Pa­ri­ser sol­len zu Hau­se blei­ben

Ver­kehrs­kol­laps durch Kli­ma­kon­fe­renz er­war­tet

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Aktuell -

Pa­ris ist we­gen der is­la­mis­ti­schen An­schlags­se­rie schon seit Wo­chen im Aus­nah­me­zu­stand, doch jetzt wird es selbst den ge­dul­digs­ten Be­woh­nern der fran­zö­si­schen Haupt­stadt zu viel. We­gen der strik­ten Si­cher­heits­vor­keh­run­gen wäh­rend der in­ter­na­tio­na­len Kli­ma­kon­fe­renz sol­len die Pa­ri­ser heu­te und am Mon­tag ih­re Au­tos ste­hen las­sen – und auch den öf­fent­li­chen Nah­ver­kehr nicht nut­zen, emp­fiehlt die Po­li­zei. „ Al­so mit dem Hub­schrau­ber am Mon­tag zur Ar­beit?“, frag­te ein ent­geis­ter­ter Haupt­stadt-Be­woh­ner. So oder so wird die fran­zö­si­sche Haupt­stadt ab heu­te Nach­mit­tag vor dem Ver­kehrs­kol­laps ste­hen. Staats- und Re­gie­rungs­chefs aus rund 150 Län­dern wer­den zur Er­öff­nungs­ze­re­mo­nie der UN-Kli­ma­kon­fe­renz mor­gen in Le Bour­get nörd­lich von Pa­ris an­rei­sen. Vie­le De­le­ga­tio­nen kom­men aber schon vor­her an, wes­halb die Po­li­zei wich­ti­ge Ver­kehrs­ach­sen quer durch die Haupt- stadt in­zwi­schen kom­plett für die Fahr­zeug­ko­lon­nen die­ser Be­su­cher ge­sperrt hat. Auch Last­wa­gen dür­fen nur bis Sonn­tag­mit­tag und dann noch in der Nacht fah­ren. Die Po­li­zei aber rief die Ein­woh­ner im Groß­raum Pa­ris oh­ne gro­ße Um­schwei­fe auf, am Mon­tag „wenn mög­lich von zu Haus aus zu ar­bei­ten oder ei­nen frei­en Tag zu neh­men“, wie Po­li­zei­prä­fekt Mi­chel Ca­dot ver­kün­de­te. Es ge­be „be­deu­ten­de Ri­si­ken ei­ner Über­las­tung des Ver­kehrs­sys­tems“– ob­wohl mehr U- und S-Bah­nen fah­ren sol­len als üb­lich. Mehr als 15 600 Po­li­zis­ten und Sol­da­ten wer­den wäh­rend der Kli­ma­kon­fe­renz, die bis zum 11. De­zem­ber dau­ert, im Ein­satz sein. Da­bei hat­ten die fran­zö­si­schen Be­hör­den nach der is­la­mis­ti­schen An­schlags­se­rie mit 130 To­ten be­reits ei­ne Rei­he von Ver­an­stal­tun­gen und De­mons­tra­tio­nen rund um das The­ma Kli­ma ab­ge­sagt. Denn die Ge­fahr ei­nes er­neu­ten An­schlags in Pa­ris gilt als ex­trem hoch. AFP

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