Rod­ler sind gut ge­rüs­tet

Deut­sche Renn­rod­ler trump­fen in Ober­hof mit zwei Drei­fach­sie­gen auf

Der Sonntag (Mittelbaden) - - ERSTE SITE -

Die deut­schen Rod­ler ha­ben mit zwei Drei­fach­sie­gen ei­ne ge­lun­ge­ne Ge­ne­ral­pro­be für die WM am Kö­nigs­see ge­fei­ert. Beim ers­ten Heim-Welt­cup der Sai­son hol­te Olym­pia­sie­ger Fe­lix Loch (Berch­tes­ga­den) in Ober­hof den Sieg bei den Män­nern, bei den Frau­en fuhr Tat­ja­na Hüf­ner (Fried­rich­ro­da) ih­ren ers­ten Welt­cup-Tri­umph seit zwei Jah­ren ein.

Die deut­schen Renn­rod­ler ha­ben bei der WM-Ge­ne­ral­pro­be in Ober­hof stei­gen­de Form nach­ge­wie­sen und der in­ter­na­tio­na­len Kon­kur­renz kei­nen Po­dest­platz über­las­sen. Beim Bahn­re­kor­dFes­ti­val in der Ober­ho­fer Kun­steis­schlan­ge sieg­te bei den Da­men die Van­cou­ver­Olym­pia­sie­ge­rin Tat­ja­na Hüf­ner vor der Sot­schi- Gold­me­dail­len­ge­win­ne­rin Na­ta­lie Gei­sen­ber­ger und Eu­ro­pa­meis­te­rin Da­ja­na Eit­ber­ger. Bei den Män­nern lan­de­te der drei­ma­li­ge Olym­pia­sie­ger Fe­lix Loch ges­tern ei­nen über­le­ge­nen Er­folg vor An­di Lan­gen­han und Ralf Pa­lik, die bei­de erst­mals in die­ser Sai­son aufs Po­dest fuh­ren. „Das war ein op­ti­ma­ler Tag für mich. Ich freue mich rie­sig über den sechs­ten Sieg in Ober­hof und bin auf dem rich­ti­gen Weg für die WM“, sag­te Loch. Durch sei­nen vier­ten Er­folg hin­ter­ein­an­der in der Sai­son über­nahm er auch die Welt­cup-Füh­rung.

Kon­kur­renz ging kom­plett leer aus

„Dass ich nun als Fa­vo­rit für die WM ge­han­delt wer­de, ist nichts Neu­es für mich und kein zu­sätz­li­cher Druck. Ich will in zwei Wo­chen auf mei­ner Heim­bahn am Kö­nigs­see gut fah­ren und auch ge­win­nen“, sag­te Loch. Der Thü­rin­ger Lan­gen­han freu­te sich dar­über, dass er „zwei­mal so schnell wie nie­mals zu­vor die Heim­bahn run­ter­ge­fah­ren“ist. Für Tat­ja­na Hüf­ner gin­gen mit ih­rem 34. Welt­cup zwei sieg­lo­se Jah­re zu En­de. Sie ist wie Loch auch neue Bahn­re­kord­le­rin. „Dass es trotz ei­nes Feh­lers auf der Ge­ra­den im zwei­ten Lauf zum Ta­ges­sieg ge­reicht hat zeigt, dass die Form­kur­ve nach oben geht. Bei hun­dert Pro­zent bin ich aber im­mer noch nicht. Ich war aber über­zeugt, dass ir­gend­wann der Kno­ten wie­der plat­zen wird“, schätz­te Hüf­ner ein. Mit Platz zwei und Lauf­best­zeit im zwei­ten Durch­gang über­nahm Gei­sen­ber­ger die Welt­cup-Füh­rung von der in Ober­hof nur acht­plat­zier­ten Brit- cher Sum­mer (USA). „Den Sieg ha­be ich mit ei­nem gro­ben Feh­ler im ers­ten Lauf weg­ge­schmis­sen. Da­für ist die Welt­cup-Füh­rung ei­ne will­kom­me­ne Drauf­ga­be“, sag­te die Sot­schi-Olym­pia­sie­ge­rin. Bun­des­trai­ner Nor­bert Loch freu­te sich über die Wett­kampf­sta­bi­li­tät sei­ner As­se in der im­mer en­ger zu­sam­men­rü­cken­den Wel­t­eli­te. Das un­ter­streicht die Zahl von sechs Män­nern und vier Frau­en, die schnel­ler als die al­ten Bahn- re­kor­de durch die Eis­rin­ne ras­ten. „So­wohl die Frau­en als auch die Män­ner ha­ben mei­ne Er­war­tun­gen er­füllt. Scha­de, dass der Ober­ho­fer Jo­han­nes Lud­wig nach ei­nem Fahr­feh­ler im zwei­ten Lauf noch auf den sechs­ten Platz zu­rück­ge­fal­len ist. Da war heu­te noch mehr drin“, mein­te der Bun­des­trai­ner. avs

Welt­cup Ge­samt­wer­tung Män­ner (nach acht von ins­ge­samt zwölf Ren­nen): 1. Loch 590 Punk­te, 2.

Kindl 566, 3. Chris Maz­dzer (USA) 475, 4. Tu­cker West (USA) 399, 5. Do­mi­nik Fi­schnal­ler (Ita­li­en) 394, 6. Lan­gen­han 390, 7. Pa­lik 383, 8. Lud­wig 358, 9. Gleir­scher 265, 10. Ro­man Re­pi­low (Russ­land) 264;

Welt­cup Ge­samt­wer­tung Frau­en (nach acht von zwölf Ren­nen): 1. Gei­sen­ber­ger 580, 2. Brit­cher 571, 3. Ham­lin 536, 4. Eit­ber­ger 523, 5. Iwa­no­wa 476, 6. Hüf­ner 476, 7. Emi­ly Sweeney (USA) 403, 8. Cau­ce 338, 9. Gough 303, 10. Kim­ber­ley McRae (Ka­na­da) 280.

Das deut­sche Trio auf dem Po­dest: Na­ta­lie Gei­sen­ber­ger, Tat­ja­na Hüf­ner und Da­ja­na Eit­ber­ger (von links) fei­er­ten beim Welt­cup in Ober­hof eben­so ei­nen Drei­fach­sieg wie ih­re männ­li­chen Team­kol­le­gen Fe­lix Loch, An­di Lan­gen­hahn und Ralf Pa­lik. Fo­to: avs

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