Tipps der Wo­che

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Die Region - SO SO

Es gibt viel zu er­in­nern und viel zu ent­de­cken, wenn Mu­si­ker Edo Zanki am Mon­tag zu ei­nem Kon­zert „Mei­ne Eigh­ties“bit­tet. Er ver­spricht für die Be­su­cher im Kam­mer­thea­ter Karls­ru­he kein Ol­die-Ge­du­del, son­dern alt­be­kann­te Songs in mo­der­nem, aber pas­sen­dem Ge­wand „so wie wir sie heu­te emp­fin­den“, sagt Zanki. Im Re­per­toire sind Stü­cke von Rio Rei­ser, Ul­la Meine­cke, Spliff so­wie ei­ge­ne Wer­ke. Zanki ar­bei­te­te da­mals mit Her­bert Grö­ne­mey­er, Ina De­ter, Anne Hai­gis mu­si­ka­lisch zu­sam­men. Er hat­te Kon­tak­te zur sehr bun­te Ber­li­ner Sze­ne, mit Ni­na Ha­gen, Ne­na, Hei­ner Pu­del­ko und an­de­ren. Be­ginn des Acht­zi­ger­a­bends in der Her­ren­stra­ße 31 ist um 19.30 Uhr. Te­le­fon (07 21) 2 31 11.

aus der Schweiz nimmt am Don­ners­tag, 28. Ja­nu­ar, um 20 Uhr in der klag-Büh­ne Gag­ge­nau Ab­schied von der Neu­tra­li­tät. Alain Frei hat sich die Frei­heit ge­nom­men. Er paart Spiel­freu­de mit Selbst­iro­nie, ist frisch, mo­dern und ei­ner der Senk­recht­star­ter der Ka­ba­rett- und Come­dy-Sze­ne. Darf ein Schwei­zer über­haupt an­ecken? Darf er mit hu­mo­ri­gem Biss so ziem­lich al­les un­ter die Lu­pe neh­men, was ihm vor die Fü­ße fällt? Er darf! Zu­mal der Jungspund in­zwi­schen Wahl­k­öl­ner ist. Frei und sei­ne The­men sind mo­dern, in­tel­li­gent und wahr­lich nicht neu­tral. Er bricht mit Ge­wohn­hei­ten und regt zum Nach­den­ken an. Seit 2011 steht er auf der Büh­ne. Die Welt ist sein Zu­hau­se. Sie mit viel Hu­mor und Iro­nie zu be­schrei­ben, hat er sich zur Auf­ga­be ge­macht. Des­halb spart Alain Frei nichts aus. Er sin­niert über Gott, die Welt und na­tür­lich dar­über, wie ein Schwei­zer in Deutsch­land le­ben kann. Er nimmt die Ge­ne­ra­ti­on „Face­book“ins Vi­sier, den Ras­sis­mus und Vor­ur­tei­le. In­fo-Te­le­fo­ne (0 72 21) 39 80 11 oder (0 72 25) 9 62-5 13. Ei­nen Tag spä­ter, am Frei­tag, 29. Ja­nu­ar, gas­tiert Max Ruh­baum mit „Der All­tag als Büh­ne oder die Büh­ne im All­tag“in der klag-Büh­ne. Schau­spie­le­risch-sa­ti­risch be­leuch­tet Ruh­baum Büh­ne und All­tag. Er ist selbst En­sem­ble­mit­glied des Thea­ters Ba­den-Ba­den. Auf dem schma­len Grat zwi­schen Thea­ter- und Ver­rückt­spie­len be­schreibt er mit gren­zen­lo­ser Lie­be zu sich selbst ei­ne Welt, die sich am En­de doch nur um ei­nen dreht – um Max. Sei­ne „Show“be­ginnt um 20 Uhr in der klag, Lui­sen­stra­ße 17 in Gag­ge­nau.

