Ein äu­ßerst kost­ba­res Gut

Wer es sich jetzt am Ka­min ge­müt­lich ma­chen will, soll­te ei­ni­ge Re­geln be­ach­ten

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Bauen Wohnen Modernisieren -

Nach­dem

sich der Ok­to­ber bis vor we­ni­gen Ta­gen noch von sei­ner gol­de­nen und war­men Sei­te ge­zeigt hat, wird es nun merk­lich küh­ler. Ein lau­schi­ges Ka­min­feu­er ist jetzt für vie­le Men­schen der In­be­griff von Ge­müt­lich­keit. Auf­grund sei­ner Be­liebt­heit ist Holz je­doch auch ein knap­per wer­den­des Gut, das be­wusst ge­nutzt wer­den soll­te. Die Initia­ti­ve Hol­zProKli­ma gibt Tipps, wie man mit Holz am bes­ten heizt.

„Holz kann man nur ein­mal ver­bren­nen. Des­halb soll­te der mitt­ler­wei­le sehr wert­vol­le Roh­stoff beim Hei­zen mög­lichst spar­sam ver­wen­det wer­den“, sagt Dr. Den­ny Oh­ne­sor­ge von der Hol­zProKli­ma-Initia­ti­ve. „Doch nicht je­dem ist be­wusst, wie man rich­tig heizt, den op­ti­ma­len Brenn­wert des Roh­stof­fes nutzt und so Geld und Ar­beit spart.“

Auch in der Holz­wirt­schaft ver­sucht man, den Roh­stoff mög­lichst spar­sam zu ver­wen­den. Im Op­ti­mal­fall wird Holz zu­nächst lang­fris­tig und mehr­fach ge­nutzt, zum Bei­spiel in Form von lang­le­bi­gen Holz­pro­duk­ten wie Bau­holz, das re­cy­celt und wie­der­ver­wen­det wer­den kann, bei­spiels­wei­se in Mö­bel­span­plat­ten. Am En­de ei­ner mög­lichst lan­gen Nut­zungs­dau­er kann Holz selbst­ver­ständ­lich auch ver­heizt wer­den. Dass die­ser An­satz dem Kli­ma gut­tut, be­stä­tigt das Thü­nen­In­sti­tut: Jähr­lich spa­ren die Deut­schen mit der Ver­wen­dung von Holz­pro­duk­ten 105 Mil­lio­nen Ton­nen Koh­len­di­oxid ein. Das sind 13 Pro­zent der deut­schen Treib­haus­gas­emis­sio­nen.

Beim Ver­bren­nen von Holz spie­len auch die Um­welt­aus­wir­kun­gen ei­ne wich­ti­ge Rol­le: Im Herbst und Win­ter geht von den rund 15 Mil­lio­nen in Deutsch­land in­stal­lier­ten Holz­hei­zun­gen ei­ne er­höh­te Fe­in­staub­be­las­tung aus. Die zu­läs­si­gen Grenz­wer­te wer­den vie­ler­orts über­schrit­ten. Die Art und Wei­se, wie ge­heizt wird, spielt bei der Fe­in­stau­b­ent­ste­hung ei­ne gro­ße Rol­le.

„Wer mit Holz heizt, soll­te es spar­sam ein­set­zen und aus­schließ­lich in mo­der­nen Öfen ver­bren­nen“, rät Oh­ne­sor­ge. Sei­ne Tipps für das Hei­zen mit Holz lau­ten: gen (1. BIm­SchV) lau­fen aus. Des­halb soll­ten Kes­sel und Öfen, die die neu­en An­for­de­run­gen nicht er­fül­len, mit Staub­fil­tern nach­ge­rüs­tet oder am bes­ten ge­gen neue ef­fi­zi­en­te­re Ge­rä­te aus­ge­tauscht wer­den.

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