Sonn­tags-Cock­tail

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Wetter -

Xa­vier Nai­doo er­hält die So­li­da­ri­tät mit deut­sche Pro­mis: In der Sams­tags­aus­ga­be der „Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung“schal­te­ten sie ei­ne ganz­sei­ti­ge An­zei­ge mit mehr als 120 Un­ter­zeich­nern. In schwar­zer Schrift auf ro­tem Grund heißt es: „Men­schen für Xa­vier Nai­doo“. Wei­te­re Er­klä­run­gen gibt es nicht. Der Sän­ger Xa­vier Nai­doo war vom NDR als deut­scher Ver­tre­ter für den Eu­ro­vi­si­on Song Con­test 2016 no­mi­niert wor­den, muss­te dann aber we­gen ei­ni­ger um­strit­te­ner Äu­ße­run­gen zu­rück­zie­hen. Zu den Un­ter­zeich­nern der So­li­da­ri­täts­adres­se zäh­len die Schau­spie­ler Til Schwei­ger, Ma­rio Adorf und Jan Jo­sef Lie­fers, die Sän­ger Heinz Ru­dolf Kun­ze, An­net­te Hum­pe und Andre­as Ga­ba­lier so­wie die frü­he­re Grü­nen-Po­li­ti­ke­rin Antje Voll­mer.

Schau­spie­ler Fried­rich Mü­cke hat sich mu­si­ka­lisch auf ei­ne neue Rol­le als Er­mitt­ler vor­be­rei­tet. „Ich ha­be mit ei­nem Coach ei­ne Lie­der­lis­te zu­sam­men­ge­stellt, zehn Stü­cke, den Ka­pi­teln der Ge­schich­te zu­ge­ord­net“, sag­te der ge­bür­ti­ge Ber­li­ner dem Ma­ga­zin „Fo­cus“. „Je­der Song war ei­ne Er­in­ne­rung an Emo­tio­nen, die ich dann ab­ru­fen konn­te wie Re­ak­tio­nen ei­nes Mus­kels.“Mü­cke („Fri­endship!“) spielt in dem Sat.1-Film „Mord­kom­mis­si­on Ber­lin 1“den Er­mitt­ler Paul Lang, der in der Ber­li­ner Un­ter­welt auf­räumt.

Re­gis­seu­rin Do­ris Dör­rie en­ga­giert sich in ih­rer Frei­zeit in der Flücht­lings­hil­fe. „Ich ma­che das seit zwei Mo­na­ten, fast je­den Tag“, sag­te Dör­rie in ei­nem Interview des „SZ Ma­ga­zins“mit ihr und neun wei­te­ren Pro­mi­nen­ten. „Kla­mot­ten sor­tie­ren – da kriegt man nicht die dank­ba­ren Kin­der­au­gen. Aber ich ler­ne ganz schön viel.“Zum Bei­spiel: Die Klei­dung der deut­schen Män­ner sei für die Flücht­lin­ge meist zu groß. Die Flücht­lin­ge er­hiel­ten an Münch­ner Ka­ser­nen ei­nen Be­zugs­schein, mit dem sie dann zur Klei­der­stel­le kom­men. Frank-Mar­kus Bar­was­ser, Ka­ba­ret­tist, be­klagt das man­gel­haf­te An­ge­bot an Cord­hü­ten in Deutsch­land. Es sei sehr schwie­rig, den Nach­schub zu or­ga­ni­sie­ren, den er für sei­ne Fern­seh­rol­le als „Er­win Pel­zig“brau­che, sag­te Bar­was­ser der „taz am Wo­che­n­en­de“. „Im Fern­se­hen tra­ge ich noch das Ori­gi­nal, 22 Jah­re alt“, sag­te er. „Für die Büh­ne gibt es ein Er­satz­mo­dell, aber das reißt an al­len Ecken und En­den.“Er wer­de durch­hal­ten. Ge­mäß dem Mot­to: „Nur wer un­mo­disch bleibt, eilt sei­ner Zeit stän­dig vor­aus.“Am Di­ens­tag mo­de­riert Bar­was­ser die letz­te Aus­ga­be sei­ner sa­ti­ri­schen ZDF-Talk­show. AFP/avs

Foto: avs

Mit dem Nach­schub an Cord­hü­ten ist es schwie­rig, be­klagt „ Er­win Pel­zig“.

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