Der Mann mit der Müt­ze

Max Mutz­ke geht mit neu­em Al­bum auf Tour­nee und gas­tiert auch in Karls­ru­he

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Tipps & Themen - Avs

Max Mutz­ke ging noch zur Schu­le, als der Rum­mel be­gann. TVEn­ter­tai­ner Ste­fan Ra­ab ent­deck­te den jun­gen Mann aus dem Schwarz­wald für die gro­ße Büh­ne, Mutz­ke sang für Deutsch­land beim Eu­ro­vi­si­on Song Con­test (ESC). Heu­te ist es zwar et­was ru­hi­ger ge­wor­den um den in­zwi­schen 34-Jäh­ri­gen, doch Mutz­ke hat sich ei­ne so­li­de Kar­rie­re als Pro­fi­mu­si­ker auf­ge­baut. Auch mit dem ak­tu­el­len Al­bum „Max“hat er sich gut plat­ziert. Vom 15. Sep­tem­ber an geht der Sän­ger auf Tour­nee. Tour­start ist in Frei­burg, gut ei­ne Au­to­stun­de von Mutz­kes Hei­mat­ort Walds­hut-Ti­en­gen am Hoch­rhein ent­fernt. „Ich bin an­ge­kom­men“, sagt Mutz­ke und hält sei­ne neue CD in Hän­den. Es ist sein in­zwi­schen sechs­tes Al­bum, seit Mit­te Ju­ni ist es im Han­del. Nach­dem er sich zu­letzt auf Soul und Jazz kon­zen­trier­te, hat Mutz­ke nun ei­nen ein­gän­gi­gen Mix aus Pop, Soul und Funk ein­ge­spielt. Und zeigt da­mit die Brei­te sei­nes Kön­nens – un­ter an­de­rem mit der ra­diot­aug­li­chen Sing­le-Aus­kop­pe­lung „Welt hin­ter Glas“. Deut­sche und eng­li­sche Ti­tel wech­seln sich in dem Al­bum ab, fri­sche Lie­der mi­schen sich mit Nach­denk­li­chem. Sein Ta­lent will der Mu­si­ker auch bei sei­ner an­ste­hen­den Tour­nee un­ter Be­weis stel­len. Bis zum 5. Ok­to­ber wird er in 18 deut­schen Städ­ten, in Ös­ter­reich und der Schweiz auf­tre­ten. Mit Andre­as Her­big hat Mutz­ke ei­nen der er­folg­reichs­ten deut­schen Mu­sik­pro­du­zen­ten für sich be­geis­tert und frisch an sei­ner Sei­te. Her­big, der auch mu­si­ka­li­sche Grö­ßen wie Deich­kind, Till Brön­ner und Ich + Ich pro­du­ziert, ist über­zeugt von sei­nem Neu­zu­gang. „Es ist Mu­sik, die sich gut an­hört“, sagt er: „Die Lie­der pas­sen zu Max – und Max passt zu ih­nen.“Er sei le­bens­be­ja­hen­de Mu­sik, die sich im Ra­dio eben­so gut an­hö­re wie auf Tour­nee- und an­de­ren Büh­nen. Mutz­ke sei da­mit raus­ge­kom­men aus bis­he­ri­gen mu­si­ka­li­schen Ni­schen. „Es ist das Al­bum, das mich und mein Le­ben wi­der­spie­gelt“, sagt Mutz­ke selbst. Elf Jah­re nach sei­ner Teil­nah­me am ESC steht der Schwarz­wäl­der, des­sen Mar­ken­zei­chen sei­ne Stim­me und die Müt­ze sind, auf fes­tem Fun­da­ment. Vom Cas­ting-Künst­ler hat er sich zum ernst­haf­ten Pro­fi­mu­si­ker ent­wi­ckelt. Mutz­ke ist ei­ner der we­ni­gen deut­schen Sän­ger, die sich nach dem Sieg ei­ner Fern­seh­show und der ESC-Teil­nah­me lan­ge und er­folg­reich im Mu­sik­ge­schäft hal­ten. En­de 2003, als er noch Schü­ler war, wur­de Mutz­ke von Ra­ab in des­sen Show „TV To­tal“auf­ge­spürt und schnell zum Pu­bli­kums­lieb­ling. Un­ter Raabs Füh­rung schoss der be­schei­den auf­tre­ten­de Mutz­ke an die Spit­ze der Hit­lis­ten. Mit der Soul-Bal­la­de „Cant Wait Un­til To­night“lan­de­te er ei­nen Num­mer-Ein­sHit. Er sang mit dem Lied im Mai 2004 für Deutsch­land beim Song Con­test in Istanbul und be­leg­te dort Platz acht. Kurz dar­auf mach­te er in Walds­hut-Ti­en­gen sein Abitur. Von sei­nem mu­si­ka­li­schen Zieh­va­ter Ra­ab hat sich Mutz­ke in­zwi­schen ge­löst, als Mu­si­ker hat er sich eta­bliert und steht auf ei­ge­nen Bei­nen. Mit „Max“und den Al­ben zu­vor schaff­te er es auf vor­de­re Plät­ze der Charts. Raabs An­kün­di­gung, sich vom Fern­se­hen zum En­de des Jah­res zu ver­ab­schie­den, quit­tiert Mutz­ke mit Re­spekt. „Das ist ei­ne Ent­schei­dung, die ich mu­tig fin­de. So wie ich ihn ken­ne, wird Ste­fan kon­se­quent sein und wir wer­den in der Öf­fent­lich­keit nichts mehr von ihm hö­ren.“Raabs Ab­schied pas­se zu ihm – und sei vor­bild­lich: „Er geht jetzt, wenn die Men­schen ihn noch lie­ben und nicht erst, wenn sie ihn nicht mehr se­hen möch­ten. Das hat Charme und Cha­rak­ter.“

Nun ist das auch schon wie­der elf Jah­re her, dass Max Mutz­ke für Deutsch­land beim Eu­ro­vi­si­on Song Con­test sang. In den nächs­ten Wo­chen geht der Mann mit der Müt­ze auf Deutsch­land-Tour­nee. Fo­to: avs

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