Ha­mil­ton hat Fer­ra­ri im Na­cken

For­mel 1: Spit­zen­rei­ter holt trotz­dem sei­ne elf­te Po­le Po­si­ti­on der Sai­son

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport -

Mer­ce­des-Ri­va­le Le­wis Ha­mil­ton und sein ei­ge­ner Team­kol­le­ge Ki­mi Räik­kö­nen ha­ben ei­ne per­fek­te Qua­li­fi­ka­ti­on von Se­bas­ti­an Vet­tel bei des­sen Fer­ra­ri-Pre­mie­re in Mon­za ver­hin­dert. Der vier­fa­che For­mel-1Welt­meis­ter war mit sei­nem drit­ten Platz auf dem Kurs im Kö­nig­li­chen Park den­noch ei­ni­ger­ma­ßen zu­frie­den. „Ein fan­tas­ti­sches Er­geb­nis für das Team: Platz zwei und drei“, sag­te Vet­tel ges­tern. „Und wir sind sehr nah dran an Le­wis. Das stimmt uns po­si­tiv für das Ren­nen.“Im Ver­gleich zu den teil­wei­se rie­si­gen Rück­stän­den in den drei Trai­nings­ein­hei­ten zum Gro­ßen Preis von Ita­li­en rück­te das Fer­ra­ri-Duo dem do­mi­nie­ren­den Ha­mil­ton im Qua­li­fy­ing be­acht­lich auf die Pel­le. dem Bu­ckel“, sag­te Ros­berg. „Das ist echt Pech, dass ich aus­ge­rech­net auf die­ser Stre­cke mit dem al­ten Mo­tor fah­ren muss. Ich wer­de trotz­dem ver­su­chen, die bei­den Fer­ra­ri zu kna­cken.“Mer­ce­des­Mo­tor­sport­chef To­to Wolff hat­te noch kei­ne Er­klä­rung für das Pro­blem bei Ros­berg Hy­brid-Tur­bo. „Ni­co hat mit dem Au­to ge­kämpft. Un­ter­steu­ern, Mo­tor­wech­sel, Stress – das hilft na­tür­lich nicht wei­ter“, sag­te er. Wolff räum­te ein, dass Ha­mil­ton heu­te (Start: 14 Uhr/live bei RTL) auch Schwie­rig­kei­ten be­kom­men könn­te: „Wir sind et­was im Un­ge­wis­sen.“Vet­tel hofft nun beim emo­ti­ons­ge­la­de­nen Fer­ra­ri-Heim­ren­nen auf ein Spit­zen­er­geb­nis. „Das ist et­was ganz be­son­de­res“, sag­te er. Er wün­sche sich, dass er und Räik­kö­nen den Sprung aufs Po­di­um schaff­ten. Und mit ei­nem Grin­sen füg­te Vet­tel hin­zu: „Sor­ry Le­wis, es wä­re mir recht, wenn es bei dir nicht klap­pen wür­de.“2008 hat­te Vet­tel im un­ter­le­ge­nen Co­ro Ros­si sen­sa­tio­nell sei­nen ers­ten von bis­her drei Mon­za-Sie­gen ge­fei­ert und sich da­mit im Al­ter von 21 Jah­ren und 73 Ta­gen zum jüngs­ten Grand-Prix-Ge­win­ner ge­krönt. Nach sei­nen bei­den Er­fol­gen mit Red Bull (2011 und 2013) hat­te es Buh­ru­fe der Ti­fo­si ge­ha­gelt. Ges­tern fei­er­te der ro­te An­hang da­ge­gen Vet­tel und Räik­kö­nen en­thu­si­as­tisch. Bei Ni­co Hül­ken­berg ver­hin­der­te zu we­nig Sprit im ent­schei­den­den drit­ten Durch­gang ein bes­se­res Re­sul­tat als Rang neun. „Es wur­de zu we­nig ge­tankt, des­halb bin ich tro­cken ge­lau­fen. Das hat uns das Q3 ver­saut“, schimpf­te der Force-In­dia-Pi­lot. „Das ist ganz blöd, sol­che Din­ge dür­fen nicht pas­sie­ren.“Vor dem zwölf­ten von 19 Sai­son­läu­fen führt der zwei­ma­li­ge Mon­za-Sie­ger Ha­mil­ton die WM mit 227 Punk­ten an. Ros­berg (199) liegt 28 Zäh­ler zu­rück. Vet­tel (160) weist als WM-Drit­ter be­reits 67 Punk­te Rück­stand auf.

Heu­te, 14 Uhr, RTL: Gro­ßer Preis von Ita­li­en

Der Kon­kur­renz wie­der ein­mal vor­aus: Le­wis Ha­mil­ton hol­te sich in Mon­za sei­ne elf­te Po­le Po­si­ti­on in die­ser Sai­son vor den bei­den Fer­ra­ri-Pi­lo­ten Ki­mi Räik­kö­nen und Se­bas­ti­an Vet­tel. Fo­to: avs

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