Im Schat­ten des Son­nen­kö­nigs

Vor­bild und Feind­bild: Wie Lud­wig XIV. den deut­schen Süd­wes­ten präg­te

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Die Region -

Als Kö­nig Lud­wig XIV. von Frank­reich in den 1650er Jah­ren be­gann, sein schüt­ter wer­den­des Haupt mit Al­lon­ge­pe­rü­cken zu schmü­cken, dau­er­te es nicht lan­ge und in ganz Eu­ro­pa wa­ren die die schwer auf Rü­cken und Schul­ter fal­len­den Lo­cken­flü­gel für den Herrn groß in Mo­de. Selbst­ver­ständ­lich tru­gen auch die Fürs­ten in den süd­west­deut­schen Kle­in­staa­ten das haa­ri­ge Sta­tus­sym­bol – wie sie über­haupt ei­nen aus­ge­präg­ten Hang da­zu hat­ten, in Rich­tung Ver­sailles zu schie­len, wo der „Son­nen­kö­nig“mit sei­ner prunk­vol­len Hof­hal­tung Zei­chen setz­te. Und was den Re­gie­rungs­stil an­ging, wa­ren die klei­nen Lan­des­her­ren im ter­ri­to­ri­al zer­split­ter­ten Süd­wes­ten durch­aus ge­willt, sich das ab­so­lu­tis­ti­sche Mot­to Lud­wigs – „Der Staat bin ich“– zum Vor­bild zu neh­men. Doch Lud­wig XIV., der vor 300 Jah­ren starb, war kein fried­li­cher Nach­bar. In meh­re­ren Krie­gen ver­such­te der fran­zö­si­sche Kö­nig, sei­nen An­spruch auf die Vor­herr­schaft in Eu­ro­pa ge­gen die Habs­bur-

Glau­bens­flücht­lin­ge in Ba­den-Dur­lach

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