Ers­te Plei­te für DVV-Team

Vol­ley­ball: Deut­sche Mann­schaft ver­liert Qua­li­fi­ka­ti­ons-Halb­fi­na­le ge­gen Russ­land mit 1:3

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Erste Seite - Mar­tin Moravec/Jens Men­de

Die deut­schen Vol­ley­bal­ler ha­ben beim Qua­li­fi­ka­ti­ons­tur­nier in Ber­lin ih­re ers­te Nie­der­la­ge kas­siert und die di­rek­te Olym­pia-Teil­nah­me in Rio ver­passt. Die Mann­schaft von Bun­des­trai­ner Vi­tal Heynen un­ter­lag Olym­pia­sie­ger Russ­land mit 1:3 (33:31, 22:25, 19:25, 24:26), kann sich aber heu­te noch mit ei­nem Sieg im Spiel um Platz drei das Ti­cket für ein wei­te­res Qua­li­fi­ka­ti­ons­tur­nier in Ja­pan si­chern. Vor 6900 Zu­schau­ern in der Max-Schme­ling-Hal­le konn­ten die Gast­ge­ber nicht mehr an die star­ke Vor­stel­lung vom Vor­tag beim 3:1 über Welt­meis­ter Po­len an­knüp­fen und hat­ten im vier­ten Spiel erst­mals das Nach­se­hen.

Nach ei­nem spek­ta­ku­lä­ren Ma­ra­thonMatch ge­gen Russ­land ha­ben die deut­schen Vol­ley­bal­ler die di­rek­te Olym­pia-Qua­li­fi­ka­ti­on für Rio ver­spielt. Die bis zum Schluss er­bit­tert kämp­fen­de Mann­schaft von Bun­des­trai­ner Vi­tal Heynen muss­te sich ges­tern in ei­nem Thril­ler dem Olym­pia­sie­ger mit 1:3 (33:31, 22:25, 19:25, 24:26) ge­schla­gen ge­ben und steht bei der Qua­li-Run­de in Ber­lin im Spiel um Platz drei am Sonn­tag (13.30 Uhr/li­ve Sport1 und sport­deutsch­land.tv) vor ei­ner ent­schei­den­den Ner­ven­pro­be. In ei­nem Kräf­te­mes­sen mit Eu­ro­pa­meis­ter Frank­reich oder Welt­meis­ter Po­len müs­sen die Deut­schen ge­win­nen, um den Sprung zu ei­nem letz­ten, deut­lich schlech­ter be­setz­ten Qua­li­fi­ka­ti­ons­tur­nier Mit­te Mai in Ja­pan zu schaf­fen. Die Deut­schen hat­ten das von Be­ginn an ex­trem pa­cken­de Du­ell in der Vor­schluss­run­de im Grun­de zu ih­rem Fi­na­le um Rio aus­er­ko­ren. Ent­spre­chend an­ge­spannt war der WMD­rit­te vor 6 900 Zu­schau­ern. Die An­nah­me wa­ckel­te an­fangs, De­nis Ka­li­ber­da und vor al­lem Star Ge­org Gro­zer fan­den nicht ih­ren Rhyth­mus. Den Deut­schen hal­fen je­doch die Rus­sen mit zahl­rei­chen Feh­lern in brenz­li­gen Si­tua­tio­nen. Auf Christian Fromm war Ver­lass, der den EM-Ach­ten mit wich­ti­gen Punk­ten im Spiel hielt. Es ent­wi­ckel­te sich schon im ers­ten Satz ein Kri­mi. Heynen setz­te nach den Wech­sel­ari­en im letz­ten Grup­pen­spiel ge­gen Po­len wie­der auf sei­ne Stamm­sechs, bei den Rus­sen war der schon 40 Jah­re al­te Ka­pi­tän Ser­gej Tet­ju­ch­in ei­ne Stüt­ze. Zwei Satz­bäl­le wehr­ten die Deut­schen um ei­nen in der Schluss­pha­se auf­dre­hen­den Ka­li­ber­da ab, ehe sie ih­ren sieb­ten ei­ge­nen ver­wan­deln konn­ten. Die kraft­vol­le Mann­schaft von Na­tio­nal­trai­ner Vla­di­mir Ale­kno fand im zwei­ten Durch­gang noch bes­ser ins Spiel. Der deut­sche Block um Philipp Col­lin fand da nicht im­mer die rich­ti­ge Ant­wort auf die An­grif­fe des Olym­pia­sie­gers. Gro­zer muss­te form­be­dingt pau­sie­ren. Nach ei­nem 6:10 fin­gen sich Heynens

Gro­zer und Co spie­len heu­te um Platz drei

Män­ner aber wie­der. Vol­ler Lei­den­schaft kämpf­ten sie sich zu­rück und hol­ten ei­ne 17:14-Füh­rung. Heynen ball­te die Faust. Doch die kom­pro­miss­lo­sen Rus­sen mi­ni­mier­ten ih­re Feh­ler und schaff­ten den Satz­aus­gleich. Sie wa­ren im Auf­wind, den Lo­kal­ma­ta­do­ren in­des schwan­den die Kräf­te. Gro­zer blieb wei­ter blass ge­gen den phy­sisch star­ken Kon­tra­hen­ten und leis­te­te sich Feh­ler um Feh­ler. Der WM-Drit­te lief per­ma­nent ei­nem Rück­stand hin­ter­her. Durch­gang drei ging an Ale­knos Team, das nach ei­nem Ru­he­tag fri­scher wirk­te. Gro­zer zog sich sei­ne Trai­nings­ja­cke an – oh­ne sei­nen Star bot der EMAch­te er­bit­ter­te Ge­gen­wehr. In knap­pen Si­tua­tio­nen war je­doch Russ­lands Star Ma­xim Mich­ailow zur Stel­le. Gro­zer wehr­te noch ei­nen Match­ball ab, am En­de muss­ten sich die Deut­schen aber bit­ter ent­täuscht ge­schla­gen ge­ben.

Fo­to: AFP

Chan­cen­los: Die deut­schen Vol­ley­bal­ler hat­ten ge­gen die phy­sisch star­ken Rus­sen im Qua­li­fi­ka­ti­ons-Halb­fi­na­le nicht ih­ren bes­ten Tag er­wischt. Auch De­nis Ka­li­ber­da (im wei­ßen Tri­kot) fand nicht zu sei­nem ge­wohn­ten Rhyth­mus. Am En­de stand ei­ne 1:3-Nie­der­la­ge für das Team von Bun­des­trai­ner Vi­tal Heynen.

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