Der Jo­ker trifft

Mo­des­te si­chert Köln das 2:1 ge­gen den BVB

Der Sonntag (Mittelbaden) - - SPORT -

Bo­rus­sia Dort­mund ist im letz­ten Spiel des Jah­res aus­ge­rech­net über den of­fen­siv­schwa­chen 1. FC Köln ge­stol­pert und hat wich­ti­ge Punk­te bei der Jagd auf Spit­zen­rei­ter Bay­ern München lie­gen las­sen. Die Mann­schaft von Tho­mas Tu­chel ver­lor 1:2 (1:0), es war nach zu­letzt sie­ben Sie­gen in acht Li­ga­spie­len ei­ne her­be Ent­täu­schung. Si­mon Zol­ler (82.) er­ziel­te den spä­ten Aus­gleich für den FC und schenk­te den Fans da­mit den ers­ten Heim­tref­fer seit fast drei Mo­na­ten – dann leg­te aus­ge­rech­net Ant­ho­ny Mo­des­te (90.) nach, der so lan­ge nicht ge­trof­fen hat­te. In­nen­ver­tei­di­ger So­kra­tis (18.) hat­te Dort­mund in Füh­rung ge­bracht und war da­mit für sei­ne ges­tern un­ge­wohnt wir­kungs­lo­sen Of­fen­siv­kol­le­gen ein­ge­sprun­gen. Für die Bo­rus­sia bil­de­te die Rei­se nach Köln al­ler­dings auch den Ab­schluss ei­ner Ma­ra­thon-Hin­run­de. Der 17. Bun­des­li­ga-Spiel­tag war zu­gleich das 30. Pflicht­spiel der Sai­son. Auch dar­um gönn­te Tu­chel ei­ni­gen Pro­fis ei­ne Aus­zeit, im Ver­gleich zum Po­kal-Er­folg in Augs­burg (2:0) drei Ta­ge zu­vor ver­än­der­te er sei­ne Start­elf auf fünf Po­si­tio­nen. In den ers­ten Min­ten deu­te­te sich vor 50000 Zu­schau­ern al­ler­dings eher ein Ge­dulds­spiel als ein Ab­nut­zungs­kampf an. FC-Trai­ner Pe­ter Stö­ger hat­te ei­ne Fün­fer­ket­te in der Ab­wehr auf das Feld ge­schickt, und Dort­mund rich­te­te sich rund um den Köl­ner Straf­raum ein, wo zu­nächst al­le An­grif­fe en­de­ten. Die wich­tigs­te Köl­ner Per­so­na­lie war al­ler­dings die Be­set­zung des Sturm­zen­trums: Mo­des­te saß erst­mals seit sei­nem Wech­sel zum FC im Som­mer auf der Bank. Tor­ge­fähr­lich wur­de zu­nächst nur der BVB, den drit­ten Eck­ball nutz­te So­kra­tis per Kopf. Erst da­nach be­gan­nen auch die Köl­ner, Of­fen­siv-Zwei­kämp­fe zu ge­win­nen und schnel­ler in die Spit­ze zu spie­len. Dort­mund schien auch im wei­te­ren Ver­lauf Kräf­te zu spa­ren, ei­nem Tor wa­ren die nun zwei­kampf­stär­ke­ren Köl­ner nä­her. Nach knapp 70 Mi­nu­ten kam Mo­des­te dann doch noch ins Spiel und sorg­te in buch­stäb­lich letz­ter Mi­nu­te für die Ent­schei­dung. Zu­vor hat­te Yan­nick Ger­hardt noch ei­ne Rie­sen­chan­ce, doch des­sen Schuss lenk­te BVB-Kee­per Bür­ki an den Pfos­ten (78.). mu­ti­ger und ver­such­te öf­ter, die un­si­cher wir­ken­de Frank­fur­ter In­nen­ver­tei­di­gung zu Feh­lern zu zwin­gen. Die spiel­star­ken An­grei­fer Ujah und Pi­zar­ro ka­men im­mer wie­der ge­fähr­lich na­he vor das Tor von Frank­furts Tor­hü­ter Lukas Hra­de­cky, ehe der „Alt­meis­ter“sein ach­tes Kar­rie­re-Tor ge­gen die Frank­fur­ter er­ziel­te. Die Gast­ge­ber be­ein­druck­te das aber über­haupt nicht: 94 Se­kun­den spä­ter er­ziel­te Mei­er den Aus­gleich per Kopf. Es war sein ach­tes Sai­son­tor. Nach zu­letzt vier Nie­der­la­gen, die Trai­ner Ar­min Veh zu­min­dest bei den Fans in Be­dräng­nis ge­bracht hat­ten, war der Aus­gleich vor der Pau­se bit­ter nö­tig. „Al­les un­ter­halb von Platz sie­ben kann in­zwi­schen auf die letz­ten drei Plät­ze rut­schen“, sag­te Frank­furts Vor­stands­boss He­ri­bert Bruch­ha­gen vor dem An­pfiff bei Sky. Zu­dem gab es zu­min­dest ei­ne hal­be Job­ga­ran­tie für Veh: „Die Kon­ti­nui­tät auf der Trai­ner­po­si­ti­on hat uns in der Ver­gan­gen­heit gut ge­tan. Es gibt kei­nen An­halts­punkt

Ein Tor, das drei Punk­te wert ist: Ste­fan Ai­g­ner traf zum 2:1 ge­gen Wer­der Bre­men. Foto: avs

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