Wei­ter sieg­los un­ter Ste­vens

Nach ra­san­tem Sechs-To­re-Spek­ta­kel: Hof­fen­heim 3:3 ge­gen Glad­bach

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Eric Dobias

Nach dem ra­san­ten Sechs-To­re-Spek­ta­kel beim 3:3 in Hof­fen­heim ver­neig­te sich An­dré Schu­bert vor sei­nem Team. Mit tol­ler Moral und ei­nem treff­si­che­ren Fa­bi­an John­son ver­mied Bo­rus­sia Mön­chen­glad­bach die ers­te Nie­der­la­ge in der Fuß­ball-Bun­des­li­ga un­ter dem Er­folgs­coach und geht nun mit brei­ter Brust in das Spiel des Jah­res ge­gen Bran­chen­pri­mus Bay­ern München. „Wir ha­ben ein gro­ßes Herz be­wie­sen. Der Punkt in ei­nem auf­re­gen­den Spiel war am En­de ver­dient“, sag­te Schu­bert. „Wir sind na­tür­lich ent­täuscht. Aber das ist der Weg, den wir ge­hen müs­sen“, mein­te sein Ge­gen­über Huub Ste­vens, füg­te aber hin­zu: „Mit die­ser Lei­den­schaft müs­sen wir Fuß­ball spie­len. So kann man es auch ei­nem star­ken Geg­ner schwie­rig ma­chen.“Nach­dem John­son die Gäs­te vor 30 150 Zu­schau­ern be­reits in der fünf­ten Mi­nu­te in Füh­rung ge­schos­sen hat­te, sorg­te der Ame­ri- ka­ner auch für den Schluss­punkt. Drei Mi­nu­ten vor Ul­ti­mo traf der Mit­tel­feld­spie­ler zum Aus­gleich und sei­ne ehe­ma­li­gen Team­kol­le­gen da­mit ins Herz. Die To­re von Ste­ven Zu­ber (11.), Eu­gen Polan­ski (34.) und Na­diem Ami­ri (47.) reich­ten für die seit nun­mehr sie­ben Spie­len sieg­lo­sen Kraich­gau­er nicht zum ers­ten Er­folg un­ter Ste­vens. Hof­fen­heim bleibt mit neun Punk­ten auch nach dem 14. Spiel­tag am En­de des Klas­se­ments. Die Bo- rus­sia, für die zu­dem Jo­sip Dr­mic (56.) traf, bau­te ih­re Er­folgs­se­rie da­ge­gen auf neun Spie­le oh­ne Nie­der­la­ge aus. Von Be­ginn an war Feu­er in der Par­tie. Glad­bach star­te­te fu­ri­os und lag früh vorn. Die Haus­her­ren schüt­tel­ten sich je­doch nur kurz und blie­sen so­fort zur Ge­gen­at­ta­cke. Ei­nen 20-Me­ter-Schuss von Polan­ski (7.) fisch­te Glad­bach-Kee­per Yann Som­mer aus dem Eck. Vier Mi­nu­ten spä­ter mach­te er je­doch kei­ne so gu­te Fi­gur. Bei ei­ner auf den lan­gen Pfos­ten ge­schla­ge­nen Ecke agier­te der Schwei­zer zu zö­ger­lich und er­mög­lich­te sei­nem Lands­mann Zu­ber den Aus­gleich. Es war der ers­te 1899-Tref­fer im vier­ten Spiel un­ter Ste­vens, der sei­ne Start­for­ma­ti­on gleich auf vier Po­si­tio­nen ver­än­dert hat­te. Die Ro­ta­ti­on zeig­te die er­hoff­te Wir­kung. Hof­fen­heim war ge­gen­über den zu­letzt leb­lo­sen Auf­trit­ten kaum wie­der­zu­er­ken­nen. Lei­den­schaft, Ein­satz und Zwei­kampf­här­te – al­le schmerz­lich ver­miss­ten Tu­gen­den war­fen die Kraich­gau­er in die Waag­scha­le. Das hin­ter­ließ Ein­druck bei den Gäs­ten, die kaum zu ih­rem ge­fürch­te­ten Kom­bi­na­ti­ons­fuß­ball fan­den. So ver­such­ten sie es öf­ter aus der Dis­tanz, doch Lars St­indl (20.) und Dahoud (36.) ziel­ten nicht ge­nau ge­nug. Bes­ser mach­te es auf der an­de­ren Sei­te Polan­ski, der auf Vor­la­ge von Ami­ri mit der In­nen­sei­te ein­schob. Kurz nach Wie­der­be­ginn durf­te dann auch der Vor­la­gen­ge­ber ju­beln. St­indl spiel­te ei­nen ka­ta­stro­pha­len Rück­pass auf Ami­ri, der al­lein vor Som­mer die Ner­ven be­hielt. Mit sei­nem ers­ten Bun­des­li­ga­tor krön­te der 19-Jäh­ri­ge sei­ne star­ke Leis­tung. In­nen­ver­tei­di­ger Niklas Sü­le ver­pass­te dann we­nig spä­ter aus drei Me­tern den vor­zei­ti­gen Gäs­te-K.o. Die Bo­rus­sen schlu­gen nur 120 Se­kun­den spä­ter durch Dr­mic zu­rück. John­son sorg­te dann mit sei­nem tol­len So­lo zum 3:3 für Ent­täu­schung beim Ta­bel­len­letz­ten.

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