CD-Check

Der Sonntag (Mittelbaden) - - TIPPS & THEMEN - Ww

Die Ge­schich­te von Queen lässt sich, ganz grob, in zwei Pha­sen ein­tei­len. Die groß­ar­ti­ge Pha­se mit den ers­ten fünf Al­ben (bis 1976) und die mit­tel­mä­ßi­ge bis ganz schlim­me Pha­se mit „Ra­dio Ga­ga“und ähn­li­chem Gru­sel-Pop (ab 1976). Vor al­lem die ers­ten bei­den Al­ben (Queen und Queen 2) sind wah­re Hard­ro­ckMeis­ter­wer­ke mit ein­zig­ar­ti­gem Ch­or­ge­sang und pom­pö­sen Rock-Har­mo­ni­en. Am 24. De­zem­ber 1975, zur Hoch­zeit ih­rer Krea­ti­vi­tät („Bo­he­mi­an Rh­ap­so­dy“war ge­ra­de er­schie­nen), lud die ma­jes­tä­tischs­te Band der Welt zur Au­di­enz ins Ham­mers­mith Ode­on in Lon­don. Das Kon­zert wur­de in vol­ler Län­ge li­ve im Fern­se­hen über­tra­gen – und er­schien jetzt, 40 Jah­re spä­ter, end­lich auch auf CD. Für die Set­list hat­te sich die Band die Ro­si­nen der ers­ten vier Al­ben her­aus­ge­pickt: Das reich­te vom ver­schnör­kel­ten Hard­rock („Keep Yours­elf Ali­ve“) über ba­ro­cke Herr­lich­keit („The March Of The Black Queen“) bis hin zu den Su­per­hits „Kil­ler Queen“und „Bo­he­mi­an Rh­ap­so­dy“, das an die­sem Abend zum ers­ten Mal li­ve prä­sen­tiert wur­de. Zwi­schen den Songs nahm sich Fred­die Mer­cu­ry viel Zeit für die Fans, die er ab­wech­selnd „Dar­lings“oder „Sweeties“nennt. BBC-Mo­de­ra­tor Bob Har­ris, der Queen an­sa­gen durf­te, bringt es auf den Punkt: „An die­sem Abend wur­den Queen zu Su­per­stars“.

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