Auf­ge­fal­len

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Aktuell -

Wenn heut­zu­ta­ge in den Me­di­en von ei­ner „Kat­ze“be­rich­tet wird, dann ist da­mit in den meis­ten Fäl­len nicht der be­lieb­te vier­bei­ni­ge Stu­ben­ti­ger, son­dern fast im­mer das blon­de Pfäl­zer TV-Stern­chen Da­nie­la Kat­zen­ber­ger ge­meint, das uns seit ei­ni­gen Jah­ren an sei­nem sehr „in­ter­es­san­ten“Le­ben teil­ha­ben lässt. Neu­lich zum Bei­spiel er­zähl­te die 29-Jäh­ri­ge, sie wer­de ih­rer klei­nen Toch­ter So­phia zu Weih­nach­ten Ohr­rin­ge schen­ken. Dar­auf­hin mel­de­te sich so­gleich der Pa­pa von So­phia zu Wort, der Schla­ger­sän­ger­sohn Lu­ca Corda­lis, und sag­te, das Kind sei „für Ohr­rin­ge noch viel zu klein“. Dann sprach er ein Macht­wort und stell­te klar: „So­phia be­kommt in nächs­ter Zeit ga­ran­tiert kei­ne Ohr­lö­cher ge­sto­chen!“Kaum war der Ohr­loch-Streit vor­bei, gab’s ei­nen neu­en Zwist im Hau­se Corda­lis-Kat­zen­ber­ger. An­geb­lich fühlt sich die „Kult-Blon­di­ne“näm­lich gar nicht wohl in der Freu­den­städ­ter Vil­la und will bald­mög­lichst zu­rück in die Pfalz. Und das, ob­wohl ihr Ver­lob­ter das an­geb­lich „mit pin­ken De­tails aus­ge­stat­te­te Haus“ge­ra­de erst auf Vor­der­mann ge­bracht hat­te. Doch zum Glück ist nicht im­mer, wenn von ei­ner „Kat­ze“be­rich­tet wird, zwangs­läu­fig die ehe­ma­li­ge Kell­ne­rin aus Lud­wigs­ha­fen ge­meint. Es gibt, zum Glück,

Von blon­den Kat­zen und mu­ti­gen Mie­zen

auch noch ech­te Kat­zen, über die es sich zu be­rich­ten lohnt. So zum Bei­spiel je­ne mu­ti­ge Mie­ze na­mens Skit­zo, die sich un­längst in Aus­tra­li­en auf ei­ne Gift­schlan­ge stürz­te und un­ter Ein­satz des ei­ge­nen Le­bens sein Frau­chen ret­te­te. Im US-Bun­des­staat Alas­ka ver­tei­dig­te ein mu­ti­ger Stu­ben­ti­ger sein Heim so­gar ge­gen ei­nen Schwarz­bä­ren. Als Meis­ter Petz auf der Ter­ras­se stand, reich­te ein be­herz­ter Kat­zen-Sprung an die Glas­tür, um den Bä­ren zu ver­trei­ben. Und im Zoo der in­di­schen Stadt Jaipur nahm es Haus­kat­ze Whis­ker mit ei­nem Fluss­kro­ko­dil auf. Die Kat­ze be­ob­ach­te­te zu­nächst auf­merk­sam, wer da sein gro­ßes Maul aus ei­nem Was­ser­be­cken hielt. Dann gab’s nach wü­ten­dem Fau­chen ei­nen be­herz­ten Tat­zen­hieb auf den Rep­ti­li­en­kopf und das Kro­ko­dil such­te das Wei­te. Die größ­te Tat voll­brach­te aber zwei­fel­los Kat­ze Ta­ra aus den USA, als sie den vier­jäh­ri­gen Jun­gen Je­re­my 2014 im ka­li­for­ni­schen Ba­kers­field vor ei­nem wü­ten­den Hund be­schütz­te. Der Film ei­ner Über­wa­chungs­ka­me­ra wur­de bei YouTu­be mehr als zehn Mil­lio­nen Mal an­ge­schaut und schaff­te es so­gar in die TVNach­rich­ten. Das sind dann „Kat­zen“Meldungen, über die auch wir ger­ne be­rich­ten.

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