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Der Sonntag (Mittelbaden) - - Die Region - Hans Traut | Ku­ra­tor des Fes­ti­vals „Tanz Karls­ru­he“ Tho­mas Liebs­cher

Es soll im­mer auch fa­mi­li­är zu­ge­hen bei den Gast­spie­len, die Com­pa­gni­en sol­len nicht nur eben mal auf­tre­ten, son­dern sich wohl­füh­len bei uns und in Karls­ru­he“, sagt Hans Traut. Er ist die uner­schüt­ter­li­che und sehr mensch­li­che Kon­stan­te rund um das Fes­ti­val „Tanz Karls­ru­he“. Un­ter leicht ver­än­der­tem Na­men hat ge­ra­de die 15. Aus­ga­be die­ser weit­hin aus­strah­len­den Wo­chen des mo­der­nen Tan­zes be­gon­nen, die vom Kul­tur­zen­trum Tem­pel or­ga­ni­siert wer­den. Da­bei gas­tie­ren mit der Trup­pe von Way­ne McG­re­gor aus Groß­bri­tan­ni­en oder dem ka­na­di­schen „605 Collec­tive“bis En­de No­vem­ber welt­weit nam­haf­te Leu­te im Toll­haus oder dem ZKM mit ent­spre­chen­den Zu­schau­er­ka­pa­zi­tä­ten. Das Herz des Fes­ti­vals schlägt aber wei­ter­hin zwi­schen den un­ver­putz­ten St­ein­wän­den der al­ten Sel­den­eck’schen Fa­b­rik in der Mühl­bur­ger Hardt­stra­ße. Al­so dort, wo Traut 1996 erst­mals ei­nem dank­ba­ren Pu­bli­kum auf­re­gen­de Gast­spie­le prä­sen­tier­te. Der Karls­ru- die Sze­ne in Karls­ru­he wie in Ba­den-Würt­tem­berg oder gar auf Bun­des­ebe­ne, wo er im Ver­band von frei­en Thea­tern mit­wirk­te. Über­haupt ist er ein em­si­ger Zu­sam­men­ar­bei­ter und bringt die re­gio­na­le Sze­ne mit schnell aus­ver­kauf­ten Aben­den zu­sam­men. Frü­her reis­te er viel, um be­rühm­te Com­pa­gni­en zu se­hen, heu­te ist er viel un­ter­wegs, um die Künst­ler da­nach zu spre­chen und nach Karls­ru­he zu lot­sen. Zu­sam­men mit Mar­tin Hol­der, Ge­schäfts­füh­rer des Tem­pel, hat Traut die künst­le­ri­sche Lei­tung der be­we­gen­den Wo­chen. Um für sie und den Tanz­all­tag fit zu blei­ben, gibt’s für den Ku­ra­tor zum Glück den Turm­berg und an­de­re Hö­hen, die er mit dem Fahr­rad re­gel­mä­ßig er­klimmt. her Ar­chi­tekt bau­te in ei­ner ganz an­de­ren Bran­che et­was auf und be­rei­cher­te die Sce­na­rio­hal­le in der al­ten Braue­rei. „Im Ge­bäu­de der ehe­ma­li­gen Mäl­ze­rei hat­ten 1982 mei­ne Frau Margret Wolf und ich die ers­te ei­ge­ne Spiel­stät­te un­se­rer Tanz­tri­bü­ne be­zo­gen. Heu­te be­treu­en wir et­wa 150 Schü­ler.“Ein Auf­tritt von Pi­na Bausch mit ih­rem Wup­per­ta­ler En­sem­ble in Mann­heim ließ den jun­gen Hans Traut erst ver­wun­dert und dann be­geis­tert zu­rück. Das war Mit­te der 1970erJah­re, als ei­ne neue Tanz­sze­ne in Deutsch­land auf­blüh­te und Traut selbst zum Tän­zer wur­de. Aus der Schwarz­wäl­der Hei­mat hat­te er die Be­geis­te­rung fürs Ski­fah­ren mit­ge­bracht, die klas­si­sche Reit­kunst mit Pfer­den hat­te es ihm eben­falls an­ge­tan – so war es nicht er­staun­lich, dass sein Le­ben ei­nen neu­en Dreh für wei­te­re Be­we­gung er­hielt. Doch sich in ei­ne künst­le­ri­sche Ni­sche zu­rück­zu­zie­hen, das ist nicht Trauts Sa­che. „Ich bin auch ein sehr po­li­ti­scher Mensch“, sagt er. Er trom­mel­te für

Der Ar­chi­tekt, der auch in der Tanz­sze­ne et­was nach­hal­ti­ges auf­bau­te: Hans Traut ist ei­ner der künst­le­ri­schen Lei­ter des der­zeit lau­fen­den re­nom­mier­ten Fes­ti­vals „Tanz Karls­ru­he“. Foto: Ar­tis

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