Na­ta­lia Ave­lon: Zu­rück in der Hei­mat

Na­ta­lia Ave­lon | Schau­spie­le­rin, Sän­ge­rin und Mo­del

Der Sonntag (Mittelbaden) - - ERSTE SITE - Wolf­gang We­ber

Zum ers­ten Mal im Le­ben ha­be ich über den Tod ei­nes Pop­stars ge­weint“, sagt Na­ta­lia Ave­lon. „Da­vid Bo­wie war für mich als Mensch, als Mann und als Mu­si­ker das Non­plus­ul­tra. Er war mein größ­tes Vor­bild.“Doch so trau­rig der To­des­tag des be­rühm­ten Sän­gers für die auf­stre­ben­de Schau­spie­le­rin auch war: Ins­ge­samt schwimmt die in Ett­lin­gen auf­ge­wach­se­ne 35-Jäh­ri­ge der­zeit auf ei­ner Wel­le des Er­folgs. Ih­re Fil­me und ih­re Plat­ten wer­den al­lent­hal­ben ge­lobt, mehr­fach zier­te sie als Mo­del das Ti­tel­bild gro­ßer Mo­de­ma­ga­zi­ne und jetzt macht sie auch noch als Thea­ter­schau­spie­le­rin von sich re­den. Im K 2 des Karls­ru­her Kam­mer­thea­ters spielt sie seit Mitt­woch und noch bis zum 14. Fe­bru­ar die Rol­le der Ali­ce im Stück „Wer mit wem? – Die Wahr­heit“. „Vor der Pre­mie­re war ich sehr auf­ge­regt, doch als wir dann auf der Büh­ne stan­den, hat al­les sehr viel Spaß ge­macht.“Na­tür­lich wa­ren ih­re El­tern da, auch ein frü­he­rer Leh­rer von Na­ta­lia woll­te wis­sen, wie sich sei­ne eins­ti­ge Schü­le­rin auf der Büh­ne macht. Mit ih­rer Rol­le als Hip­pie-Iko­ne Uschi Ober­mai­er wur­de die mitt­ler­wei­le in Ber­lin le­ben­de Schau­spie­le­rin 2007 über Nacht be­rühmt. „Mei­ne Mut­ter hat­te da­mals mit­be­kom­men, dass Uschis Le­ben ver­filmt wird und sag­te zu mir: ,Die sah ja als jun­ge Frau ge­nau­so aus wie Du heu­te.‘ Al­so ha­be ich mich fürs Cas­ting be­wor­ben und wur­de ge­nom­men.“In­zwi­schen wirk­te sie in zahl­rei­chen Fern­seh­se­ri­en und über 20 Fern­seh- und Ki­no­fil­men mit, zu­letzt in Doris Dör­ries Ko­mö­die „Al­les in­klu­si­ve“. „Mei­ne ers­ten Er­fah­run­gen als Schau­spie­le­rin mach­te ich 1998 im Karls­ru­her Ja­ko­bus­thea­ter“, er­in­nert sie sich an ih­re Te­enager­zeit zu­rück. „Ich hat­te von An­fang an gro­ßen Re­spekt vor dem Thea­ter, und ich mag die Auf­re­gung, das Ad­re­na­lin und die Zu­sam­men­ar­beit mit dem En­sem­ble.“An Ett­lin­gen und Karls­ru­he er­in­nert sie sich oft und gern. „Ich war als Schü­le­rin Leicht­ath­le­tin beim KSC, wir trai­nier­ten im Wild­park oder Sonn­tag­mor­gens um 8 Uhr auf dem Turm­berg.“Wenn sie heu­te im­mer mal wie­der in die Hei­mat kommt, hält sie sich am liebs­ten in der Ett­lin­ger Alt­stadt auf oder be­sucht auch ein­mal die Wall­fahrts­kir­che Ma­ria­hilf in Moos­bronn. „Oder ich ge­he in mein ab­so­lu­tes Lieb­lings­frei­bad, das Wald­bad in Schöll­bronn.“Im Sep­tem­ber wird Na­ta­lia Ave­lon ver­mut­lich wie­der nach Ka­li­for­ni­en rei­sen. Uschi Ober­mai­er wird 70. „Zu ih­rem 60. Ge­burts­tag ha­be ich ihr 60 Luft­bal­lons über­reicht, dies­mal wer­den es dann halt 70 sein.“Hät­te sie selbst ger­ne, wie Uschi Ober­mai­er, in den 70ern ge­lebt? „Ja, schon. Aber noch lie­ber in den 20er Jah­ren. Mit Pi­cas­so und den an­de­ren Ma­lern in Pa­ris.“

Ge­fragt als Schau­spie­le­rin, Sän­ge­rin und Mo­del: Na­ta­lia Ave­lon wuchs in Ett­lin­gen auf und steht der­zeit im K 2 des Karls­ru­her Kam­mer­thea­ters auf der Büh­ne. Fo­to: Jan Ras­mus Voss

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