Der Spaß ist zu­rück

Felix Neu­reu­ther star­ker Zwei­ter beim Rie­sen­sla­lom von Val d’Isè­re

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport -

Felix Neu­reu­ther grins­te im Ziel schon zu­frie­den, be­vor der do­mi­nan­te Mar­cel Hir­scher den nächs­ten Welt­cup-Er­folg per­fekt ge­macht hat­te. Rang zwei hin­ter dem Fa­vo­ri­ten aus Ös­ter­reich war für den deut­schen Re­kord-Sie­ger im Al­pin-Welt­cup ein mehr als ge­lun­ge­ner Auf­takt ins Tech­nik-Wo­che­n­en­de von Val d’Isè­re. „Der Spaß ist zu­rück“, sag­te Neu­reu­ther nach dem fünf­ten Rie­sen­sla­lom-Po­dest­platz sei­ner Kar­rie­re. „Ich ha­be im zwei­ten Durch­gang pro­biert, mich zu stei­gern. Dass es gleich so auf­geht und ich Zwei­ter wer­de, ist um­so schö­ner.“In die­sem Win­ter war es für den Deut­schen Ski­ver­band das ers­te Top-3-Re­sul­tat.

Vik­to­ria Re­bens­burg in Are ent­täu­schen­de Elf­te

Hin­ter Neu­reu­ther sorg­te Ste­fan Luitz mit Platz sie­ben für ein wei­te­res star­kes Er­geb­nis. Ein­zig Fritz Dop­fer blieb als 14. er­neut un­ter sei­nem Ni­veau, stei­ger­te sich aber zu­min­dest im Ver­gleich zu den bei­den ers­ten Rie­sen­sla­loms der Sai­son. „Ich hät­te mir mehr er­hofft“, mein­te Dop­fer. Auf Team­kol­le­ge Neu­reu­ther fehl­ten ihm am En­de mehr als ein­ein­halb Se­kun­den. Zum her­aus­ra­gen­den Hir­scher wa­ren es gar fast drei Se­kun­den. Auch Neu­reu­ther als Zwei­ter hat­te schon 1,29 Se­kun­den Rück­stand auf den vier­ma­li­gen Ge­samt­welt­cup­sie­ger. Der Fran­zo­se Vic­tor Muf­f­at-Je­an­det (+1,58) wur­de Drit­ter. „Im Rie­sen­sla­lom ist es sehr, sehr schwer, dass man ihn schlägt“, mein­te Neu­reu­ther über Hir­scher. „Im Sla­lom sind die Chan­cen hof­fent­lich ein biss­chen bes­ser. Aber es ist je­des Mal ei­ne bru­ta­le Her­aus­for­de­rung, ge­gen ihn zu fah­ren.“Heu­te (9.30 und 12.30 Uhr/ ARD) kommt es zum ers­ten Sla­lom-Kräf­te­mes­sen der Sai­son. Der „schwie­rigs­te Rie­sen­sla­lom der Sai­son“(Hir­scher) ver­lang­te den Sport­lern al­les ab. „Du muss­test mit viel Mut fah­ren und sehr ag­gres­siv fah­ren. Dann ist es leich­ter, als wenn man pas­siv run­ter­fährt“, be­rich­te­te Neu­reu­ther nach dem wil­den Ritt in den fran­zö­si­schen Al­pen. Er pro­fi­tier­te da­bei ne­ben sei­nem gu­ten Ski­ge­fühl auch von sei­ner Er­fah­rung. „Ich bin si­cher schon ein paar Jah­re län­ger auf den Ski­ern, als manch Jun­ger“, mein­te er. Die Aus­gangs­ba­sis für ein gu­tes Ren­nen hat­ten sich die Deut­schen im ers­ten Durch­gang er­ar­bei­tet. Neu­reu­ther als Sechs­ter, Luitz als Ach­ter und Dop­fer auf Rang elf mach­ten schon zur Halb­zeit Hoff­nung auf ein star­kes Mann­schafts­er­geb­nis. Ein­zig Do­mi­nik Schwai­ger ver­pass­te das Fi­na­le auf Rang 39. Wäh­rend Dop­fer auf ei­nen Auf­schwung im Sla­lom setzt, war auch Luitz ei­ne Wo­che nach sei­nem ver­schenk­ten Spit­zen­platz in Bea­ver Creek mit sei­ner Vor­stel­lung nicht ganz hap­py. „Ich woll­te ein­fach das Ziel se­hen und das mög­lichst mit ei­ner gu­ten Zeit“, sag­te er. „Vom Ski­fah­ren her bin ich nicht ganz zu­frie­den. Bei den Frau­en fährt Lind­sey Vonn wei­ter von Sieg zu Sieg. Im schwe­di­schen Are ge­wann die Ame­ri­ka­ne­rin erst­mals seit fast drei Jah­ren wie­der ei­nen Rie­sen­sla­lom und be­reits das vier­te Ren­nen nach­ein­an­der. Vonn lag 0,07 Se­kun­den vor Eva-Ma­ria Brem (Ös­ter­reich) und 0,35 Se­kun­den vor Fe­de­ri­ca Bri­gno­ne (Ita­li­en). Vik­to­ria Re­bens­burg (Kreuth) muss in die­sem Win­ter wei­ter auf ih­ren ers­ten Spit­zen­platz war­ten. Die 26-Jäh­ri­ge kam in Are nur auf den elf­ten Rang(1,81 Se­kun­den zu­rück) und ver­pass­te so­mit auch im sechs­ten Sai­son­ren­nen das Po­dest.

Jaaaa, Zwei­ter: Ski­renn­läu­fer Felix Neu­reu­ther muss beim Rie­sen­sla­lom von Val d’Isè­re (Frank­reich) nur dem Ös­ter­rei­cher Mar­cel Hir­scher den Vor­tritt las­sen. Der 31-Jäh­ri­ge war sehr zu­frie­den, das war nicht zu über­se­hen – und er hat­te auch al­len Grund da­zu. Es war zu­gleich die ers­te Po­dest­plat­zie­rung in die­sem Win­ter. Foto: avs

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.