Le­se­stoff

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Tipps & Themen -

Harald Mar­ten­stein und Tom Peuckert sind er­folg­rei­che Au­to­ren und lan­ge be­freun­det. Der ers­te kommt aus West­deutsch­land, der an­de­re ist in der DDR ge­bo­ren. Nun ha­ben die bei­den zu­sam­men ei­nen Ro­man ge­schrie­ben: „Schwar­zes Gold aus War­ne­mün­de“stellt die Ge­schich­te auf den Kopf: Die DDR gibt es noch. Und nicht nur das: Das Land ist wirt­schaft­lich spit­ze, das po­li­ti­sche Sys­tem hat sich ge­wan­delt, aber nicht durch ei­ne fried­li­che Re­vo­lu­ti­on, son­dern durch schlei­chen­den Op­por­tu­nis­mus. Kul­tur­mi­nis­ter ist Gregor Gy­si, Wirt­schafts­mi­nis­ter Karl-Theo­dor zu Gut­ten­berg. Wie wä­re es wohl mit der DDR wei­ter­ge­gan­gen, wenn sie zu ei­nem Wohl­stands­staat ent­wi­ckelt hät­te? Und was wä­re wohl aus der ein oder an­de­ren Per­son der Zeit­ge­schich­te aus West und Ost ge­wor­den, wenn es die DDR noch ge­ben wür­de? „Schwar­zes Gold aus War­ne­mün­de“ist sa­ti­risch und un­ter­halt­sam, steckt vol­ler ver­rück­ter Ide­en und ir­rer Wen­dun­gen und hält sich nicht an die Ge­setz­te der Wahr­schein­lich­keit. Mit Si­cher­heit das lus­tigs­te Buch zum The­ma „25 Jah­re Ein­heit“.

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