Ziel­stre­big und mo­de­be­wusst

Saskia Mei­er vom SC Sand macht auch vor der Ka­me­ra ein gu­te Fi­gur

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport -

Wenn der Or­ten­au­er Fuß­bal­lErst­li­gist SC Sand heu­te (11 Uhr) in der Al­li­anz Frau­en-Bun­des­li­ga beim 1. FFC Tur­bi­ne Pots­dam an­tritt, ist frag­lich, ob Saskia Mei­er nach ei­ner Grip­pe­er­kran­kung die Rei­se über­haupt hat­te mit an­tre­ten kön­nen. Nach­dem sie am ver­gan­ge­nen Sonn­tag in der Zweit­run­den­par­tie des DFBFrau­en-Po­kals beim Zweit­li­gis­ten Ale­man­nia Aa­chen zu Be­ginn der zwei­ten Halb­zeit ein­ge­wech­selt wur­de – der SC Sand ge­wann 9:0 – muss­te die U-19Na­tio­nal­spie­le­rin die­se Wo­che zu­nächst ei­ne Zwangs­pau­se ein­le­gen; erst am Frei­tag beim Ab­schluss­trai­ning war sie wie­der da­bei. Ob SC Sands Trai­ner Alex­an­der Fi­schin­ger mit der jun­gen Schwarz­wäl­de­rin für die Par­tie bei Tur­bi­ne plan­te, ließ er bis kurz vor der Ab­fahrt nach Bran­den­burg of­fen. Saskia Mei­er ge­hört der jun­gen Fuß­ball­ge­ne­ra­ti­on an, de­ren Ta­lent früh ent­deckt und die tech­nisch ganz an­ders als frü­her ge­schult wur­de. „Mein Ziel ist es, so weit zu kom­men, wie es geht“, er­klärt die 18Jäh­ri­ge. Früh hat sie in ih­rem Hei­mat­ort Wald­mös­sin­gen bei Schram­berg mit dem Fuß­ball spie­len be­gon­nen. Va­ter Rei­ner war Trai­ner und die Toch­ter stieg bei den Bam­bi­nis ein, ob­wohl sie jün­ger war als ih­re Mit­spie­ler. Bis zur E-Ju­gend blieb sie beim SV Wald­mös­sin­gen, dann wech­sel­te sie im Jahr 2007 zum SV Zim­mern, wo sie fünf Jah­re in Jun­gen­mann­schaf­ten spiel­te. 2012 schließ­lich folg­te mit dem Wech­sel zu den B-Ju­nio­rin­nen des SC Frei­burg der nächs­te Schritt; im Breis­gau sam­mel­te Saskia Mei­er auch ers­te Bun­des­li­ga­Er­fah­rung. Kurz nach ih­rem 17. Ge­burts­tag kam sie im ba­di­schen Der­by ge­gen 1899 Hof­fen­heim erst­mals zu ei­nem Ein­satz in der Frau­en-Eli­te­klas­se. Jetzt im Som­mer wech­sel­te die Mit­tel­feld­spie­le­rin schließ­lich vom SC Frei­burg zum Li­ga­kon­kur­ren­ten SC Sand. „Ich ha­be mei­nen El­tern sehr viel zu ver­dan­ken“, be­tont Saskia Mei­er. „Oh­ne sie wä­re ich nicht so weit ge­kom­men.“Bea­te und Rei­ner Mei­er be­glei­ten ih­re Toch­ter zu den Spie­len, be­su­chen sie in Frei­burg, wo sie der­zeit al­lei­ne in ei­ner Woh­nung lebt; an spiel­frei­en Wo­che­n­en­den fährt Saskia Mei­er aber auch ger­ne in ih­re Schwarz­wäl­der Hei­mat. Nächs­tes Früh­jahr wird sie in Frei­burg das Fach­ab­itur in Fremd­spra­chen ab­le­gen. Wie es da­nach dann wei­ter geht, das lässt sie auf sich zu­kom­men. Ge­nau­so wie ih­re sport­li­che Zu­kunft. Zum SC Sand ist sie trotz ei­ni­ger An­ge­bo­te an­de­rer Ver­ei­ne ge­wech­selt, weil sie dort mehr Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten und die Chan­ce auf mehr Ein­satz­zei­ten sah. Beim SCS will sie sich zur Stamm­spie­le­rin hoch­ar­bei­ten und da­für von den er­fah­re­ne­ren Mit­spie­le­rin­nen ler­nen. Seit 2011 ge­hört sie auch zu den ver­schie­de­nen Ju­nio­ren-Aus­wahl­teams des DFB. Mit der U17 wur­de sie 2014 Eu­ro­pa­meis­ter. Zu­letzt war sie mit der U19 bei der EM-Qua­li­fi­ka­ti­on in Un­garn und ge­hör­te beim 2:0-Sieg ge­gen die Gast­ge­be­rin­nen eben­so beim 6:1 ge­gen Ser­bi­en zur deut­schen Start­elf.

2014 Eu­ro­pa­meis­te­rin mit der U 17 des DFB

Neu­zu­gang des SC Sand: Mit­tel­feld­spie­le­rin Saskia Mei­er kam im Som­mer vom SC Frei­burg in die Or­ten­au. Die 18-jäh­ri­ge Schwarz­wäl­de­rin be­sticht nicht nur auf dem Fuß­ball­platz durch Ele­ganz. Fo­to: Küns­ter

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