„Das hat noch kei­ner ge­schafft“

Por­sche Sports Cup: Hor­nung räumt ab

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Man­fred Spitz

Fünf Ti­tel in ei­ner Sai­son, da­mit hat Ber­tram Hor­nung in der zehn­jäh­ri­gen Ge­schich­te des Por­sche Sports Cup ein No­vum ge­schafft. Ge­samt­sieg, Klas­sensieg, und Grup­pen­sieg im Su­per Cup. Platz eins – mit Lukas Schrei­er (Augs­burg) – in der En­duran­ce, so­wohl in der Klas­sen- wie Ge­samt­wer­tung: 2015 räumt Ber­tram Hor­nung voll­stän­dig ab. Es ist die er­folg­reichs­te Sai­son des Mo­tor­sport­lers aus Stu­ten­see seit des­sen Wech­sel vom Ral­lye- ins Tou­ren­wa­gen­cock­pit und dem Ein­stieg in den Rund­stre­cken-Renn­sport (Por­sche GTP Se­rie) vor 14 Jah­ren.

Fünf Ti­tel: Hob­by­fah­rer sorgt für ein No­vum

Die GTP-Se­rie wird 2004 ein­ge­stellt. Ber­tram Hor­nung macht wei­ter, un­ter­stützt zu­nächst sei­nen MSC Wein­gar­ten, bei dem er Zwei­ter Vor­sit­zen­der ist, als Sa­fe­ty-Car-Fah­rer im neu for­mier­ten Por­sche Sports Cup. Ab 2007 greift der heu­te 55-jäh­ri­ge Un­ter­neh­mer dann wie­der selbst ins Lenk­rad. Seit­dem fährt „Mis­ter Por­sche Sports Cup“ei­ne Viel­zahl an Klas­sensie­gen, Po­di­ums­er­fol­gen – und 2015 die Ti­tel­ver­tei­di­gung ein. „Mit ei­nem se­ri­en­na­hen Cup-Fahr­zeug zu sie­gen, das hat noch kein Fah­rer ge­schafft. Bis­her wa­ren im­mer die stär­ke­ren Wa­gen vor­ne“, ver­deut­licht Ber­tram Hor­nung und er­zählt von der Sie­ger­eh­rung in Weissach: „Für mich per­sön­lich war es ei­ne gro­ße Eh­re, da­cken.“ für von den Por­sche-Obe­ren ex­tra er­wähnt zu wer­den.“Für das „i-Tüp­fel­chen“ei­ner sen­sa­tio­nel­len Renn­sai­son ha­be das „H.M.S.Team“mit den Plät­zen eins (Hor­nung), zwei (Jo­sef Sten­gel/Ellwangen) und drei (Schrei­er) in der Por­sche-Sports-Cup-Ge­samt­wer­tung ge­sorgt. „Die wird“, so Hor­nung, „an­hand der ein­ge­fah­re­nen Punk­te er­mit­telt“. Ge­punk­tet hat Ber­tram Hor­nung mit sei­nem 450 PS star­ken Por­sche 997 GT 3 auf dem Nür­burg­ring, dem Red Bull Ring in Spiel­berg (Ös­ter­reich), in Oschers­le­ben, Spa-Fran­cor­champs (Bel­gi­en) und zwei­mal auf dem Ho­cken­heim­ring nicht zu knapp. „Im Su­per Sports Cup gibt es pro Renn­wo­chen­en­de zwei Sprints à 30 Mi­nu­ten“, ver­an­schau­licht er den Se­ri­en-Mo­dus. „Die Sports Cup En­duran­ce ist ein neu­es For­mat. Vor­her be­trug die Renn­dau­er zwei St­un­den, jetzt geht’s über zwei­mal 50 Mi­nu­ten mit ei­ner 15mi­nü­ti­gen Pau­se zwi­schen den Läu­fen und ei­nem Pflicht-Bo­xen­stopp“. Da mach­te Hor­nung mit Lukas Schrei­er ge­mein­sa­me (er­folg­rei­che) Sa­che. „Er soll­te ei­gent­lich im Car­re­ra-Cup fah­ren, doch ihm ist ein Spon­sor ab­ge­sprun­gen“, so Hor­nung. Durch Zu­fall über ei­nen Team­kol­le­gen sei dann der Kon­takt zu­stan­de ge­kom­men: „Ich ha­be ge­sagt, o.k. ich en­ga­gie­re mich für ei­nen jun­gen Fah­rer – es war ein Voll­tref­fer.