann fri­sche Zu­ta­ten neh­men und be­stim­men, wie süß das Ge­tränk sein soll. Die Mut­ter al­ler Brau­sen ist rasch zu­be­rei­tet: Zi­tro­nen­saft mit Läu­ter­zu­cker in ei­ner Ka­raf­fe mi­schen und mit Mi­ne­ral­was­ser auf­gie­ßen (Läu­ter­zu­cker ist ein Si­rup aus ko­chen­dem Was­ser und Zu­cker), dann Früch­te nach Wahl pü­rie­ren oder ent­saf­ten. Ge­eig­net sind bei­spiels­wei­se Erd­bee­ren, Him­bee­ren, Bir­nen oder Exo­ti­sches wie Passionsfrucht. Das Pü­ree mit Läu­ter­zu­cker mi­schen und durch ein Sieb oder ein fei­nes Tuch pas­sie­ren. „Im Sieb rut­schen klei­ne Stück­chen durch, beim Tuch wird der Saft fei­ner“, sagt Mar­cus Wolff, Bar­chef im Ho­tel „Pa­lace“in Berlin. Schließ­lich den Saft mit Mi­ne­ral­was­ser oder Soda auf­gie­ßen. Als Aus­gleich zur Sü­ße braucht es et­was Säu­re. Die­se lie­fert Saft von Li­met­ten- oder Zi­tro­nen – oder auch Es­sig. „Es soll nur ein klei­ner Schuss sein“, sagt Wolff – und nimmt da­mit die Sor­ge, dass die Li­mo ei­nen Hauch von Sa­lat­dres­sing be­kom­men könn­te. „Zu ro­ten Früch­ten passt Cr­an­ber­ry- oder Him­bee­res­sig, an­sons­ten tut es aber auch Wein- oder Ap­fel­es­sig.“Steffen Gran­see, Bar­chef des Re­stau­rants „Viel­meer“in Küh­lungs­born, mischt et­was Saft von Zi­tro­ne oder Li­met­te mit Was­ser und Zu­cker und kocht den Mix auf – nebst Abrieb der Frucht­scha­le. „Die Scha­le ent­hält die äthe­ri­schen Öle, das gibt den Frucht­ge­schmack“, er­klärt Praun. Mit dem Ba­sis­re­zept lässt sich nun spie­len. Zu der Zi­tro­nen­li­mo pas­sen Min­ze, Ba­si­li­kum, Zi­tro­nen­me­lis­se, Ros­ma­rin oder Sal­bei. „Die Kräu­ter wer­den in den An­satz ge­taucht, in dem sie ei­ni­ge St­un­den zie­hen“, er­klärt Gran­see. Und Wolff rät: „Man soll­te die Kräu­ter vor­ab an­d­rü­cken oder auf die Ar­beits­plat­te schla­gen, da­mit die äthe­ri­schen Öle her­aus­kom­men.“Sei­ne Tipps: Ros­ma­rin mit Bir­ne oder Ap­fel und Thy­mi­an mit Ana­nas. Gran­see emp­fiehlt ei­ne Him­beer-Thy­mi­an-Brau­se. Da­für pü­riert er die Him­bee­ren, streicht sie durch ein fei­nes Sieb, süßt und gießt das Gan­ze mit Mi­ne­ral- oder So­da­was- ser auf. „Für mich sind Him­bee­ren mit Ba­si­li­kum un­schlag­bar“, sagt Praun. Die Him­bee­ren mit Ba­si­li­kum pü­rie­ren, durch ein Tuch pas­sie­ren und zu der Zi­tro­nen­li­mo-Ba­sis ge­ge­ben. Schär­fe kommt da­zu, wenn man Ing­wer schält, klein­reibt und aus­presst. Die Früch­te sind auch kom­plett ver­zicht­bar. Wer mag, be­rei­tet ei­ne rei­ne Ing­werli­mo­na­de zu – oder ei­ne Kräu­ter­brau­se. Praun emp­fiehlt da­für Thy­mi­an, Ho­lun­der­blü­ten, Ros­ma­rin und Zi­tro­nen­me­lis­se. Für den Li­mo-An­satz lässt er Zu­cker und Was­ser et­wa zehn Mi­nu­ten kö­cheln, in den letz­ten fünf Mi­nu­ten gibt er die Kräu­ter da­zu. Ganz oh­ne Sü­ße geht es beim Li­mo­na­de ma­chen nicht. Aber der Zu­cker­an­teil lässt sich re­du­zie­ren. „Man ge­wöhnt sich schnell dar­an, wenn ei­ne Li­mo­na­de nicht mehr so süß ist“, sagt Praun. Al­ter­na­ti­ven sei­en Aga­ven­dick­saft oder Oran­gen­blü­ten­ho­nig, sagt Praun. Sein Tipp: „Bir­ken­zu­cker hat nur 40 Pro­zent der Ka­lo­ri­en, die wei­ßer Zu­cker hat.“

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