Som­mer­mär­chen: Das BNN-Buch zum Stadt­ju­bi­lä­um

Der Bild­band „Karls­ru­her Som­mer­mär­chen“hält den Stadt­ge­burts­tag für die Ewig­keit fest

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Erste Seite -

Zwölf Ka­pi­tel hat das „Karls­ru­her Som­mer­mär­chen“– je­den­falls in dem 1,2 Ki­lo­gramm schwe­ren Bild­band, den die Ba­di­schen Neu­es­ten Nach­rich­ten auf­ge­legt ha­ben und der be­reits vie­le be­geis­ter­te Le­ser ge­fun­den hat. „Ein wun­der­ba­res Buch“, schwärmt ein BNN-Le­ser in ei­ner Zu­schrift. Und ZKM-Chef Pe­ter Wei­bel sagt gar: „Oh­ne die­ses Buch wä­re der Stadt­ge­burts­tag in­kom­plett.“101 Ta­ge lang hat Karls­ru­he in über 500 Ver­an­stal­tun­gen sei­nen 300. Ge­burts­tag ge­fei­ert. Die be­son­de­ren Mo­men­te le­ben in dem 208 Sei­ten star­ken Buch noch­mal auf. Ein­drucks­voll sind die Bil­der je­ner gi­gan­ti­schen Licht­in­stal­la­ti­on aus 32 blau­en Las­ter­strah­len, die sich zum Auf­takt über das Häu­ser­meer er­ho­ben. „Wie San Fran­cis­co“, sagt der Karls­ru­her Schau­spiel­di­rek­tor Jan Lin­ders zu je­nem Mo­ment, den BNN-Fo­to­graf Jörg Done­cker gran­di­os fest­ge­hal­ten hat. Nicht min­der ge­wal­tig: Die Licht­show am Schloss, an die im Buch nicht nur mit ein­drucks­vol­len Farbsei­ten er­in­nert wird, son­dern auch mit net­ten An­ek­do­ten über nächt­li­che Jus­tier­ar­bei­ten und ei­ne ein­drucks­vol­le Hei­rats­of­fer­te. „His­to­risch“ist be­reits der Pavillon ge­wor­den. Wäh­rend er im Som­mer für ei­ne ganz be­son­de­re At­mo­sphä­re im Schloss­park sorg­te, ist er mitt­ler­wei­le schon ab­ge­baut und zer­sägt. Man­che prie­sen ihn als „ar­chi­tek­to­ni­sches Meis­ter­stück“, an­de­re be­spöt­tel­ten den Bau als „sta­che­li­ges Mi­ka­do­haus“. Je­den­falls bot die Kon­struk­ti­on vie­len Ver­an­stal­tun­gen Raum – vor al­lem den „Stadt­ge­sprä­chen“, de­ren Er­folg sehr vie­le über­rasch­te. „Ernst­haf­te De­bat­ten pas­sen nicht zum Fest? Karls­ru­her be­wie­sen zu Hun­der­ten das Ge­gen­teil“, heißt denn auch die Über­schrift zum Ka­pi­tel über die pa­cken­den Dis­kus­sio­nen. BNN-Re­dak­teu­re las­sen in Tex­ten das „Som­mer­mär­chen Re­vue pas­sie­ren und zie­hen Bi­lanz – un­ter ih­nen auch die Che­fin des „Sonn­tag“, An­net­te Bor­chardt-Wen­zel, die an die Aus­stel­lung über Mark­graf Karl Wil­helm im Ba­di­schen Lan­des­mu­se­um er­in­nert. Des­sen Ab­bild aus Gum­mi wie­der­um ging im Som­mer auf Tour durch die Stadt und sorg­te ne­ben Ba­de­ni­xen im Frei­bad und Ar­bei­tern an der Bau­stel­le für ul­ki­ge Mo­men­te. Ein we­nig leb­ten die be­son­de­ren Bil­der wäh­rend der Prä­sen­ta­ti­on des Bild­ban­des im ECE-Cen­ter noch ein­mal auf: die Ver­an­stal­tun­gen, die Mo­men­te des Fes­ti­val­som­mers. „Wir ha­ben da et­was ge­schaf­fen, das über die Fä­cher­stadt hin­aus ging“, sagt Chef­or­ga­ni­sa­tor Mar­tin Wa­cker und er­zählt die An­ek­do­te, wie et­wa der Welt­re­kord­ver­such der Dax­lan­der, das größ­te Pa­pier­boot zu fal­ten, in der Be­richt­er­stat­tung eu­ro­pa­weit die Run­de mach­te. „Die BNN schrie­ben von den Dax­lan­dern, die Stutt­gar­ter von den Karls­ru­hern, ei­ne an­de­re Zei­tung von den Ba­de­nern und am En­de konn­te man in Hol­land le­sen: Die Deut­schen ha­ben das größ­te Pa­pier­boot ge­baut.“Vie­le kön­nen sich selbst im Bild­band wie­der­fin­den. „Da war ich auch, hier auch“, schwelgt ein Vol­un­te­er des Stadt­ge­burts­tags beim Durch­blät­tern in Er­in­ne­run­gen. Ei­ne Zu­schaue­rin, die wäh­rend der Prä­sen­ta­ti­on ein Ex­em­plar er­gat­tert hat, kann die­ses Er­leb­nis noch stei­gern: Sie ent­deckt erst sich und dann ei­ne Be­kann­te auf ei­nem der vie­len Bil­der. „Und das bei den ers­ten bei­den Bli­cken. Mal schau­en, was wir da noch ent­de­cken“, sagt die Se­nio­rin.

Foto: jo­do/Repro (oben): Der SONN­TAG

Auf­fäl­lig: Die Schwei­zer Künst­le­rin Chantal Mi­chel ver­blüff­te Pas­san­ten auf dem Markt­platz. Ganz oben ein Blick in das reich be­bil­der­te Buch „Karls­ru­her Som­mer­mär­chen“.

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