KSC macht sein „Ding“auf St. Pau­li

Un­ge­wohn­te Ef­fek­ti­vi­tät beim 2:1-Sieg

Der Sonntag (Mittelbaden) - - SPORT - Ha­rald Lin­der

Dass man das Glück manch­mal auch zwin­gen muss, hat schon Udo Lin­den­berg in sei­nem Song „Mein Ding“zum Aus­druck ge­bracht. Jetzt mach­te der Karls­ru­her SC am Frei­tag­abend im letz­ten Spiel vor der Win­ter­pau­se beim FC St. Pau­li „sein Ding“, er­zwang das Glück und schloss das Jahr mit ei­nem 2:1(1:1)-Aus­wärts­sieg am Mil­l­ern­tor ab. Da­bei leg­ten die „Blau-Wei­ßen“ei­ne un­ge­wohn­te Ef­fek­ti­vi­tät an den Tag. Aus ge­ra­de ein­mal zwei Tor­mög­lich­kei­ten mach­ten der schon als „Chan­cen­tod“ab­ge­stem­pel­te Manuel Tor­res beim Aus­gleich zum 1:1 (37.) und Di­mi­tris Dia­man­ta­kos beim 2:1 (71.) zwei To­re. Mehr Mög­lich­kei­ten für den KSC gab es im aus­ver­kauf­tem Mil­l­ern­tor nicht. Die Gast­ge­ber ha­der­ten da­ge­gen mit ih­rer Chan­cen­ver­wer­tung und Schieds­rich­ter Wei­ner, da der Sieg­tref­fer für den KSC an­geb­lich aus ei­ner Ab­seits­po­si­ti­on ge­fal­len war. Was aber strit­tig war, denn Dia­man­ta­kos stand wohl noch hin­ter dem Ball, als ihn Jo­nas Mef­fert, der zu­nächst zwei­mal am Ham­bur­ger Tor­pfos­ten ge­schei­tert war, par­al­lel zum grie­chi­schen Neu­zu­gang spiel­te, der das Le­der ab­ge­zockt mit der Ha­cke ins Tor be­för­der­te. Die Be­geg­nung war da­mit auf den Kopf ge­stellt, denn der FC St. Pau­li hat­te nach dem Füh­rungs­tor durch ei­nen Dis­tanz­schuss von Bernd Neh­rig in der 24. Mi­nu­te, bei dem der an­sons­ten bä­ren­star­ke Re­né Voll­ath nicht gut aus­sah, wei­te­re hoch­ka­rä­ti­ge Mög­lich­kei­ten. Die konn­te man aber nicht nut­zen oder schei­ter­te an Voll­ath. Der KSC fei­er­te mit die­sem Sieg und dem Er­folg in der ver­gan­ge­nen Wo­che ge­gen Fürth ei­nen op­ti­ma­len Rück­run­den­start und mach­te die bei­den Nie­der­la­gen aus den Hin­spie­len ver­ges­sen. „Wir ha­ben die Er­geb­nis­se der Vor­run­de ein­fach um­ge­dreht. In Fürth ha­ben wir 0:1 und ge­gen St. Pau­li zu­hau­se mit 1:2 ver­lo­ren. Das ha­ben wir ex­akt kor­ri­giert“, freu­te sich Mar­tin Stoll noch wäh­rend der Rück­rei­se im Mann­schafts­bus, in dem es reich­lich Platz gab, da vie­le Spie­ler di­rekt von Ham­burg aus ih­re Ur­laubs­zie­le an­steu­er­ten. Für den hoch­zu­frie­de­nen Chef­trai­ner Mar­kus Kauc­zin­ski war der Sieg bei den Kiez­ki­ckern in ers­ter Li­nie ein Ver­dienst der kämp­fe­ri­schen Ein­stel­lung sei­ner Spie­ler: „St. Pau­li war zwar vor al­lem in der ers­ten Halb­zeit über­le­gen und hat­te si­cher die bes­se­ren Chan­cen. Aber wir hat­ten ei­nen sehr gu­ten Tor­wart und die Mann­schaft hat ge­kämpft und al­les raus­ge­hau­en. Des­halb war es nicht nur Glück, dass wir die drei Punk­te mit­ge­nom­men ha­ben.“Kauc­zin­ski kann mit dem gu­ten Ge­fühl in den Win­ter­ur­laub nach Ös­ter­reich fah­ren, dass der Rück­run­den­auf­takt op­ti­mal ge­lun­gen ist.

Tor­res und Dia­man­ta­kos tref­fen am Mil­l­ern­tor

Mit „Köpf­chen“ge­spielt – Jo­nas Mef­fert (rechts) gab die Vor­la­ge zum 2:1-Sieg­tref­fer von Di­mi­tris Dia­man­ta­kos. Zu­nächst war der KSC-Mit­tel­feld­spie­ler aber selbst zwei­mal am Tor­pfos­ten ge­schei­tert. Foto: GES

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