Ge­dul­dig und am­bi­tio­niert

Rin­ger Ari­an Gü­ney aus Stu­ten­see war­tet auf sein Bun­des­li­ga-De­büt

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport -

Wenn der KSV Isprin­gen in der Rin­ger-Bun­des­li­ga Süd heu­te (15 Uhr) den KSV Schries­heim in der hei­mi­schen Fest­sport­hal­le emp­fängt, steht für Ari­an Gü­ney vi­el­leicht sei­ne Pre­mie­re in der Bel­eta­ge an. Ob der 18-jäh­ri­ge Nach­wuchs­rin­ger am drit­ten Bun­des­li­ga­wett­kampf­tag erst­mals zum Ein­satz kommt, ent­schei­det sich aber erst kurz vor Be­ginn. Doch auch ei­ne Nicht­no­mi­nie­rung von KSV-Chef­trai­ner Bernd Rei­chen­bach be­deu­tet für den Leis­tungs­sport­ler aus Stu­ten­see bei Karls­ru­he kei­nen Rück­schlag. „Ich bin schließ­lich noch jung“, sagt Ari­an Gü­ney, der als Zwölf­jäh­ri­ger mit dem Rin­ger­sport be­gann, 2012 zum KSV Isprin­gen in die 6 000-Ein­woh­ner-Enz­kreis­ge­mein­de vor den To­ren Pforz­heims kam, und sich nun kon­ti­nu­ier­lich auf künf­ti­ge sport­li­che Her­aus­for­de­run­gen vor­be­rei­tet. Na­tür­lich bren­ne er dar­auf, in sei­nem ers­ten Bun­des­li­ga­jahr auch ak­tiv ins Ge­sche­hen ein­zu­grei­fen, stellt Gü­ney klar, „aber wahr­schein­lich be­kom­me ich da­zu erst in der Rück­run­de ei­ne Chan­ce“. Der­zeit ist Gü­ney näm­lich ein Stück weit „Op­fer“des Isprin­ger Hö­hen­flugs mit zwei Auf­stie­gen bin­nen zwei Jah­ren. Ver­gan­ge­ne Sai­son kam das Ta­lent noch auf ins­ge­samt sie­ben Zweit­li­ga-Ein­sät­ze und ging da­bei im­mer­hin drei Mal als Sie­ger von der Mat­te. „Aber die Ers­te Li­ga ist ein­fach ei­ne an­de­re Haus­num­mer“, sagt der 18-Jäh­ri­ge, der 2014 vom Nord­ba­di­schen Ver­band zum „Nach­wuchs­sport­ler des Jah­res“ge­kürt wor­den war. Au­ßer­dem hat sich Isprin­gen dank des Gel­des von Ver­eins­prä­si­dent und Haupt­spon­sor Wer­ner Koch für die Bun­des­li­ga mit 15 Neu­zu­gän­gen ver­stärkt. So steht in Gü­neys Ge­wichts­klas­se bis 86 Ki­lo­gramm im grie­chisch-rö­mi­schen Stil noch der Kroa­te Ne­ven Zu­gaj (WM-Zwei­ter 2014) so­wie der am­tie­ren­de deut­sche Meis­ter Kon­stan­tin Schnei­der (wech­sel­te vom TuS Adel­hau­sen zur KSVStaf­fel ins Kämp­fel­bach­tal) auf der Mel- de­lis­te. „Von ih­nen kann ich je­de Men­ge ler­nen“, weiß Ari­an Gü­ney. Bei den Wett­kämp­fen ist Gü­ney aber auch oh­ne Ein­satz­ga­ran­tie da­bei. So hat er bei der knap­pen 9:10-Nie­der­la­ge am ers­ten Kampf­tag im nord­ba­di­schen Der­by ge­gen den am­tie­ren­den Vi­ze­meis­ter SV Ger­ma­nia Wein­gar­ten eben­so am Mat­ten­rand mit­ge­fie­bert wie ges­tern in Aalen (bei Re­dak­ti­ons­schluss noch nicht be­en­det). Die not­wen­di­ge Wett­kampf­pra­xis holt sich Ari­an Gü­ney der­zeit beim KSV It­ters­bach II in der Verbandsliga; da wird er von sei­nen Geg­nern aber kaum ge­for­dert. „Glück­li­cher­wei­se kann ich im Trai­ning an mei­ne Gren­zen ge­hen“, so Gü­ney, des­sen Sai­son­hö­he­punkt die Ju­nio­ren-DM im Fe­bru­ar ist. Dann will der DM-Fünf­te bei den Män­nern wie im April 2014 bei der A-Ju­gend (bis 76 Ki­lo/grie­chisch-rö­misch) den Ti­tel ho­len. Au­ßer­dem steht auch wie­der ei­ne Teil­nah­me an in­ter­na­tio­na­len Wett­kämp­fen im Raum; 2014 bei der Ka­det­ten-EM wur­de er Fünf­ter, bei der WM Ne­un­ter.

Rin­ger-Ta­lent: Ari­an Gü­ney (18) „brennt“dar­auf, für Neu-Bun­des­li­gist KSV Isprin­gen ak­tiv ins Ge­sche­hen ein­grei­fen zu kön­nen. Sein gro­ßes Ziel ist Olym­pia 2020 in

To­kio. Fo­to: Rub­ner

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