Traum­stra­ße durch die Ro­ckies

Der Ice­fiel­ds Park­way durch die Pro­vinz Al­ber­ta wird 75 Jah­re alt

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Reise & Urlaub -

Al­ber­ta, die Hei­mat der Ka­na­di­schen Ro­cky Moun­ta­ins und viert­größ­te Pro­vinz Ka­na­das mit ei­nem Ge­biet von ins­ge­samt 661 185 Qua­drat­ki­lo­me­tern, hat mäch­tig Grund zu fei­ern. Der Ice­fiel­ds Park­way (Highway 93) fei­ert in die­sem Jahr sei­nen 75. Ge­burts­tag. Die 232 Ki­lo­me­ter lan­ge Rou­te ge­hört laut Na­tio­nal Geo­gra­phic und Con­dé Nast Tra­ve­ler zu den spek­ta­ku­lärs­ten Pan­ora­ma­stra­ßen der Welt und er­streckt sich von La­ke Loui­se nach Jasper. Ei­ne Fahrt über den Ice­fiel­ds Park­way ist ein Muss wäh­rend ei­nes Auf­ent­halts in der west­ka­na­di­schen Pro­vinz. Die ma­le­ri­sche Stre­cke führt durch ei­ne Land­schaft mit weiß­blau­en Glet­schern, ver­schnei­ten Gip­feln, tür­kis­blau­en Se­en und en­gen Can­yons. Sie ver­bin­det die zum Unesco-Wel­ter­be zäh­len­den Na­tio­nal­parks von Banff und Jasper und wird von über 3 000 Me­ter ho­hen Ber­gen ge­säumt. Man könn­te die Berg­stra­ße von La­ke Loui­se nach Jasper in un­ge­fähr drei bis vier St­un­den be­wäl­ti­gen, aber man soll­te lie­ber ei­nen Groß­teil des Ta­ges da­für ein­pla­nen, um an den zahl­rei­chen Aus­sichts­punk­ten an­zu­hal­ten und nach wil­den Tie­ren Aus­schau zu hal­ten. Mit dem Sun­wap­ta Pass und dem Bow Pass sind zwei Päs­se zu über­win­den. Di­ver­se At­trak­tio­nen fin­den sich ent­lang der Rou­te, dar­un­ter der Gla­cier Sky­walk und das Co­lum­bia Ice­field – das größ­te Eis­feld süd­lich des nörd­li­chen Po­lar­krei­ses. Es ist um­ge­ben von fünf der höchs­ten Gip­fel Ka­na­das, dar­un­ter der Mount Co­lum­bia – mit 3 747 Me­tern Al­ber­tas höchs­ter Berg. Atem­be­rau­bend ist auch der Bow La­ke mit der Num-Ti-Jah Lodge, die mit ih­rem ro­ten Dach ei­nen will­kom­me­nen Farb­tup­fer am viel fo­to­gra­fier­ten See bie­tet. Das land­schaft­li­che Ju­wel des Ice­fiel­ds Park­way ist je­doch der Pey­to La­ke. Wenn das Eis ge- schmol­zen ist, prä­sen­tiert sich kei­ner in so leuch­ten­dem Tür­kis­blau wie er. Die mil­chi­ge Tr­übung stammt wie bei al­len Glet­scher­se­en von den ab­ge­rie­be­nen Gesteins­mehl­par­ti­keln, die im Was­ser ge­löst schwe­ben. Der Ice­fiel­ds Park­way wur­de in­ner­halb ei­nes Zei­t­raums von zehn Jah­ren von 600 Män­nern ge­baut und 1940 er- öff­net. Die Stre­cke zieht nun jähr­lich mehr als 1,2 Mil­lio­nen Be­su­cher an. Parks Ca­na­da fei­ert den Ge­burts­tag des Ice­fiel­ds Park­way mit ei­ner Rei­he von Ver­an­stal­tun­gen, dar­un­ter ge­führ­te Wan­de­run­gen zum Toe Gla­cier und Wil­cox Pass so­wie ei­ne Fo­to­aus­stel­lung im Co­lum­bia Ice­field Cent­re.

Spek­ta­ku­lä­re Rou­te: Für Na­tio­nal Geo­gra­phic ist der 231 Ki­lo­me­ter lan­ge Ice­fiel­ds Park­way durch die ka­na­di­sche Pro­vinz Al­ber­ta ei­ne der schöns­ten Stra­ßen der Welt – mit weiß­blau­en Glet­schern, tür­kis­blau­en Se­en und en­gen Can­yons. Fo­to: Tou­rism Al­ber­ta

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