„Welt­kul­tur­er­be Chau­vet-Höh­le“

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Die Region -

der Uni­ver­si­tät Duis­burg-Es­sen wird da­bei zei­gen, wie sich das Rei­se­ver­hal­ten zu Leb­zei­ten der Mark­grä­fin Ka­ro­li­ne Lui­se än­der­te: Jun­ge eu­ro­päi­sche In­tel­lek­tu­el­le und Ade­li­ge ver­ban­den jetzt mit ih­ren Bil­dungs­rei­sen auch das Ziel, mit be­rühm­ten Geis­tes­grö­ßen in Kon­takt zu tre­ten. Be­reits um 17 Uhr fin­det am Don­ners­tag im Ge­ne­ral­lan­des­ar­chiv in der Nörd­li­chen Hilda­pro­me­na­de 3 in Karls­ru­he die letz­te Ku­ra­to­ren­füh­rung statt. Der Ein­tritt zu bei­den Ver­an­stal­tun­gen ist frei. Seit lan­gem setzt sich die Stif­tung Cent­re Cul­tu­rel Fran­co-Al­le­mand (CCFA) Karls­ru­he für die Deutsch-Fran­zö­si­sche Be­zie­hung und ganz be­son­ders für die grenz­über­schrei­ten­den Ver­hält­nis­se in der Ober­rhein­re­gi­on ein. Mit mehr als 80 Ver­an­stal­tun­gen jähr­lich aus den Be­rei­chen Kunst, Mu­sik, Thea­ter oder auch Li­te­ra­tur möch­te die Stif­tung CCFA das Deutsch-Fran­zö­si­sche Band stär­ken. Am Di­ens­tag, 13. Ok­to­ber, fin­det im Kul­tur­zen­trum in der Karl­stra­ße 16b in Karls­ru­he um 18.30 Uhr die Ver­an­stal­tung „Welt­kul­tur­er­be Chau­vet-Höh­le im Ar­dè­cheTal“statt, in der der Karls­ru­her Pu­bli­zist und Jour­na­list Bern­hard Wa­gner über Karls­ru­her Er­leb­nis­se rund um das Welt­kul­tur­er­be (die „Höh­le der ver­ges­se­nen Träu­me“) und sei­ne Re­pli­ka be­rich­tet. Mit ih­ren 36000 Jah­re al­ten Höh­len­ma­le­rei­en hat sie bis heu­te ein ein­ma­li­ges Do­ku­ment des künst­le­ri­schen Schaf­fens der St­ein­zeit­men­schen hin­ter­las­sen. Zu­dem prä­sen­tiert der Au­tor in ei­ner Fo­to-Aus­stel­lung die Chau­vet-Höh­le als Rei­se­ziel. Au­ßer­dem gibt er Tipps zu klei­nen Tou­ren – et­wa dem ein­zig­ar­ti­gen Na­tur­stein­bo­gen – was ins­ge­samt den Blick in schein­bar längst ver­gan­ge­ne Zei­ten öff­net. Bei der The­men­füh­rung „Un­ter Dach und Fach“kön­nen die Teil­neh­mer bei ei­nem Rund­gang durch den Orts­kern von Ot­ters­dorf die noch vor­han­de­nen Fach­werk­häu­ser et­was ge­nau­er be­trach­ten und so ei­nen Blick in die Ver­gan­gen­heit wer­fen. Da­bei er­läu­tert Zer­rath un­ter an­de­rem die Ent­wick­lung des Fach­werk­baus, das Zim­mer­manns­hand­werk, die Viel­falt der Schmuck­for­men so­wie die Ein­tei­lung der Räu­me. Aus­gangs­punkt ist das Wohn­haus im Ried­mu­se­um (Am Kirch­platz 6 in Ras­tatt-Ot­ters­dorf). Die Füh­rung dau­ert rund 90 Mi­nu­ten und ist kos­ten­los. Das Ot­ters­dor­fer Orts­bild wird heu­te noch vom re­la­tiv gut er­hal­te­nen Be­stand die­ser ty­pi­schen, meist ein­fach ge­stal­te­ten Fach­werk­häu­ser ge­prägt. Be­son­ders das En­sem­ble am Kirch­platz mit dem Burs­ter­schen Wohn­haus, das zu­gleich Kern­stück des Ried­mu­se­ums ist, und die Fach­werk­häu­ser ent­lang der Wil­helm­stra­ße ver­mit­teln ei­nen Ein­druck, wie Ort­schaf­ten vor 200 Jah­ren aus­sa­hen. Spä­tes­tens nach dem Zwei­ten Welt­krieg wur­den vie­le der al­ten Häu­ser ab­ge­ris­sen oder so stark sa­niert, dass sie im Zu­ge der Mo­der­ni­sie­run­gen ein neu­es Ge­sicht mit glat­ten Fas­sa­den und grö­ße­ren Fens­tern be­ka­men.

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