CD-Check

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Tips & Themen - Max

Das Pro­jekt „Sha­dows – Songs of Nat King Co­le“ist über vie­le Jah­re in Hugh Colt­man ge­reift. Zu Be­ginn sei­ner Kar­rie­re hat­te er nur we­ni­ge Be­rüh­rungs­punk­te mit Jazz­mu­sik. Mit 20 spiel­te er in ei­ner Blues­band, The Ho­ax, mit der er auch re­gel­mä­ßig auf Tour­nee ging; da­ne­ben ent­stan­den zwei sehr pop­pi­ge So­lo­al­ben. Durch sie wur­de der bri­ti­sche Sän­ger, der seit vie­len Jah­ren in Pa­ris lebt, ei­nem grö­ße­ren Pu­bli­kum be­kannt, das be­geis­tert war von die­ser sanf­ten, fein­füh­li­gen Mi­schung aus Folk und Pop und sei­ner un­ver­wech­sel­ba­ren, kraft­voll-rau­en Stim­me. Die Stü­cke, die er für sei­ne CD aus­ge­wählt hat, be­kom­men durch die Art und Wei­se, wie sie pro­du­ziert und von Hugh mit sei­ner am Blues ge­schul­ten Stim­me ge­sun­gen wer­den, ei­ne ganz be­son­de­re Span­nung. Be­rühm­te Co­leSongs wie „Na­tu­re Boy“(in ei­nem raf­fi­niert-spar­sa­men Ar­ran­ge­ment vol­ler Me­lan­cho­lie), „Are You Di­sen­chan­ted“oder das un­über­trof­fe­ne „Mo­na Li­sa“, des­sen Sehn­sucht hier kaum zu er­tra­gen ist, kom­bi­niert Hugh mit we­ni­ger be­kann­ten Ti­teln wie „Anna­bel­le“oder „I Ne­ver Had A Chan­ce“. Colt­man nä­hert sich die­sen Songs mit al­lem, was er im Pop und Blues ge­lernt hat und prä­sen­tiert sich als rei­fer Sän­ger, ein­fühl­sam und emo­tio­nal, des­sen In­ter­pre­ta­ti­on mit­ten ins Herz trifft.

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