Die „Ad­ler“sind der gro­ße Fa­vo­rit

Mit ei­nem 1:0 ge­gen Schwen­nin­gen ge­star­tet

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Avs

Ein Na­me fällt im­mer wie­der, wenn es um den kom­men­den deut­schen Eis­ho­ckey-Meis­ter geht: Ad­ler Mann­heim. Der frü­he­re NHL-Star Mar­cel Goc wird gleich im ers­ten Jahr sei­ner Rück­kehr mit den Ad­ler Mann­heim deut­scher Meis­ter – wenn sich die Pro­gno­sen der Kon­kur­renz be­wahr­hei­ten. Der Ti­tel­ver­tei­di­ger kris­tal­li­sier­te sich vor dem gest­ri­gen Sai­son­be­ginn in der Deut­schen Eis­ho­ckey Li­ga (DEL) als kla­rer Top­fa­vo­rit her­aus. Trotz­dem gab es zum Auf­takt ge­gen die Schwen­nin­ger Wild Wings nur ein ma­ge­res 1:0. Den ein­zi­gen Tref­fer der Par­tie er­ziel­te MacMur­chy (44:52 Mi­nu­ten). Neun von 13 Trai­nern der Kon­kur­renz tipp­ten in ei­ner Um­fra­ge auf den sie­ben­ma­li­gen Meis­ter. „Aus­ge­gli­chen­heit und Er­fah­rung spre­chen für Mann­heim“, er­läu­ter­te der frü­he­re Na­tio­nal­tor­wart Hel­mut de Raaf, der die Schwen­nin­ger Wild Wings über­nom­men hat. Die Ad­ler hät­ten sich „noch ein­mal ver­stärkt“, be­grün­de­te Düs­sel­dorfs Chris­tof Kreut­zer sei­ne Wahl. Die Kur­pfäl­zer wa­ren ge­zwun­gen, sich ei­nen neu­en star­ken Mann an der Ban­de zu su­chen. Greg Ire­land er­setzt sei­nen Lands­mann Ge­off Ward, den es nach sei­nem Tri­umph zu­rück in die nord­ame­ri­ka­ni­sche Pro­fi­li­ga zog. „Wir möch­ten ei­ne Mann­schaft sein, ge­gen die es schwer zu spie­len ist“, er­klär­te Ire­land be­schei­den. „Wir wer­den die Ge­jag­ten sein, nie­mand wird uns et­was schen­ken.“Das will gera­de auch der am­bi­tio­nier­te EHC München nicht, der ne­ben den Köl­ner Hai­en hin­ter den Mann­hei­mern zu den Mit­fa­vo­ri­ten zählt. Si­cher mit Chan­cen aus­ge­stat­tet sind auch die Ham­burg Free­zers, der ERC In­gol­stadt (Meis­ter 2014) und die Nürnberg Ice Ti­gers. Mün­chens Don Jack­son schlägt for­sche Tö­ne an: „Der EHC wird Meis­ter, weil wir genau da­für trai­nie­ren“, tön­te der 59-Jäh­ri­ge US-Ame­ri­ka­ner. Al­ler­dings hat­te der eins­ti­ge Er­folgs­coach der Eis­bä­ren Berlin auch schon in der ver­gan­ge­nen Sai­son nur den Ti­tel als Ziel ak­zep­tiert. Der Schock nach dem 0:4 im Vier­tel­fi­na­le ge­gen die Grizz­ly Adams Wolfsburg war dann groß. „Wir wol­len das bes­te Team in der Haupt­run­de sein und das bes­te Team in den Play-offs“, mein­te Jack­son jetzt. Mit den

Heu­te um 16.30 Uhr beim EHC München

Eis­bä­ren ge­wann er fünf­mal in sechs Jah­ren den Ti­tel – der eins­ti­ge Li­gaDo­mi­na­tor aus der Haupt­stadt ist die Fa­vo­ri­ten­rol­le in­zwi­schen aber end­gül­tig los. Nach zwei schwa­chen Jah­ren lau­tet das obers­tes Ziel der Ber­li­ner, sich an den 52 Haupt­run­den-Spiel­ta­gen für die K.o.-Pha­se zu qua­li­fi­zie­ren. „Wir spie­len in ei­ner Li­ga mit viel Aus­ge­gli­chen­heit und Feu­er in je­dem Spiel“, er­läu­tert Eis­bä­ren-Trai­ner Uwe Krupp, der frü­he­re Bun­des­trai­ner. „Ta­bel­len­plät­ze ver­schie­ben sich bis in die Schluss­se­kun­den des letz­ten Spiels der Vor­run­de – und das macht die gan­ze Sa­che span­nend.“

Ein har­ter Kampf: Der haus­ho­he Ti­tel­fa­vo­rit Ad­ler Mann­heim (rechts: Ja­mie Tar­dif) muss­te sich mit ei­nem ma­ge­ren 1:0-Heim­sieg ge­gen Sascha Goc und die Schwen­nin­ger Wild Wings be­gnü­gen. Genau 13 382 Zu­schau­er sa­hen den Er­folg der Nord­ba­de­ner in der SAP-Are­na. Fo­to: avs

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