Sonn­tags-Cock­tail

Der Sonntag (Mittelbaden) - - WETTER -

Film­kom­po­nist En­nio Mor­ri­co­ne

(87) hat nicht mit ei­ner Os­car-No­mi­nie­rung für sei­ne Mu­sik­un­ter­ma­lung des jüngs­ten Ta­ran­ti­no-Strei­fens „The Ha­te­ful Eight“ge­rech­net. Er ha­be in Prag kurz vor ei­nem Kon­zert von der No­mi­nie­rung er­fah­ren, sag­te der ge­bür­ti­ge Rö­mer der Zei­tung „Il Mes­sag­ge­ro“. Aber er freue sich sehr über „die­se Wür­di­gung mei­ner lan­gen und un­zer­stör­ba­ren Lie­be für das Ki­no“, so der Ma­e­s­tro. Vor fast ge­nau 50 Jah­ren ha­be er erst­mals die Mu­sik zu ei­nem Wes­tern kom­po­niert – Ser­gio Leo­nes „Für ei­ne Hand­voll Dol­lar“. Jetzt sei er durch die Zu­sam­men­ar­beit mit Qu­en­tin Ta­ran­ti­no zu die­sem Gen­re zu­rück­ge­kehrt. Sei­ne Auf­ga­be sei es ge­we­sen, die den gan­zen Film durch­zie­hen­de Stim­mung des Schnees ein­zu­fan­gen. Mor­ri­co­ne („Spiel mir das Lied vom Tod“, „Mis­si­on“) war fünf Mal für den Os­car no­mi­niert, ging aber je­des Mal leer aus. 2007 er­hielt er den Os­car für sein Le­bens­werk, der ihm von Cl­int East­wood über­reicht wur­de.

Best­sel­ler-Au­to­rin Su­san­ne Fröh­lich

(53, „Mop­pel-Ich“) fin­det, dass man fürs On­li­ne-Da­ting gu­te Ner­ven braucht. „Wer sehr sen­si­bel ist und Din­ge schnell per­sön­lich nimmt, soll­te es las­sen“, sag­te sie der deut­schen Aus­ga­be des „People“-Ma­ga­zins. Be­son­ders für gut aus­ge­bil­de­te Frau­en sei es schwer: „Bei Män­nern sind Macht, Er­folg und Geld ein at­trak­ti­ves At­tri­but, bei Frau­en nicht. Die dür­fen schon Geld ver­die­nen, aber bit­te nicht mehr als der Mann. “Das Pro­blem für gut aus­ge­bil­de­te Frau­en sei auch: „Sie wol­len Män­ner, die noch bes­ser sind als sie. Und da wird die Luft ziem­lich dünn“, sag­te Fröh­lich nach ei­nem On­li­ne-Da­ting-Selbst­ver­such. Und: „Man kann auch oh­ne Mann ein herr­li­ches Le­ben ha­ben.“

Os­car-Preis­trä­ge­rin Ju­lia Ro­berts

(48, „Erin Brockovich“) schlüpft mitt­ler­wei­le ger­ne in dra­ma­ti­sche­re Rol­len. „In­zwi­schen bin ich ja ein Old­ti­mer. Je äl­ter ich wer­de, des­to mehr se­he ich mich in der Ver­ant­wor­tung, of­fen für Neu­es zu sein“, sag­te die US-Schau­spie­le­rin der „TV Mo­vie“. Im Mai ist sie gleich in zwei Thril­lern im Ki­no zu se­hen. Der „Pret­ty Wo­man“-Star hät­te auch nichts da­ge­gen, wie­der in ei­ner ro­man­ti­schen Ko­mö­die mit­zu­spie­len. „Al­ler­dings ist es ver­dammt schwer, ei­ne wit­zi­ge und glaub­wür­di­ge Sto­ry für ei­ne 48-jäh­ri­ge Frau zu fin­den.“

An­toi­ne Mo­not jr.

(40), be­kannt als „TechNick“, ist sei­ner Wer­be­fi­gur­rol­le „dank­bar“. „Die Po­pu­la­ri­tät ver­schafft mir vie­le Frei­räu­me“, sag­te der deutsch-schwei­ze­ri­sche Schau­spie­ler („Ab­so­lu­te Gi­gan­ten“, „Ein Fall für zwei“) der „Süd­deut­schen Zei­tung“vom Frei­tag. „Ich kann mir mehr Pro­jek­te aus­su­chen und be­kom­me grö­ße­re Rol­len an­ge­bo­ten. Da hat auch un­se­re Bran­che glück­li­cher­wei­se ei­nen rie­si­gen Wan­del voll­zo­gen. Das war vor 20 Jah­ren noch an­ders. Lan­ge galt: Wer Wer­bung macht, ist weg vom Fens­ter.“Es sei ihm egal, ob das durch ei­ne „Tat­ort“-Rol­le, Wer­be­rol­le oder von der Mo­de­ra­ti­on ei­ner Show kom­me. Er glau­be, Schau­spie­ler soll­ten sich glück­lich schät­zen, wenn sie ei­ne Sa­che ha­ben, bei der man sie wahr­neh­me. Mo­not jr. warb frü­her für ei­nen Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­ons­an­bie­ter und ist nun seit län­ge­rem Wer­be­fi­gur ei­ner Elek­tro­nik­markt-ket­te.

An­toi­ne Mo­not jr., be­kannt als „Tech-Nick“, ist sei­ner Wer­be­fi­gur­rol­le „dank­bar“. Fo­to: avs

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.