Bo­rus­sia stoppt auch die Bay­ern

Spit­zen­rei­ter kas­siert die ers­te Nie­der­la­ge

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport -

Noch lan­ge nach dem Schluss­pfiff ge­nos­sen die Glad­ba­cher Pro­fis den gren­zen­lo­sen Ju­bel im Bo­rus­sia-Park mit leuch­ten Au­gen. „Das ist der Wahn­sinn, das ist ein Traum“, sag­te Mön­chen­glad­bachs 19 Jah­re al­te Start­elf-De­bü­tant Ni­co El­ve­di. Auch der wei­ter un­be­sieg­te Trai­ner An­dré Schu­bert war total hap­py. „Wir ha­ben mit viel Herz und Lei­den­schaft und sehr klug ge­spielt“, sag­te der Coach nach­dem sein Team dem FC Bay­ern mit ei­ner Ga­la­vor­stel­lung die ers­te Sai­son­nie­der­la­ge bei­ge­bracht hat. Die un­ter Schu­bert seit zehn Spie­len un­be­sieg­ten Glad­ba­cher ge­wan­nen das Top­spiel ge­gen den sou­ve­rä­nen Ta­bel­len­füh­rer mit 3:1 (0:0) und ver­dar­ben den Bay­ern da­mit den vor­zei­ti­gen Ge­winn der Herbst­meis­ter­schaft. Vor 54 010 Zu­schau­ern im aus­ver­kauf­ten Bo­rus­sia-Park er­ziel­ten Os­car Wendt (54.), Lars St­indl (66.) und Fa­bi­an John­son (68.) die Tref­fer für die Gast­ge­ber, die wei­ter zum Spit­zen­quar­tett der Li­ga zäh­len. Für die Bay­ern traf der ein­ge­wech­sel­te Franck Ri­bé­ry (82.), der erst­mals nach neun Mo­na­ten wie­der zum Ein­satz kam. Das war für Bay­ern-Coach Pep Guar­dio­la al­ler­dings ein schwa­cher Trost. „Wir ha­ben nach dem 0:1 Pro­ble­me be­kom­men und die Sta­bi­li­tät ver­lo­ren. Dar­aus müs­sen wir ler­nen“, sag­te der Ka­ta­la­ne, der erst­mals über­haupt mit sei­nem Club ein Hin­run­den­spiel ver­lor. Im 95. Bun­des­li­ga­du­ell der lang­jäh­ri­gen Ri­va­len über­rasch­te Schu­bert mit ei­ner per­so­nel­len Ve­rän­de­rung: Für Jo­sip Dr­mic, der zu­letzt auf­stei­gen­de Form be­wies, rück­te der 19 Jah­re al­te El­ve­di erst­mals in die Start­for­ma­ti­on. Bo­rus­si­as Coach wähl­te da­mit die de­fen­si­ve­re Va­ri­an­te und stell­te den Schwei­zer als zu­sätz­li­chen In­nen­ver­tei­di­ger auf. Die bei­den zu­vor form­stärks­ten Bun­des­li­ga­Teams lie­fer­ten sich von Be­ginn an ei­nen of­fe­nen Kampf, in dem die Gast­ge­ber die Mün­che­ner sehr früh in de­ren Hälf­te at­ta­ckier­ten. Die Auſ­sen­ver­tei­di­ger Ju­li­an Korb und Wendt stan­den sehr hoch, muss­ten aber auf der Hut sein, wenn die Bay­ern auf Of­fen­si­ve um­schal­te­ten. Im Vor­wärts­gang be­wie­sen die Gäs­te ih­re Stär­ken und hat­ten durch Ja­vier Mar­ti­nez (10.), Ro­bert Le­wan­dow­ski (18.) und Kings­ley Co­man (19.) auch gu­te Tor­mög­lich­kei­ten Glück hat­ten die Gast­ge­ber, dass Co­man in der 25. Mi­nu­te aus kur­zer Dis­tanz nur den Pfos­ten traf. Bo­rus­sia war im­mer dann ge­fähr­lich, wenn Raf­fa­el die Of­fen­si­ve an­kur­bel­te, aber auſ­ser ei­nem Dis­tanz­schuss des Bra­si­lia­ners in der 2. Mi­nu­te gab es im ers­ten Ab­schnitt kei­ne Tor­chan­ce. Das än­der­te sich nach der Pau­se, als die Gast­ge­ber den schöns­ten An­griffs­zug des Nach­mit­tags über Mahmoud Dahoud und Wendt zum 1:0 durch den Schwe­den ab­schlos­sen. Vom lin­ken Straf­rau­meck traf Wendt mit dem schwä­che­ren rech­ten Fuſs ins lan­ge Eck. Tor­hü­ter Manuel Neu­er war chan­cen­los. Zehn Mi­nu­ten spä­ter hat­te Korb den zwei­ten Tref­fer auf dem Fuſs, sei­nen Schuss konn­te Neu­er an die Lat­te len­ken. Doch nach ei­nem Frei­s­toſs von Raf­fa­el ge­lang St­indl mit dem 2:0 aus kur­zer Dis­tanz die Vor­ent­schei­dung, ehe John­son kurz dar­auf auf 3:0 er­hö­hen konn­te. Ri­bé­ry ge­lang dann nur noch der An­schluss­tref­fer. Mor­ten Rit­ter/Da­vid Fi­scher

Coach Schu­bert in der Bun­des­li­ga un­be­siegt

Auch Lars St­indl traf: Der ehe­ma­li­ge KSC-Pro­fi im Tri­kot von Bo­rus­sia Mön­chen­glad­bach er­ziel­te das 2:0 ge­gen Spit­zen­rei­ter Bay­ern München. Am En­de ge­wann die Schu­bert-Elf mit 3:1. Foto: avs

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