zeigt noch bis 28. Fe­bru­ar die Son­der­aus­stel­lung über den gro­ßen Was­ser­bau­in­ge­nieur und Ge­lehr­ten Jo­hann Gott­fried Tul­la. Be­glei­tend da­zu ver­an­stal­tet das Stadt­mu­se­um Vor­trä­ge und Füh­run­gen. Un­ter dem Mot­to „Land un­ter! Jo­hann Gott­fried Tul­la be­gra­digt den Rhein!“bie­tet Mu­se­ums­päd­ago­ge Eric Schütt ei­ne Ko­s­tüm­füh­rung für die gan­ze Fa­mi­lie durch die Aus­stel­lung im Stadt­mu­se­um Ras­tatt am Sonn­tag, 31. Ja­nu­ar, um 15 Uhr an. Die Füh­rung ist kos­ten­frei, le­dig­lich der Ein­tritt ins Stadt­mu­se­um muss ent­rich­tet wer­den und be­trägt drei Euro, er­mä­ßigt ei­nen Euro. Ei­ne An­mel­dung ist nicht er­for­der­lich. Der Was­ser­bau­in­ge­nieur Jo­hann Gott­fried Tul­la war im 19. Jahr­hun­dert ein Mann mit Vi­sio­nen. Be­waff­net mit Maß­stab und Holz­schu­hen, stapf­te er jah­re­lang durch die feuch­ten Rhein­au­en, um den Rhein in sei­nem Lauf zu ver­mes­sen. Denn er woll­te den gro­ßen Fluss in ein fes­tes Bett zwin­gen, da­mit die Be­woh­ner der Rhein­dör­fer nicht mehr stän­dig von Hoch­was­sern ge­plagt wer­den, die manch­mal das Haus un­ter dem Hin­tern weg­ge­schwemmt ha­ben. Höchst­selbst kommt er mit Schirm, Charme und Uni­form ins Stadt­mu­se­um Ras­tatt und be­rich­tet in der Son­der­aus­stel­lung von sei­nen Plä­nen. Das Stadt­mu­se­um Ras­tatt in der

Wei­te­re Tipps in den BNN und im ABB

Her­ren­stra­ße 11 hat ge­öff­net von Don­ners­tag bis Sams­tag, 12 bis 17 Uhr, so­wie an Sonn- und Fei­er­ta­gen von 11 bis 17 Uhr. Wei­te­re In­for­ma­tio­nen gibt es un­ter Te­le­fon (0 72 22) 9 72-84 00.

– Vor­kom­men, Be­schaf­fen­heit und Nut­zung“ist das The­ma ei­nes Vor­tra­ges von Hel­mut Bock, Roh­stoff­geo­lo­ge aus Frei­burg, bei den Ge­schichts­freun­den Kapp­ler­tal am Don­ners­tag, 28. Ja­nu­ar, um 19.30 Uhr in die Win­zer­ge­nos­sen­schaft Wal­dulm. Ba­denWürt­tem­berg ist st­ein­reich. Es be­sitzt Gra­ni­te, Por­phy­re, Bunt­sand­stein, Crails­hei­mer Mu­schel­kalk oder Böt­tin­ger Mar­mor. In frü­he­ren Jahr­hun­der­ten wur­den die­se St­ei­ne in meist na­he ge­le­ge­nen St­ein­brü­chen ge­won­nen und in gro­ßer Men­ge für Sa­kral- (Ul­mer und Frei­bur­ger Müns­ter) und Prof­an­bau­ten (Schlös­ser, Bur­gen, Bahn­hö­fe, Rat­häu­ser, Schu­len) ein­ge­setzt. Ze­ment, Be­ton und Kunst­stei­ne lös­ten dann je­doch schnell die teu­ren Na­tur­werk­stei­ne als güns­ti­ge Mas­sen­bau­stof­fe ab. Be­rich­tet wird auch über Er­kun­dungs­ar­bei­ten bei der Re­ak­ti­vie­rung und Neu­er­schlie­ßung von St­ein­brü­chen für Pro­jek­te der Denk­mal­pfle­ge.

