Mit Traum­er­geb­nis

Grü­ne wäh­len Kret­sch­mann zum Spit­zen­kan­di­da­ten

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Aktuell - Avs

Mit kräf­ti­gem Rü­cken­wind kann Mi­nis­ter­prä­si­dent Win­fried Kret­sch­mann die ba­den-würt­tem­ber­gi­schen Grü­nen in den Land­tags­wahl­kampf füh­ren. Der Lan­des­par­tei­tag in Pforz­heim wähl­te den 67-Jäh­ri­gen ges­tern mit ei­nem Traum­er­geb­nis von fast 97 Pro­zent zum Spit­zen­kan­di­da­ten für die Land­tags­wahl am 13. März 2016. Kret­sch­mann soll den po­li­ti­schen Chef­ses­sel im Land ge­gen CDU-Her­aus­for­de­rer Gui­do Wolf ver­tei­di­gen. Kret­sch­mann be­kräf­tig­te, mit der SPD wei­ter­re­gie­ren zu wol­len. Die SPD be­fin­det sich al­ler­dings in ei­nem Um­fra­ge­tief. Be­rap­pelt sie sich nicht, reicht es wohl nicht für die Fort­set­zung der grün-ro­ten Ko­ali­ti­on. In sei­ner viel­be­ju­bel­ten Re­de ging der Re­gie­rungs­chef vor al­lem auf die Flücht­lings­kri­se ein. Es ge­be kei­ne schnel­len Lö­sun­gen. Kret­sch­mann wand­te sich ge­gen For­de­run­gen aus der Uni­on, das Asyl­recht zu än­dern. „Am Grund­recht auf Asyl wird nicht ge­rüt­telt.“Auch wä­re ein Auf­nah­me­stopp von Asyl­be­wer­bern in Deutsch­land gar nicht durch­setz­bar - es sei denn, man baue ei­ne Mau­er wie zu DDR-Zei­ten. Bei den Bür­gern ge­be es vie­le dif­fu­se und pau­scha­le Ängs­te. Die Po­li­tik dür­fe die­se nicht schü­ren, son­dern müs­se die Pro­ble­me mu­tig und prag­ma­tisch an­ge­hen. Zu­gleich mach­te Kret­sch­mann klar, dass Flücht­lin­ge die Wer­te und Rech­te in Deutsch­land be­ach­ten müss­ten - et­wa die Gleich­be­rech­ti­gung der Frau und die Re­li­gi­ons­frei­heit.

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