Haa­rig: Tipps für ei­ne neue Fri­sur

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Erste Seite - mag

Haa­re­schnei­den ist ein Hand­werk, ei­nes mit viel Fein­ge­fühl noch da­zu. Fri­su­ren wer­den stän­dig wei­ter­ent­wi­ckelt, die Tech­ni­ken ver­än­dert. Ein Bei­spiel: „Ei­ne Wei­ter­ent­wick­lung des so­ge­nann­ten Un­der­cuts, bei dem Par­ti­en ra­siert wur­den, ge­hört zu den neu­en Tech­ni­ken“, sagt Ro­ber­to La­raia vom Zen­tral­ver­band des Deut­schen Fri­seur­hand­werks. „Wir nen­nen sie dis­con­nec­ted, al­so nicht ver­bun­den. Da­bei gibt es al­so ei­ne Art un­sicht­ba­rer Tren­nung zwi­schen Un­ter- und Deck­haar.“Ge­ne­rell sind Schnitt­tech­ni­ken ein gro­ßes The­ma. Das gilt auch für den Bob, der Frau­en schon seit den 20er Jah­ren be­glei­tet. Der­zeit ist er vor al­lem in ei­ner län­ge­ren Ver­si­on an­ge­sagt, die bis zum Schlüs­sel­bein reicht, wirkt ziem­lich fran­sig und sehr na­tür­lich. „Cla­vi-Cut“nennt sich das. Lan­ge Haa­re wer­den im Win­ter ger­ne wel­lig ge­tra­gen – „im Hip­pie-Chic“, wie Wil­li Decker, Hair­sty­list aus Ham­burg, sagt. Bei den Kurz­haar­fri­su­ren ist der „Pi­xie Cut“der Star. Er war ei­ni­ge Zeit durch ei­nen ex­trem kur­zen Po­ny ge­kenn­zeich­net, doch mitt­ler­wei­le tra­gen Mo­de­be­wuss­te das Deck­haar und den Po­ny deut­lich län­ger – „Gern auch im Un­do­ne-Stil, der aus­sieht, als hät­te man das Haar kurz mit den Hän­den durch­ein­an­der­ge­bracht.“, sagt Star­fri­seur Shan Ra­himkhan aus Ber­lin. Doch der tolls­te Schnitt nützt we­nig, wenn der Haar­ton matt und aus­drucks­los ist. Des­halb ste­hen Far­ben hoch im Kurs. La­raia emp­fiehlt Holz-Nuan­cen wie Ma­ha­go­ni: „Bei Ko­lo­ra­tio­nen kom­men gern auch drei fein auf­ein­an­der ab­ge­stimm­te Far­ben zum Ein­satz, die naht­los in­ein­an­der über­ge­hen“, be­schreibt La­raia. Für Creuz­berg be­stim­men da­ne­ben küh­le Far­ben die Sai­son: „Da­bei tref­fen wir auf Blond in ei­si­gen Nuan­cen bis hin zu ei­nem Sil­ber­schim­mer. Selbst die Rot-Tö­ne wer­den kühl, und an­stel­le ei­nes war­men Gold­schim­mers sind rau­chi­ge Asch-Tö­ne ein The­ma.“

Fo­to: ZV Fri­seur­hand­werk/Er­win Wen­zel

Ein­fach per­fekt: Raf­fi­nier­te Schnit­te ent­fal­ten erst dann ih­re vol­le Wir­kung, wenn auch die Haar­far­be über­zeugt. Mit Ko­lo­ra­tio­nen kann man mat­tes und aus­drucks­lo­se Haar­tö­ne auf­pep­pen. Ro­ber­to La­raia vom Zen­tral­ver­band des Deut­schen Fri­seur­hand­werks emp­fiehlt in der kal­ten Jah­res­zeit Holz-Nuan­cen wie Ma­ha­go­ni.

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