Ge­schenkt ist ge­schenkt

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Tipps & Themen -

Das ler­nen schon Kin­der: Ge­schenkt ist ge­schenkt. Selbst wenn man mit den Be­schenk­ten in Streit ge­rät, kann man das Ge­schenk nicht ein­fach zu­rück­for­dern. Das ent­schied das Land­ge­richt Co­burg, wie der Deut­sche An­walt­ver­eins mit­teilt. Ein Va­ter hat­te meh­re­re Grund­stü­cke je­weils zur Hälf­te auf sei­ne bei­den Kin­der über­tra­gen. Auf dem Grund­stück, auf dem der Va­ter lebt, hat­te er schon vor der Über­tra­gung auf sei­ne Kin­der ver­schie­de­ne Tei­che und ei­ne Fisch­zucht­an­la­ge ver­pach­tet. Der neue Päch­ter der Tei­che er­öff­ne­te dort ei­nen öf­fent­li­chen Fisch­ver­kauf. Da­mit war der Va­ter nicht ein­ver­stan­den. Er sag­te, sein Sohn ha­be ihm ein Wohn­recht, Ver­kös­ti­gung und die Nut­zung der Tei­che zu­ge­si­chert. Zu­dem kam es zwi­schen den bei­den zum Streit, wo­bei der Va­ter auch sei­ne En­kel be­lei­dig­te. Er klag­te und woll­te die Schen­kung rück­gän­gig ma­chen. Oh­ne Er­folg. Dem Ge­richt zu­fol­ge rei­chen die Vor­aus­set­zun­gen nicht aus, um die Schen­kung we­gen gro­ben Un­danks zu wi­der­ru­fen. Au­ßer­dem konn­te der Klä­ger we­der den Un­dank noch die an­geb­li­chen Zu­sa­gen sei­ner Kin­der be­wei­sen. Die be­haup­te­te Be­lei­di­gung sei nicht gra­vie­rend ge­nug, um die Rück­über­tra­gung der Grund­stü­cke ver­lan­gen zu kön­nen. Zum Teil ha­be der Va­ter sie auch pro­vo­ziert.

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