Ost­küs­te lahm­ge­legt

Schnee­sturm in den USA kos­tet acht Men­schen das Le­ben

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Aktuell -

Ei­ner der schwers­ten Schnee­stür­me seit Jah­ren hat wei­te Tei­le des Os­tens der USA lahm­ge­legt und min­des­tens acht Men­schen das Le­ben ge­kos­tet. Es gab Hun­der­te Ver­kehrs­un­fäl­le, Au­to­fah­rer stran­de­ten auf den Stra­ßen, auf vie­len Flug­hä­fen ging nichts mehr, über 160 000 Men­schen wa­ren ges­tern oh­ne Strom. In der Bun­des­haupt­stadt Wa­shing­ton kam das öf­fent­li­che Le­ben völ­lig zum Still­stand, und auch die Groß­städ­te New York, Bal­ti­more und Phil­adel­phia wa­ren schwer be­trof­fen. Zu den hef­ti­gen Schnee­fäl­len ka­men ins­be­son­de­re in den küs­ten­na­hen Ge­bie­ten schwe­re Stür­me mit ex­trem schlech­ter Sicht. So wur­den für wei­te Re­gio­nen mit ins­ge­samt 30 Mil­lio­nen Ein­woh­nern Bliz­zard-War­nun­gen aus­ge­ge­ben, elf Bun­des­staa­ten von Geor­gia bis New York so­wie die Stadt Wa­shing­ton rie­fen den Not­stand aus. In New Jer­sey peitsch­ten Sturm­bö­en au­ßer­dem ho­he Wel­len an Land, und es kam zu Über­schwem­mun­gen. In zahl­rei­chen Ge­bie­ten muss­te sich die Be­völ­ke­rung auf 36 St­un­den un­un­ter­bro­che­nen Schnee­wir­bel ein­stel­len. Der öf­fent­li­che Nah­ver­kehr im Groß­raum Wa­shing­ton wur­de bis heu­te ein­ge­stellt – das hat­te es in die­ser Form bis­her noch nicht ge­ge­ben. Auch in New York schnei­te es hef­tig – stär­ker, als zu­nächst vom Na­tio­na­len Wet­ter­dienst vor­aus­ge­sagt. „Es gibt kei­nen Grund, auf den Stra­ßen zu sein, au­ßer in ei­nem ech­ten Not­fall“, warn­te der Gou­ver­neur des Bun­des­staa­tes New York, And­rew Cuo­mo. „Mir ist egal, wie zäh wir als New Yor­ker sind, mir ist egal, wie groß das Au­to mit All­rad­an­trieb ist, die Stra­ßen sind sehr ge­fähr­lich.“Vie­ler­orts brach der Ver­kehr zu­sam­men. Rund 1 000 Un­fäl­le mel­de­te die Po­li­zei al­lein in Vir­gi­nia. Ein Mensch kam dort ums Le­ben. Sie­ben wei­te­re To­te gab es in den Bun­des­staa­ten Ken­tu­cky und North Carolina. Auf ei­ner Au­to­bahn in Ken­tu­cky sa­ßen Tau­sen­de Men­schen teils mehr als 20 St­un­den in ih­ren Fahr­zeu­gen fest. avs

Im Groß­raum Wa­shing­ton wur­de der öf­fent­li­che Nah­ver­kehr kom­plett ein­ge­stellt: Un­weit des Ka­pi­tols ver­such­ten Ar­bei­ter, der Schnee­mas­sen we­nigs­tens ei­ni­ger­ma­ßen Herr zu wer­den. Fo­to: avs

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