Der drit­te „Stern“soll her

Rin­gen: Ger­ma­nia peilt den Ti­tel an

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport -

Wenn man in den letz­ten sechs Jah­ren fünf­mal im Fi­na­le um die deut­sche Mann­schafts­meis­ter­schaft der Rin­ger mit­ge­mischt hat, dann ist es mehr als le­gi­tim, auch für die Sai­son 2015/16 ein selbst­be­wuss­tes Ziel zu ar­ti­ku­lie­ren: „Un­ser An­spruch ist na­tür­lich, es wie­der ins Fi­na­le zu pa­cken“, sagt Frank Hein­zel­be­cker, Trai­ner des SV Ger­ma­nia Wein­gar­ten und da­mit ei­ner der vie­len Ga­ran­ten für das seit Jah­ren an­dau­ern­de Hoch des Clubs. Doch bei der Fi­nal­teil­nah­me muss es ja nicht blei­ben, legt Hein­zel­be­cker lä­chelnd nach: „Wenn es geht, wol­len wir un­se­ren drit­ten Stern ho­len. Schließ­lich wä­ren wir wie­der an der Rei­he.“Zwei „Ster­ne“hat man schon – die Meis­ter­schaf­ten 2011 (21:16 und 22:14 ge­gen Möm­bris/Kö­nigs­ho­fen) und 2012 (18:21 und 24:12 ge­gen Köl­ler­bach), jetzt ist man ein hei­ßer Kan­di­dat auf den drit­ten Ti­tel der Ver­eins­ge­schich­te. Trotz der star­ken Kon­kur­renz. Und zu der zählt Coach Hein­zel­be­cker nicht nur die üb­li­chen Ti­tel­aspi­ran­ten wie den TuS Adels­hau­sen, Meis­ter ASV Nen­din­gen, den KSV Köl­ler­bach, den ASV Mainz 1888 oder RWG Möm­bris-Kö­nigs­ho­fen. „Es wird ge­gen kei­nen Geg­ner leicht, weil das Ni­veau der Bun­des­li­ga ein­fach zu hoch ist“, sagt Hein­zel­be­cker, für den die deut­sche Li­ga „ein­zig­ar­tig in der Welt“ist. In der Bun­des­li­ga kämp­fen vie­le Welt­klas­se-Rin­ger, was Hein­zel­be­cker kaum Platz für per­so­nel­le Ex­pe­ri­men­te lässt: „Wir müs­sen im­mer das vol­le Bal­lett über die Waa­ge brin­gen.“Ein „Bal­lett“, das die Ger­ma­nia aus Wein­gar­ten für die am kom­men­den Frei­tag mit dem Heim­kampf ge­gen den KSV Aa­len be­gin­nen­de Sai­son mit et­li­chen Trümp­fen ver­stärkt hat. Teils, weil man Lü­cken schlie­ßen muss­te, da et­wa Mar­cel Ewald zum KSV Isprin­gen und Mar­tin Daum nach Köl­ler­bach wech­sel­ten. Und auch, weil man die Chan­cen hat­te, star­ke Ath­le­ten an Land zu zie­hen. Et­wa den Ar­me­ni­er Ro­man Amo­yan, der vom am­tie­ren­den Meis­ter Nen­din­gen an­ge­heu­ert wur­de. Der 32-jäh­ri­ge Grie­chi­schRö­misch-Spe­zia­list star­tet in der 57-Ki­loKlas­se und ist das, was Trai­ner Frank Hein­zel­be­cker ei­nen „ab­so­lu­ten Sieg­rin­ger“nennt. Die glaubt man auch mit den an­de­ren Neu­zu­gän­gen ge­fun­den zu ha­ben: Do­mi­nik Et­lin­ger (Kroa­ti­en), Ka­ra­pet Cha­lyan (Ar­me­ni­en), Bo­ris­lav No­vach­kov (Ma­ze­do­ni­en), Jan Rot­ter (kam vom SV Tri­berg) und De­niz Me­nek­se (vor­her SV Jo­han­nis Nürnberg) hat­ten vor dem En­de der Wech­sel­frist En­de Mai ih­re Zu­sa­ge im Walz­bach­tal ge­ge­ben. Und dies sind bei­lei­be nicht die ein­zi­gen Top-Ath­le­ten, die man auf­bie­ten kann. Die Tat­sa­che, dass ein gan­zes Dut­zend Ger­ma­nen bei der Welt­meis­ter­schaft in Las Ve­gas auf die Mat­te ging, un­ter­streicht die Qua­li­tät des Wein­gar­te­ner Ka­ders. Denn Hein­zel­be­cker kann bei der Jagd nach dem Ti­tel auch noch auf Leis­tungs­trä­ger wie Oli­ver Hass­ler, den seit Jah­ren zu­ver­läs­sigs­ten Punk­te­samm­ler Io­nut Pa­nait (Hein­zel­be­cker: „Den ha­ben wir in­zwi­schen längst in Wein­gar­ten ein­ge­mein­det.“), Ramsin Aziz­sir, Ana­to­li Gui­dea, Alex­an­dru Cir­toaca oder den un­ver­wüst­li­chen „Dau­er­bren­ner“Adam Ju­retz­ko bau­en. Ei­ne gu­te Mi­schung, die mit ei­nem kla­ren Auf­trag in die Sai­son geht: „Stern“Num­mer drei soll her.

Bun­des­li­ga-Start am kom­men­den Frei­tag

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