“Der Por­sche Sports Cup (als Aus­rich­ter fun­giert der MSC Wein­gar­ten) ist un­ter­halb des Por­sche Car­re­ra Cup „die 2. Bun­des­li­ga des Por­sche Mo­tor­sports“, bei der am­bi­tio­nier­te Hob­by­fah­rer und auf­stre­ben­de Nach­wuchs- glei­cher­ma­ßen um Sie­ge kämp­fen. „Ich bin zwar nicht mehr der jüngs­te“, meint Renn-Ur­ge­stein Ber­tram Hor­nung, und lacht. „Aber“, fügt er hin­zu, „die Er­fah­rung spielt da mit. Die hat mir viel ge­bracht.“Zwi­schen 35 und 40 Fahr­zeu­gen (10 bis 20 in sei­ner Klas­se) sind durch­schnitt­lich am Start. Ge­le­gen­heit, Trai­nings­run­den zu dre­hen, gibt es nur bei vier der Ren­nen – frei­tags vor den Kon­kur­ren­zen. Beim Sai­son­start, dem Ab­schluss und den Aus­lands­gast­spie­len. „Man muss sich schnell auf die je­wei­li­gen Stre­cken und Be­din­gun­gen ein­stel­len kön­nen“, be­tont der Cham­pi­on, „mehr Zeit zum Trai­nie­ren hät­te ich aber auch gar nicht.“Sechs Renn­wo­chen­en­den, das sei „kal­ku­lier­bar und mit der ge­schäft­li­chen Si­tua­ti­on ver­ein­bar“, sagt der Bau­stoff­han­del- und Bau­markt­be­trei­ber. „Die­se Wo­che­n­en­den sind auch ein tol­ler Aus­gleich, um in ei­ne an­de­re Welt ab­zu­tau­chen,“so Hor­nung. Dass sei­ne Part­ne­rin „mit­spielt“, sei ihm sehr wich­tig. Und auf Sohn Aa­ron (18), den „Rei­fen-Gu­ru“, so­wie „Wol­le“, den „Meis­ter­schrau­ber“des Teams, ist er „be­son­ders stolz“. Hor­nung: „Von Por­sche gibt’s nichts da­zu. Des­halb bin ich froh, ei­nen gro­ßen Spon­so­ren­pool zu ha­ben, um ei­nen brei­ten Bo­den­satz an Kos­ten ab­zu­de­pilo­ten Po­si­ti­ver Ne­ben­ef­fekt sei­ner be­ein­dru­cken­den Sai­son: „Vie­le ha­ben schon ge­sagt, dass sie mich auch 2016 un­ter­stüt­zen wer­den. Und an­de­re, die nicht da­bei wa­ren, wol­len wie­der ein­stei­gen“, freut sich der Hob­by­Renn­fah­rer aus Stu­ten­see bei Karls­ru­he. Sta­ti­on macht der Por­sche Sports Cup auch 2016 an sechs Wo­che­n­en­den auf den ge­nann­ten Stre­cken. „So wie es aus­sieht, wird mei­ne Klas­se wie­der stark be­setzt sein“, sagt Ber­tram Hor­nung. „Das gu­te aber ist, man hat auch mit den Cup-Au­tos noch bes­te Chan­cen – aber ei­gent­lich ist 2015 gar nicht mehr zu top­pen.“

Muss sich nicht ver­ste­cken: Op­tisch macht der 997er GT 3 von Ber­tram Hor­nung ei­ni­ges her. Und schnell war der Frei­zeit-Mo­tor­sport­ler aus Stu­ten­see 2015 im Por­sche Sports Cup al­le­mal un­ter­wegs. Fünf Ti­tel hat er mit sei­nem se­ri­en­na­hen Cup-Fahr­zeug ein­ge­fah­ren, das ist in die­ser Renn­se­rie noch kei­nem ge­lun­gen. Foto: pr

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