Her­tha mit „Kampf­mo­dus“

Ber­lin 4:0 in Darm­stadt – und im­mer stär­ker

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Se­bas­ti­an Stie­kel

Pal Dar­dai war rich­tig stolz. „Das ha­ben die Jungs über­ra­gend ge­macht“, sag­te der Trai­ner von Her­tha BSC nach dem 4:0 (2:0) bei Darm­stadt 98. Vor­über­ge­hend ist die gro­ße Über­ra­schungs­mann­schaft die­ser Sai­son so­gar auf Platz drei der Fuß­bal­lBun­des­li­ga ge­stürmt. Auch die für je­den Geg­ner un­an­ge­neh­me Auf­ga­be beim kampf­star­ken Auf­stei­ger er­le­dig­ten die Ber­li­ner ab­ge­klärt und sou­ve­rän. Zwei­mal Ve­dad Ibi­se­vic (12. und 50. Mi­nu­te), Mar­vin Plat­ten­hardt (26.) und Salomon Ka­lou (78.) schos­sen vor 17 000 Zu­schau­ern die To­re. „Wir ha­ben mit Kampf­mo­dus und Fuß­ball ge­won­nen. Das macht un­se­re Stär­ke in die­sem Jahr aus“, lob­te Dar­dai. Von der Eu­ro­pa Le­ague oder so­gar der Cham­pi­ons Le­ague spricht bei der Her­tha aber auch nach dem neun­ten Sai­son­sieg nie­mand. Im Ge­gen­teil, der zwei­fa­che Tor­schüt­ze Ibi­se­vic warn­te aus­drück­lich: „Na­tür­lich kön­nen wir den Er­folg ge­nie­ßen. Aber wir müs­sen ge­nau in die­ser Pha­se jetzt auf­pas­sen. Das ist auch ei­ne ge­fähr­li­che Zeit. Man muss in sol­chen Pha­sen noch mehr in­ves­tie­ren als sonst.“Darm­stadt zeig­te ei­ne Wo­che nach dem Der­by­sieg bei Ein­tracht Frankfurt sein viel­leicht schwächs­tes Spiel in die­ser Sai­son. Mit so ei­ner Leis­tung dürf­te auch im DFB-Po­kal-Spiel beim FC Bay­ern München (Di­ens­tag) und zum Hin­run­den-Ab­schluss bei Bo­rus­sia Mön­chen­glad­bach nicht viel zu ho­len sein. „Das war ein ge­brauch­ter Tag für uns heu­te“, sag­te Trai­ner Dirk Schuster. „Wir müs­sen die rich­ti­gen Schlüs­se aus die­sem Spiel zie­hen. Wenn du nur für ein paar Se­kun­den un­auf­merk­sam bist, ver­lierst du in der Bun­des­li­ga so­fort die Chan­ce, wei­ter zu punk­ten.“Die ei­ge­nen Fans nah­men das den „Li­li­en“im letz­ten Heim­spiel des er­folg­reichs­ten Jah­res der Vereinsgeschichte al­ler­dings nicht übel. In den ers­ten Mi­nu­ten wur­de noch ein­mal der 1:0-Er­folg beim gro­ßen Nach­barn aus Frankfurt ge­fei­ert. In der zwei­ten Halb­zeit sang der Fan­block aus­dau­ernd „Kling, Glöck­chen“.

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