Rei­se­mo­sa­ik

Der Sonntag (Mittelbaden) - - REISE & URLAUB - Mag

TUI Crui­ses schickt die „Mein Schiff 6“nach Nord­ame­ri­ka. Der Neu­bau bricht ab Sep­tem­ber 2017 in Bayon­ne (New Jer­sey) zu zehn- und elf­tä­gi­gen Kreuz­fahr­ten auf, teil­te die Ree­de­rei mit. Auf der Rei­se „New York mit Ka­na­da“wer­den Bos­ton und Bar Har­bour in den USA so­wie Syd­ney und Ha­li­fax in Ka­na­da an­ge­steu­ert. Auf der Rei­se „USA mit Ba­ha­mas“geht es die Küs­te hin­ab nach Nor­folk, Charles­ton, Port Ca­na­veral, Mia­mi und Nas­sau auf den Ba­ha­mas. Die „Mein Schiff 6“wird in der fin­ni­schen STXWerft ge­baut. In die­sem Jahr wird be­reits die „Mein Schiff 5“in Di­enst ge­stellt.

Un­be­schwer­ter Ur­laub fällt man­chen in Zei­ten des Ter­rors schwer. „Da­bei ist das Rei­sen in den meis­ten Des­ti­na­tio­nen nicht mit ei­nem we­sent­lich hö­he­ren Ri­si­ko ver­bun­den als in den letz­ten Jah­ren auch“, sagt Tou­ris­mus­for­scher Prof. Tors­ten Kirstges. Zum ak­tu­el­len Be­dro­hungs­ge­fühl trägt bei, dass die An­schlä­ge von Pa­ris mit­ten in Eu­ro­pa statt­ge­fun­den ha­ben. „Die Ter­ror­ge­fahr hat die Hei­mat er­reicht.“Es gibt aber nach wie vor vie­le si­che­re Rei­se­zie­le. „Es gibt Rei­se­for­men, die für ter­ro­ris­ti­sche An­schlä­ge un­in­ter­es­sant sind, weil sie kei­ne gro­ße Auf­merk­sam­keit mit sich brin­gen“, er­klärt Kirstges. Die Alm im All­gäu, das Fe­ri­en­haus an der Cô­te d‘Azur, Wan­dern in Ös­ter­reich: Für die­se Rei­sen exis­tie­re na­he­zu ein „Null-Ri­si­ko“. An­ders sieht es an be­son­ders be­leb­ten Or­ten aus. Das Aus­wär­ti­ge Amt warnt schon seit län­ge­rer Zeit vor der welt­wei­ten Ge­fahr ter­ro­ris­ti­scher An­schlä­ge vor al­lem an sym­bo­li­schen Or­ten: et­wa an Bahn­hö­fen, in Ho­tels, auf Märk­ten und bei re­li­giö­sen Stät­ten. Die Be­hör­de be­tont aber auch: „Der Grad der ter­ro- ris­ti­schen Be­dro­hung ist von Land zu Land un­ter­schied­lich.“Es gibt al­so ei­ne abs­trak­te glo­ba­le Be­dro­hung – letzt­lich kommt es aber auf das Rei­se­ziel an. Ei­ne Ein­schät­zung da­zu gibt das Aus­wär­ti­ge Amt mit sei­nen Rei­se­und Si­cher­heits­hin­wei­sen für je­des Land. Die Be­hör­de kann ei­ne kla­re Rei­se­war­nung aus­spre­chen, von Rei­sen in Län­der und ein­zel­ne Re­gio­nen „drin­gend ab­ra­ten“oder „ab­ra­ten“. Oder all­ge­mein Si­cher­heits­tipps et­wa zum Ver­hal­ten vor Ort ge­ben. Ur­lau­ber müs­sen al­so im Ein­zel­fall prü­fen, wie si­cher ihr Rei­se­ziel ist.

Wenn ei­ne Air­line ei­nen Flug vom Mor­gen auf den Vor­abend ver­legt, spricht sie ger­ne von ei­ner Vor­ver­le­gung. Wenn es um die An­sprü­che auf Ent­schä­di­gung we­gen An­nul­lie­rung und Ver­spä­tung geht, ist das aber nicht halt­bar. Viel­mehr ist der Kun­de mit Be­zug auf den ei­gent­li­chen Flug nicht be­för­dert wor­den, ent­schied das Land­ge­richt Lands­hut (Az.: 12 S 2435/14). Das be­rich­tet die Deut­sche Ge­sell­schaft für Rei­se­recht in der Zeit­schrift „Rei­se­Recht ak­tu­ell“. Die Air­line muss in die­sem Fall al­so ei­ne Ent­schä­di­gung zah­len. In dem ver­han­del­ten Fall woll­te der Klä­ger mit sei­ner Frau und sei­nen zwei Kin­dern von Mün­chen über Ma­drid nach Lan­za­ro­te flie­gen. Der Flug soll­te an ei­nem Sonn­tag­mor­gen statt­fin­den. Zwei Ta­ge vor dem Rei­se­an­tritt wur­de der Klä­ger mit sei­ner Fa­mi­lie aber auf ei­nen Flug am Vor­abend um­ge­bucht. Dem füg­te er sich und ver­brach­te ei­ne Nacht in ei­nem Ho­tel in Ma­drid, be­vor es wei­ter nach Lan­za­ro­te ging. Es konn­te vor Ge­richt nicht ge­klärt wer­den, war­um der Flug vor­ver­legt wur­de. Nach An­sicht des Land­ge­richts lag ein Fall von Nicht­be­för­de­rung des ur­sprüng­lich ge­buch­ten Flu­ges vor. Die Klä­ger hät­ten schließ­lich kei­nen Vor­abend­flug nach Ma­drid mit Über­nach­tung ge­bucht, son­dern ei­nen Flug am Sonn­tag nach Lan­za­ro­te. Die Rei­se ha­be sich da­mit um ei­ne Nacht ver­län­gert, was mit Läs­tig­kei­ten ver­bun­den ge­we­sen sei. Und da­vor soll die EU-Ver­ord­nung schüt­zen.

Luft­han­sa fliegt ab Mai von Mün­chen aus je­den Sams­tag nach San­to­rin und je­den Sonn­tag nach Kor­fu, teil­te die Air­line mit. Au­ßer­dem fliegt Luft­han­sa ab Mün­chen wie­der ein­mal pro Wo­che nach Kre­ta. Zum Ein­satz kommt je­weils ein Air­bus A320 mit Eco­no­my- und Bu­si­ness-Class.

Auf Lan­za­ro­te soll das ers­te „Un­ter­was­sermu­se­um“Eu­ro­pas ent­ste­hen. Da­zu wer­den 300 Skulp­tu­ren des bri­ti­schen Künst­lers Ja­son deCai­res Tay­lor im Meer ver­senkt. Die Aus­stel­lung un­ter Was­ser in rund 15 Me­tern Tie­fe ist vor al­lem für Schnorch­ler und Tau­cher in­ter­es­sant. Die le­bens­gro­ßen Fi­gu­ren las­sen sich we­gen des kla­ren Was­sers aber auch von ei­nem Glas­bo­den­boot aus be­ob­ach­ten, er­klärt Tu­ris­mo Lan­za­ro­te. Die Er­öff­nung des Mu­seo At­lán­ti­co ist für den 1. Ja­nu­ar 2017 ge­plant. Ei­ni­ge Skulp­tu­ren sind be­reits jetzt bis März 2016 im Mu­se­um für zeit­ge­nös­si­sche Kunst MIAC Cas­til­lo de San Jo­sé in der In­sel­haupt­stadt Ar­re­ci­fe zu se­hen.

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