KSC er­war­tet RB Leip­zig

KSC will Leip­zi­ger Aus­wärts­se­rie be­en­den

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Erste Seite - Ha­rald Lin­der

Zum ers­ten Mal in die­ser Sai­son darf der Karls­ru­her SC im Top­spiel der 2. Fuß­ball-Bun­des­li­ga vor hei­mi­schem Pu­bli­kum ran. Gast im Wild­park­sta­di­on ist mor­gen (20.15 Uhr) der Ta­bel­len­zwei­te RB Leip­zig. Die KSC-Ver­ant­wort­li­chen hof­fen, dass die Mann­schaft die „sport­li­che Ant­wort“auf die 1:3-Nie­der­la­ge zu­letzt in Sand­hau­sen gibt – und dass es im Um­feld der Par­tie ge­gen die in Fan­krei­sen un­be­lieb­ten „Ro­ten Bul­len“ru­hig bleibt. Zu­gleich wie­sen der Po­li­zei-Ein­satz­lei­ter und der KSC-Si­cher­heits­be­auf­trag­te auf die ver­schärf­ten Ein­lass­kon­trol­len hin. So sol­len an al­len Ein­gän­gen zum Wild­park­sta­di­on Me­tall­de­tek­to­ren ein­ge­setzt wer­den.

Wenn mor­gen Abend (20.15 Uhr, li­ve in Sport1) die „Ro­ten Bul­len“zum Flut­licht­spiel der Zwei­ten Fuß­bal­lBun­des­li­ga im Wild­park­sta­di­on ih­re Vi­si­ten­kar­te ab­ge­ben, ist das für ein­ge­fleisch­te KSC-Fans (und nicht nur für sie) ein „ro­tes Tuch“, denn der neu­rei­che Club aus Leip­zig hat al­lent­hal­ben Sym­pa­thie­wer­te, die weit un­ter Null an­ge­sie­delt sind. Der Grund da­für ist die schier unend­li­che Fi­nanz­kraft des

