Sonn­tags-Cock­tail

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Wetter - Avs

Weil er zu dick und zu faul ist, hat der Zoo im in­di­schen Neu De­lhi ei­nen für die Paa­rung aus­ge­lie­he­nen Ja­gu­ar wie­der zu­rück­ge­schickt. Die zwölf Jah­re al­te Raub­kat­ze mit dem Na­men Sal­man war im ver­gan­ge­nen Ok­to­ber von ei­nem Zoo im süd­in­di­schen Ke­ra­la aus­ge­lie­hen wor­den. Er zeig­te aber we­nig In­ter­es­se an der vor­ge­se­he­nen Part­ne­rin, wie Riaz Khan vom Zoo in Neu De­lhi sag­te. „Der weib­li­che Ja­gu­ar hat ver­sucht, ihn zu ver­füh­ren, aber er ist ein­fach faul und er­wi­dert die Avan­cen nicht.“Khan stell­te schlicht fest: „Es ist so, dass er zu fett für die Paa­rung ist“. Des­halb sei ent­schie­den wor­den, den Ja­gu­ar zu­rück­zu­schi­cken. Der Ja­gu­ar frisst dem Zoo zu­fol­ge täg­lich et­wa sechs Ki­lo Büf­fel­fleisch. Ja­gua­re gel­ten als be­droh­te Tier­art, die Jagd auf sie ist in In­di­en und in zahl­rei­chen an­de­ren Län­dern ver­bo­ten.

(47), Schau­spie­ler („Ja­mes Bond 007 – Der Mor­gen stirbt nie“, „Schind­lers Lis­te“), er­kauft sich von sei­ner Frau die Er­laub­nis zum Sport-Gu­cken auf be­son­de­re Art: „Wenn ich bei mei­ner Fa­mi­lie bin und Fuß­ball schau­en will, muss ich mei­ner Frau die Fü­ße mas­sie­ren“, sag­te der 47-Jäh­ri­ge der „Ber­li­ner Mor­gen­post“. Ge­ne­rell müs­se man in der Ehe auf­merk­sam blei­ben, be­ton­te der Mi­me, der seit 15 Jah­ren ver­hei­ra­tet ist.

(56), Schrift­stel­le­rin aus Is­ra­el („Lie­bes­le­ben“, „Mann und Frau“), steigt zum Schrei­ben in ih­ren Luft­schutz­kel­ler hin­ab. „Es ist ein­fach der bes­te Raum für mich“, sag­te die 56-Jäh­ri­ge der „Ber­li­ner Zei­tung“. „Ich woll­te zu Hau­se ar­bei­ten, aber oh­ne den gan­zen All­tags­kram um mich her­um zu ha­ben, und dort un­ten im Kel­ler bin ich sehr iso­liert, 60 Stu­fen muss ich hin­ab­stei­gen.“ In dem Raum sei es dun­kel, und auch die Tem­pe­ra­tur sei zu je­der Jah­res­zeit gleich. „Man fühlt sich wie auf ei­nem an­de­ren Pla­ne­ten. Es gibt nichts an­de­res, kei­ne an­de­re Zeit, kei­nen an­de­ren Ort, und ich kann völ­lig ver­ges­sen, wo ich bin und ganz in mei­ner Ge­schich­te ver­sin­ken.“Ein­mal ha­be sie ver­sucht, in ei­ner schö­nen Vil­la zu ar­bei­ten, mit wun­der­ba­rem Aus­blick. „Ich ha­be kei­ne Zei­le zu Pa­pier ge­bracht und im­mer nur ge­dacht: Was für ei­ne Zeit­ver­schwen­dung das Schrei­ben ist, wenn man doch statt­des­sen aus dem Fens­ter schau­en kann.“

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