224 to­te Pas­sa­gie­re

Der Sonntag (Mittelbaden) - - ERSTE SEITE -

Beim Ab­sturz ei­nes voll be­setz­ten rus­si­schen Ur­laubs­flie­gers sind auf der Si­naiHalb­in­sel 224 Men­schen ge­tö­tet wor­den. Nie­mand ha­be über­lebt, er­klär­ten die rus­si­sche Bot­schaft in Kai­ro und ägyp­ti­sche Be­hör­den. Der Air­bus auf dem Weg nach St. Pe­ters­burg war kurz nach dem Start im Ba­de­ort Sh­arm el Sheikh vom Ra­dar ver­schwun­den. Die meis­ten Flug­gäs­te wa­ren rus­si­sche Ur­lau­ber. Die ägyp­ti­schen Be­hör­den ge­hen nach An­ga­ben aus Si­cher­heits­krei­sen von ei­nem tech­ni­schen De­fekt aus, ein Ter­ror­an­schlag wur­de aus­ge­schlos­sen. Da­ge­gen be­haup­te­te ein ägyp­ti­scher Ab­le­ger der Ter­ror­mi­liz Is­la­mi­scher Staat auf meh­re­ren In­ter­net-Sei­ten, der IS sei für den Ab­sturz der Ma­schi­ne ver­ant­wort­lich. Sol­che Be­haup­tun­gen las­sen sich von un­ab­hän­gi­ger Sei­te kaum über­prü­fen. An Bord be­fan­den sich 217 Pas­sa­gie­re und 7 Be­sat­zungs­mit­glie­der. Bei dem Un­glück ka­men 24 Kin­der ums Le­ben. Die Flug­ge­sell­schaft Ko­la­via er­klär­te, mit 12 000 Flug­stun­den sei der Pi­lot sehr er­fah­ren ge­we­sen. Die rus­si­sche Jus­tiz ord­ne­te Er­mitt­lun­gen an. Flug­schrei­ber und Stim­men­re­kor­der wür­den in Mos­kau aus­ge­wer­tet, der Ka­ta­stro­phen­schutz des Lan­des be­rei­te den Ab­flug von fünf Ber­gungs­ma­schi­nen vor. Bun­des­prä­si­dent Joa­chim Gauck schick­te Prä­si­dent Pu­tin ein Kon­do­lenz­schrei­ben. So­wohl Luft­han­sa als auch Air Fran­ce er­klär­ten, aus Si­cher­heits­grün­den den Si­nai vor­erst nicht mehr zu über­flie­gen. (Sei­te 2)

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