sagt der Pia­nist Sir An­drás Schiff –und so stellt er sein Kon­zert­pro­gramm wie ein Me­nü zu­sam­men: die bei­den Wun­der­kin­der Men­dels­sohn und Mo­zart, zwei C-Dur-Sin­fo­ni­en, zwei d-Mol­lKla­vier­kon­zer­te. Am Frei­tag, 29. Ja­nu­ar 2016, um 19 Uhr ist Sir An­drás Schiff mit der „Cap­pel­la Andrea Bar­ca“im Fest­spiel­haus Ba­den-Ba­den zu Gast. An­drás Schiff kon­zen- triert sich auf das We­sent­li­che, mit Mu­sik aus der zwei­ten Rei­he hält er sich nicht auf. Dass er im Ba­den-Ba­de­ner Fest­spiel­haus nun Wer­ke von Men­dels­sohn und Mo­zart im Ge­päck hat, ist in­so­fern nur kon­se­quent. Par­al­le­len gibt es zwi­schen den bei­den Kom­po­nis­ten reich­lich: Bei­de be­gan­nen un­ge­wöhn­lich früh da­mit, ihr mu­si­ka­li­sches Ta­lent zu ent­wi­ckeln, bei­de wa­ren eben­so gu­te In­ter­pre­ten wie Kom­po­nis­ten, bei­den sagt man ei­ne ge­wis­se Leich­tig­keit, aber auch Klas­si­zi­tät nach –und bei­de star­ben sehr früh. Mit sei­nen kul­ti­vier­ten und fein­sin­ni­gen In­ter­pre­ta­tio­nen be­schert der Pia­nist dem in­ter­na­tio­na­len Kon­zert­pu­bli­kum ma­gi­sche Mo­men­te. Für sei­ne künst­le­ri­sche Ar­beit wur­den ihm höchs­te Aus­zeich­nun­gen und Wür­di­gun­gen zu­teil. Queen Eliz­a­beth II. er­hob ihn in den Adels­stand. Sir An­drás Schiff ist im Fest­spiel­haus Ba­den-Ba­den ge­mein­sam mit sei­nem ei­ge­nen En­sem­ble „Ca­pel­la Andrea Bar­ca“zu er­le­ben. Die Mu­si­ker sind über­wie­gend in al­ler Welt als So­lis­ten und Kam­mer­mu­si­ker tä­tig und an kein fes­tes Orches­ter ge­bun­den. Sie wur­den von Sir An­drás Schiff per­sön­lich für die Ge­samt­auf­füh­rung der Mo­zart-Kla­vier­kon­zer­te in den Jah­ren 1999 bis 2005 aus­ge­wählt. Te­le­fon (0 72 21) 30 13 10.

Karls­ru­he, Hardt­stra­ße 37a, gas­tie­ren am Frei­tag, 29. Ja­nu­ar, Ma­ri­na & The Kats mit ih­rem fri­schen Tri­oSwing (20.30 Uhr). Eben­falls in der Sce­na­ri­onhal­le tritt am Sams­tag, 30. Ja­nu­ar, 20 Uhr, das Stimm­wun­der Epi auf. Der Mu­si­ker aus der Mon­go­lei spielt au­ßer­dem Pfer­de­kopf­gei­ge und gas­tiert mit dem Schlag­zeug­duo „Bea­tBop. Te­le­fon (07 21)55 41 74.

Um den Was­ser­bau­in­ge­nieur Jo­hann Gott­fried Tul­la dreht sich ei­ne Son­der­aus­stel­lung im Stadt­mu­se­um Ras­tatt, die noch bis En­de Fe­bru­ar läuft. Am nächs­ten Sonn­tag ist ei­ne Ko­s­tüm­füh­rung. Fo­to: pr

Gleich zwei Kla­vier­kon­zer­te spielt An­drás Schiff am Frei­tag im Fest­spiel­haus Ba­den-Ba­den. Der welt­be­rühm­te Pia­nist gas­tiert mit der ei­gens von ihm zu­sam­men­ge­stell­ten „Cap­pel­la Andrea Bar­ca“. Fo­to: Ket­te­rer

Mu­si­ker Edo Zanki bit­tet am Mon­tag zum Abend über die 1980er Jah­re. Fo­to: pr

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