Zu­gangs­kon­trol­len wer­den in­ten­si­viert

Ver­eins, der aus der Kas­se des „Red Bull“-Er­fin­ders Dietrich Ma­te­schitz ge­s­pon­sert wird und der sich ei­gent­lich fast je­den Spie­ler leis­ten kann, den Leip­zigs Sport­di­rek­tor und Trai­ner Ralf Rang­nick ha­ben möch­te. So wie zu­letzt Stür­mer­ta­lent Da­vid Sel­ke, der vom Erst­li­gis­ten Wer­der Bre­men für acht Mil­lio­nen Eu­ro nach Sach­sen wech­sel­te. Un­ge­ach­tet des­sen er­war­tet KSC-Prä­si­dent In­go Wel­len­reu­ther, dass die Ab­nei­gung ge­gen den Ta­bel­len­zwei­ten nicht wie beim letz­ten Heim­spiel, als Rang­nick und sei­ne Mann­schaft auf das Übels­te be­lei­digt wur­den, er­neut un­ter der Gür­tel­li­nie an­ge­sie­delt ist. „Wir sind der KSC und wir wol­len ei­ne sport­li­che Ant­wort ge­ben. Al­les an­de­re ist fehl am Platz“, be­tont der KSC-Prä­si­dent, der auch noch­mals ein­dring­lich an die Fans ap­pel­liert, auch in Er­in­ne­rung an den Ter­ror­an­griff von Pa­ris, auf Py­ro und Böl­ler zu ver­zich­ten. Die­se Er­eig­nis­se ha­ben eben­falls mit da­zu ge­führt, dass der KSC die Si­cher­heits­vor­keh­run­gen rund um die Par­tie ge- gen Leip­zig ver­stärkt und mit zu­sätz­li­chen Kräf­ten die Zu­gangs­kon­trol­len zum Sta­di­on noch deut­lich er­wei­tern und in­ten­si­vie­ren wird. Be­su­cher soll­ten des­halb früh­zei­tig an­rei­sen, grö­ße­re Ta­schen und Ruck­sä­cke dür­fen nicht mit auf das Sta­di­onge­län­de ge­nom­men wer­den. Den­noch hofft man beim KSC auf ei­ne gu­te Ku­lis­se und vor al­lem auf ei­ne gu­te Par­tie ge­gen ei­ne Mann­schaft, die „ei­ne enor­me Qua­li­tät in der Of­fen­si­ve hat. Wir wer­den uns dar­auf al­ler­dings gut ein­stel­len müs­sen und selbst ver­su­chen, das Spiel auf­zu­zie­hen“, sagt KSC-Trai­ner Mar­kus Kauc­zin­ski, der da­bei vor al­lem sein Mit­tel­feld in die Pflicht nimmt. Von den Mit­tel­feld­ak­teu­ren er­war­tet er ei­ne „grö­ße­re Pass­ge­nau­ig­keit als zu­letzt“, um das schnel­le Um­schalt­spiel, das Leip­zig be­herrscht, nicht zur Gel­tung kom­men zu las­sen. „Wir müs­sen in die rich­ti­gen Räu­me ge­hen und schnell nach vor­ne spie­len“, so Kauc­zins­kis Match­plan ge­gen die „Ro­ten Bul­len“. Der KSC-Coach muss da­bei auf den Gelb-Rot ge­sperr­ten Di­mi­trij Na­za­rov ver­zich­ten, will aber erst nach den letz­ten Trai­nings­ein­hei­ten sei­ne Start­for­ma­ti­on be­stim­men. In die­ser könn­te Jo­nas Mef­fert ne­ben Gri­scha Prö­mel auf der Dop­pelsechs spie­len, ob­wohl sich Do­mi­nic Peitz (renk­te sich im Trai­ning ei­nen Fin­ger aus) wie­der ein­satz­fä­hig mel­de­te. Bou­ba­car Bar­ry oder Hi­ro­ki Ya­ma­da könn­ten auf der Zehn hin­ter Di­mi­tris Dia­man­ta­kos agie­ren, soll­te der Grie­che er­neut den Vor­zug vor Er­win Hof­fer be­kom­men. Ei­ne wei­te­re Ve­rän­de­rung wird es ver­mut­lich in der In­nen­ver­tei­di­gung ge­ben, wo Manuel Gul­de, der wie­der ein­satz­fä­hig ist, wohl den Vor­zug vor Jan Mau­er­ber­ger er­hält. Für Gul­de spricht, dass er mög­li­cher­wei­se „bes­ser zu den schnel­len, be­weg­li­chen Spit­zen von Leip­zig passt“, mein­te Kauc­zin­ski. Der KSC-Chef­coach möch­te mor­gen Abend zu ger­ne die Leip­zi­ger Er­folgs­se­rie von acht Aus­wärts­spie­len oh­ne Nie­der­la­ge be­en­den und da­mit auch die von Prä­si­dent In­go Wel­len­reu­ther er­hoff­te „sport­li­che Ant­wort“ nach dem 1:3 in Sand­hau­sen ge­gen den un­ge­lieb­ten Kon­kur­ren­ten aus Sach­sen ge­ben. Ge­lei­tet wird die Be­geg­nung von Schieds­rich­ter Ro­bert Hart­mann.

Die vor­aus­sicht­li­che KSC-Auf­stel­lung: Or­lis­hau­sen – Va­len­ti­ni, Stoll, Gul­de, Kem­pe – Mef­fert (Peitz), Prö­mel – Ya­ma­da, Bar­ry, Tor­res – Dia­man­ta­kos

Foto: GES

Mit Ver­tei­di­ger Manuel Gul­de ge­gen RB Leip­zig? Zum ers­ten Mal in die­ser Sai­son darf der KSC im Zweit­li­gaTop­spiel mor­gen Abend ge­gen den Ta­bel­len­drit­ten aus Sach­sen vor hei­mi­schem Pu­bli­kum ran.

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