Neu­er Är­ger für Blat­ter

Fi­fa-Prä­si­dent soll TV-Rech­te weit un­ter Markt­wert ver­kauft ha­ben

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport -

Jo­seph Blat­ter könn­te neu­er Är­ger dro­hen. Der 79 Jah­re al­te Noch-Prä­si­dent des Fuß­ball-Welt­ver­ban­des soll ei­nem Schwei­zer Fern­seh-Be­richt zu­fol­ge vor zehn Jah­ren TV-Über­tra­gungs­rech­te un­ter dem Markt­wert ver­kauft ha­ben. Der im Fe­bru­ar 2016 aus dem Amt schei­den­de Blat­ter hat den Ver­trag mit dem da­ma­li­gen Chef der ka­ri­bi­schen Fuß­ball-Uni­on (CFU), Jack War­ner, ab­ge­schlos­sen und laut dem Be- richt des Schwei­zer Ra­dio und Fern­se­hen (SRF) auch un­ter­zeich­net. Dem­zu­fol­ge ver­kauf­te Blat­ter die Über­tra­gungs­rech­te für die WM in Süd­afri­ka für 250 000 Dol­lar, die für die WM in Bra­si­li­en für 350 000 Dol­lar. War­ner soll die TV-Über­tra­gungs­rech­te zwei Jah­re spä­ter nach Schät­zun­gen in Me­di­en für 15 bis 20 Mil­lio­nen Dol­lar wie­der wei­ter­ver­kauft ha­ben. Der De­al wer­fe die Fra­ge auf, ob das ein Freund­schafts­preis ge­we­sen sei oder ein kauf­män­nisch kor­rekt be­rech­ne­ter Preis, sag­te die Rechts­pro­fes­so­rin und Kor­rup­ti­ons-Ex­per­tin Mo­ni­ka Roth in dem Be­richt. Sie mein­te, die Bun­des­an­walt­schaft müs­se nun er­mit­teln. Laut dem TV-Bei­trag woll­te die Bun­des­an­walt­schaft aber kei­ne Stel­lung neh­men. Blat­ter hat­te nach dem schwers­ten Kor­rup­ti­ons­skan­dal in der FI­FA-Ge­schich­te sei­nen Rück­zug an­ge­kün­digt.

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