Eis­kalt ver­zau­bert

„Die Schnee­kö­ni­gin“emp­fängt in Schloss Neu­en­bürg

Der Sonntag (Mittelbaden) - - DIE REGION - Mt

Von ih­rem bi­zar­ren Zau­ber hat die „Schnee­kö­ni­gin“bis heu­te nichts ver­lo­ren. Die erst­mals 1844 auf­ge­tre­te­ne ge­fühlts­kal­te Schön­heit ist ei­ne Fi­gur aus dem be­rühm­tes­ten Mär­chen der Ro­man­tik. Ihr geis­ti­ger Va­ter, der dä­ni­sche Dich­ter Hans Chris­ti­an An­der­sen (1805–1875), er­zählt dar­in die an­rüh­ren­de Ge­schich­te zwei­er Kin­der, Kai und Ger­da, die durch die Macht des Bö­sen jäh von­ein­an­der ge­trennt wer­den. Das Mär­chen dien­te als Vor­la­ge für die Son­der­aus­stel­lung „Eis­kalt ver­zau­bert. Im Reich der Schnee­kö­ni­gin“, die bis 6. Ja­nu­ar in Schloss Neu­en­bürg zu se­hen ist. Und dar­um geht es: Kai, des­sen Herz, von teuf­li­schen Glas­split­tern ge­trof­fen und in Eis ver­wan­delt wur­de, ge­rät in den Bann der Schnee­kö­ni­gin. Sie ent­führt Kai in ih­ren Kris­tall­pa­last im ho­hen Nor­den. Dort ver­sucht er das „Eis­spiel des Ver­stan­des“zu lö­sen, um sei­ne Frei­heit wie­der zu er­lan­gen. Un­ter­des­sen macht sich Ger­da auf die Su­che nach Kai, um mit ih­ren Trä­nen das Herz ih­res Freun­des auf­zu­tau­en. Der un­be­irr­ba­re Glau­be an Lie­be, Freund­schaft und Frei­heit wer­den am En­de den Bann des Bö­sen bre­chen. Zeit­ge­nös­si­sche, in­ter­na­tio­nal re­nom­mier­te Künst­ler ha­ben sich mit die­sem The­ma auf sehr un­ter­schied­li­che Wei­se be­fasst. So ver­mit­telt bei­spiels­wei­se ei­ne Bo­den­in­stal­la­ti­on von Si­mo­ne Wes­ter­win­ter ei­ne zau­ber­haft ei­si­ge At­mo­sphä­re. Er­gänzt durch his­to­ri­sche Bu­ch­il­lus­tra­tio­nen und Aqua­rel­le der Künst­le­rin Ol­ga Pol­ja­ko­wa, die den Be­su­cher durch die Räu­me be­glei­ten und die Hand­lung des Mär­chens ver­mit­teln, er­mög­licht die Son­der­aus­stel­lung „Eis­kalt ver­zau­bert“ei­nen ganz ei­ge­nen Blick auf das be­rühm­te Win­ter­mär­chen. In­ter­ak­ti­ve Spiel- und Hör­sta­tio­nen er­leich­tern klei­nen und gro­ßen Be­su­chern den Zu­gang zum The­ma.

Die Macht des Bö­sen: Bild­schön, aber ent­setz­lich ge­fühls­kalt ist die Schnee­kö­ni­gin.

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