Oh­ne Wenn und Aber

Ger­ma­nia Wein­gar­tens Bun­des­li­ga-Rin­ger wol­len wie­der ins Fi­na­le

Der Sonntag (Mittelbaden) - - SPORT - Man­fred Spitz

Die bes­ten Wün­sche für das neue Jahr wa­ren kaum ver­hallt, da kehr­te auch schon wie­der All­tag ein, bei den Rin­gern des Bun­des­li­gis­ten SV Ger­ma­nia Wein­gar­ten. Denn dass es nicht nur bei Wün­schen bleibt, dar­auf be­rei­ten sich jetzt im La­ger des Bun­des­li­gis­ten al­le „kräf­tig vor“, wie SVG-Trai­ner Frank Hein­zel­be­cker be­tont. „Auf und ne­ben der Mat­te“, fügt er hin­zu. „Wir wol­len wie­der ins Fi­na­le der deut­schen Mann­schafts­meis­ter­schaft, oh­ne Wenn und Aber“, macht Hein­zel­be­cker klar. „Ganz froh“sei er, dass jetzt im Halb­fi­na­le nicht der Dau­er­ri­va­le ASV Nen­din­gen auf sei­ne Jungs war­te. Mit der Num­mer eins der bei­den ver­gan­ge­nen Jah­re (Nen­din­gen) be­kä­me es die Num­mer eins der Jah­re 2010 und 2011 (Wein­gar­ten) dann tat­säch­lich wie­der im Du­ell um den Ti­tel zu tun – vor­aus­ge­setzt die Griff­künst­ler aus dem Tutt­lin­ger Stadt­teil ver­he­ben sich nicht ge­gen den zwei­ten nord­ba­di­schen Halb­fi­na­lis­ten KSV Isprin­gen. Und vor­aus­ge­setzt na­tür­lich der SV Ger­ma­nia Wein­gar­ten nimmt sei­ne Halb­fi­nal-Hür­de ge­gen den ASV Mainz 88. Dass man am kom­men­den Sams­tag (9. Ja­nu­ar) zu­erst beim Zweit­plat­zier­ten der Bun­des­li­ga Nord in der Dom­stadt an­tre­ten kann (19.30 Uhr, Sport­hal­le „Am gro­ßen Sand“) sieht Frank Hein­zel­be­cker durch­aus als Vor­teil an. „Dann“, sagt er, „kann man zu Hau­se re­agie­ren“. Den Rück­kampf ge­gen die von Da­vid Bichi­nash­vili ge­coach­ten Rhein- land-Pfäl­zer – der 40-jäh­ri­ge sechs­ma­li­ge deut­sche Meis­ter und Olympia-Fünf­te 2008 steht zu­gleich selbst in der Gäs­te-Kämp­fer­lis­te (86/89 Ki­lo Frei­stil) – be­strei­tet SüdG­rup­pen­sie­ger Wein­gar­ten ei­ne Wo­che spä­ter am Sams­tag, 16. Ja­nu­ar (19.30 Uhr), wie al­le sei­ne Heim­kämp­fe in der K.-o.-Run­de in die­sem Jahr in ei­nem 45x45 Me­ter gro­ßen (und be­heiz­ten) „Ev­ent­zelt“auf dem Fest­platz ge­gen­über der Mi­ne­ra­lix-Are­na. Die letz­ten Du­el­le Wein­gar­ten ge­gen Mainz (Vi­ze­meis­ter 2012; Halb­fi­na­list 2011, 2013, 2014) lie­gen üb­ri­gens schon ei­ne Wei­le zu­rück, sie da­tie­ren aus der Sai­son 2011 als bei­de noch der Bun­des­li­ga West an­ge­hör­ten. (Da­mals zog der SVG aus­wärts 19:24 den Kür­ze­ren, er­reich­te auf ei­ge­ner Mat­te ein 17:17-Un­ent­schie­den.) Nach der Neu­struk­tu­rie­rung trenn­ten sich dann 2012 die We­ge. „Das ist schon lan­ge her. In der Zeit wur­den die Teams ja fast voll­stän­dig aus­ge­tauscht“, be­tont Frank Hein­zel­be­cker. Ver­glei­che mit den da­ma­li­gen Auf­ein­an­der­tref­fen mach­ten des­halb nicht wirk­lich Sinn. Eben­so we­nig will er sich bei Pro­gno­sen über ver­meint­li­che Halb­fi­nal-Kräf­te­ver­hält­nis­se auf die Run­den-„Sta­tis­tik“ver­las­sen. „Die“, meint er, „geht nicht auf.“Frank Hein­zel­be­cker: „Es hat sich zu­nächst ge­zeigt, dass un­se­re Grup­pe stär­ker war. Aus der Bun­des­li­ga Nord ist nur noch Mainz da­bei. Köl­ler­bach und Möm­bris-Kö­nigs­ho­fen ha­ben wir hin­ter uns ge­las­sen, das ist ein ers­ter Hoff­nungs­schim­mer. Wir sind am­bi­tio­niert, ar­bei­ten hart und ge­hen die Sa­che op­ti­mis­tisch an.“Dass Wein­gar­tens 98-Ki­lo-Mann Oli­ver Hass­ler ver­letzt aus­fällt, schmerzt den Ger­ma­nen-Coach zwar. „Aber es gibt Va­ria­ti­ons­mög­lich­kei­ten. Und an­de­re ha­ben auch ih­re Pro­ble­me.“

Letz­te Hür­de auf Weg da­hin: der ASV Mainz

Pu­bli­kums­lieb­ling mit Kämp­fer­herz: Seit der Sai­son 2007 ist Io­nut Pa­nait der Dau­er­bren­ner beim SV Ger­ma­nia Wein­gar­ten und hat den „Ti­tel“des Top-Sco­rers so­zu­sa­gen schon abon­niert. Foto: GES/Hurst

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