Uth be­hielt die Ner­ven

Hof­fen­heims Jo­ker traf in der Nach­spiel­zeit zum 1:1 beim FC In­gol­stadt

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Klaus Bergmann

Jo­ker Mark-Alex­an­der Uth hat 1899 Hof­fen­heim ei­nen glück­li­chen Punkt in der Fuſs­ball-Bun­des­li­ga ge­ret­tet. Der Ein­wech­sel­spie­ler er­ziel­te ges­tern in der sechs­ten Mi­nu­te der Nach­spiel­zeit das Tor zum 1:1 (0:0) beim Auf­stei­ger FC In­gol­stadt. Trotz­dem blei­ben die Hof­fen­hei­mer auf ei­nem Ab­stiegs­platz und war­ten auch nach dem fünf­ten Spiel un­ter Trai­ner Huub Ste­vens auf ei­nen Sieg. Der 30-jäh­ri­ge Bra­si­lia­ner Ro­ger hat­te In­gol­stadt vor 14 255 Zu­schau­ern mit sei­nem ers­ten Bun­des­li­ga-Tref­fer in Füh­rung ge­bracht. Der Mit­tel­feld­spie­ler zir­kel­te ei­nen Frei­s­toſs un­halt­bar ins Tor (66.). In­gol­stadt liegt mit 20 Punk­ten trotz­dem noch be­acht­li­che zehn Zäh­ler vor Hof­fen­heim. Im In­gol­städ­ter Sport­park wur­de Fuſs­ball er­war­tungs­ge­mäſs mehr ge­ar­bei­tet als ge­spielt. Vie­le lan­ge Bäl­le präg­ten das Ge­sche­hen. Die Gast­ge­ber fan­den ei­ne Wo­che nach ih­rem Sys­tem­ver­sa­gen in Han­no­ver (0:4) zu­rück zur frü­he­ren Sta­bi­li­tät. Nach vor­ne gab es – zu­mal oh­ne den an der Hüf­te ver­letz­ten Top­schüt­zen Mo­ritz Hart­mann (3 To­re) – die beAuf­stei­ger kann­ten Pro­ble­me der schwächs­ten Of­fen­siv­ab­tei­lung der Li­ga. Bei Hof­fen­heim ver­trau­te Trai­ner Huub Ste­vens je­ner Elf, die ei­ne Wo­che zu­vor ge­gen Glad­bach ein be­acht­li­ches 3:3 er­zielt hat­te. Ge­fähr­lich wur­den die Gäs­te bis zum spä­ten Aus­gleichs­tor nur in der Schluss­pha­se der ers­ten Hälf­te. Zu­nächst ziel­te der agi­le Na­diem Ami­ri nach ei­ner fei­nen Vor­la­ge von Ke­vin Vol­land knapp am Tor vor­bei (40.). Drei Mi­nu­ten spä­ter hat­te Vol­land das si­che­re 1:0 auf dem Fuſs: Doch nach prä­zi­sem Zu­spiel des 19 Jah­re jun­gen Ami­ri knall­te der Na­tio­nal­spie­ler den Ball frei­ste­hend an den Pfos­ten. Zu­vor wa­ren die In­gol­städ­ter dem Füh­rungs­tor nä­her ge­we­sen. Auſ­sen­ver­tei­di­ger Tobias Le­vels traf 1899-Tor­wart Oli­ver Bau­mann mit sei­nem Schuss am Kopf (28.). Bis da­hin mach­te der auch zu we­nig aus sei­nen Stan­dard­si­tua­tio­nen. Spe­zia­list Pas­cal Groſs schoss et­wa ei­nen Frei­s­toſs aus zen­tra­ler Po­si­ti­on in die Hof­fen­hei­mer Mau­er (37.). Das Team von Trai­ner Ralph Ha­sen­hüttl blieb sei­nem Jagd­fuſs­ball mit lan­gen Bäl­len und ag­gres­si­vem Pres­sing der An­grei­fer auch nach der Pau­se treu. Pech hat­te der FCI, dass In­nen­ver­tei­di­ger Ben­ja­min Hüb­ner nach ei­ner Ab­wehr­ak­ti­on stürz­te und ver­letzt vom Platz muss­te (63.). 1899-Coach Ste­vens ver­stärk­te dann die Of­fen­si­ve. Er brach­te Ex-Na­tio­nal­spie­ler Ke­vin Ku­ranyi und lieſs Vol­land mehr aus der Tie­fe an­grei­fen. Das Spiel blieb zäh. Aber In­gol­stadt be­kam ei­ne wei­te­re Frei­s­toſs­chan­ce: Dies­mal schnapp­te sich Ro­ger den Ball und traf aus rund 20 Me­tern über die Mau­er hin­weg ins rech­te obe­re Eck. Doch Hof­fen­heim ver­such­te zu­rück­zu­schla­gen – und es ge­lang. Schieds­rich­ter Manuel Grä­fe lieſs nach Hüb­ners lan­ger Ver­let­zungs­un­ter­bre­chung sie­ben Mi­nu­ten nach­spie­len. Uth sto­cher­te den Ball zum glück­li­chen Aus­gleich über die Tor­li­nie.

Lan­ge Un­ter­bre­chung nach Hüb­ner-Ver­let­zung

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