Ein Schick­sal

Über den Ret­ter des Straſs­bur­ger Müns­ters

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Die Region - SO em

Der Straſs­bur­ger Müns­ter­bau­meis­ter Jo­hann Kn­auth (1864-1924) – Ein Schick­sal in der Grenz­re­gi­on am Ober­rhein“heiſst ein Vor­trag von Sa­bi­ne Ben­gel, der am Di­ens­tag, 8. De­zem­ber, um 19.30 Uhr im Mu­se­um im Rit­ter­haus in Of­fen­burg zu hö­ren ist. Die Lei­te­rin des Ar­chivs der Müns­ter­bau­hüt­te Straſs­burg spricht über den aus Köln stam­men­den Müns­ter­bau­meis­ter, der zu Be­ginn des vor­he­ri­gen Jahr­hun­derts das Straſs­bur­ger Müns­ter vor dem Ein­sturz ret­te. Zwi­schen 1907 bis zu sei­ner Amts­ent­las­sung im Jahr 1921 lei­te­te Jo­hann Kn­auth die Ar­bei­ten, wel­che die Er­neue­rung der die fra­gi­len Fun­da­men­te un­ter­halb des Müns­ter­turms be­tra­fen. Nach dem Krieg und der er­zwun­ge­nen Rück­ga­be des El­sass an Frank­reich, ver­wei­ger­te Jo­hann Kn­auth die An­nah­me der fran­zö­si­schen Na­tio­na­li­tät. Dar­auf­hin wur­de er sei­ner Funk­ti­on ent­ho­ben, ver­lor al­le Ren­ten­an­sprü­che und starb we­nig spä­ter in Gen­gen­bach. Sein Gr­ab be­fin­det sich auf dem Of­fen­bur­ger Wald­bach­fried­hof. Für sei­ne Ver­diens­te um das Müns­ter wur­de er jüngst von der Stadt Straſs­burg ge­ehrt. Wer sich den Vor­trag an­hö­ren möch­te, muss sich un­ter Te­le­fon (07 81) 82 25 77 an­mel­den. Der Ein­tritt kos­tet fünf Eu­ro, er­mäſ­sigt vier Eu­ro. Ver­an­stal­ter ist das Mu­se­um im Rit­ter­haus in Ko­ope­ra­ti­on mit dem His­to­ri­schen Ver­ein Of­fen­burg so­wie dem För­der­kreis His­to­ri­scher Wald­bach­fried­hof Of­fen­burg.

Wo kann man al­les auſ­ser Hoch­deutsch? Und wo be­fin­det sich der wah­re Bal­ler­mann? Denkt man an Karls­ru­he, fal­len ei­nem nor­ma­ler­wei­se zu­nächst ro­te Ro­ben, ern­te Ju­ris­ten­mie­nen und Be­richt­er­stat­tun­gen aus dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt ein. Ver­lässt man die vom Mark­gra­fen streng ge­plan­ten Haupt­adern der Stadt, kann man ganz ei­gen­wil­li­ge Ecken und fas­zi­nie­ren­de Plät­ze ent­de­cken. Die aus Bre­men stam­men­de Au­to­rin Kirs­ten Els­ner-Schi­chor, die nach ih­rem Stu­di­um in Karls­ru­he blieb, stellt 111 die­ser ku­li­na­ri­schen, über­ra­schen­den oder

Im Jahr 1969, als vie­les im po­li­ti­schen Auf­bruch war, aber zu­gleich im prak­ti­schen Ab­bruch für ei­ne ver­meint­lich mo­der­ne, rein au­to­ge­rech­te Welt, da droh­te auch der al­ten Hirsch­brü­cke in Karls­ru­he der Ab­riss. Ein Neubau aus Stahl­be­ton hät­te das Über­bleib­sel aus der Zeit der Ei­sen­bah­nen ab­lö­sen sol­len. Zum Glück war der Wi­der­stand aus der Süd­west­stadt groſs. Die sa­nier­te Brü­cke aus Bunt­sand­stein und Guſs­ei­sen ist wie­der trag­fä­hig und steht sym­bo­lisch für das Flair ei­nes Stadt­teils. Und so er­hielt die­ses Süd­west­stadt-Le­se­buch den pas­sen­den Ti­tel kul­ti­gen Plät­ze vor, die sich al­ler­dings nicht al­le auf Karls­ru­her Stadt­ge­biet be­fin­den, son­dern zum Teil auch im Um­land. Selbst Ein­hei­mi­sche wer­den wo­mög­lich noch Neu­es über ih­re Stadt er­fah­ren. Klar wird je­den­falls: Es lebt sich wun­der­bar zwi­schen Rhein und Nord­schwarz­wald. Auf zwei Stadt­plä­nen sieht man, wo die 111 Or­te zu fin­den sind. Die meis­ten Fotos stam­men von Rai­ner Bo­de­mer.

Vor­trag im Mu­se­um im Rit­ter­haus

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