Hung­rig auf Spit­zen­platz

SV Kup­pen­heim: Ab­schieds­ge­schenk für Trai­ner Kohm

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Micha­el Höl­le

Auf Platz zehn wird der SV 08 Kup­pen­heim am En­de der Ver­bands­li­ga-Sai­son 2015/16 lan­den – zu­min­dest wenn es nach dem Ge­setz der Se­rie geht. Denn nach Platz zwölf in der Pre­mie­ren­spiel­zeit der 08er folg­te im Vor­jahr Rang elf. Al­ler­dings deu­tet der­zeit al­les auf ei­ne ein­stel­li­ge Plat­zie­rung hin. „Zwi­schen Platz zwei und fünf“er­hofft sich Te­am­ma­na­ger Pe­ter Schnei­der als Ab­schluss­plat­zie­rung. Zur Zeit je­den­falls ist sei­ne Elf voll im Plan. Der SV Kup­pen­heim über­win­tert als Ta­bel­len­drit­ter. Auf die Fra­ge, wo denn noch Ver­bes­se­rungs­po­ten­zi­al lie­ge, ant­wor­tet Schnei­der spon­tan: „Es feh­len eh­ren­amt­li­che Hel­fer für die Be­treu­ung der Mann­schaft“, sagt er. Mit an­de­ren Wor­ten, sport­lich läuft es rund. Dar­an än­dert auch die über­ra­schen­de An­kün­di­gung von Trai­ner Patric Kohm nichts, der vor we­ni­gen Ta­gen sei­nen Ab­schied aus dem Wör­tel­sta­di­on zum Sai­son­en­de be­kannt­gab. Zwölf Jah­re lang war er dort, zu­erst als Spie­ler, dann als Trai­ner. In letz­te­rer Funk­ti­on führ­te der Lang­ge­dien­te den SV Kup­pen­heim zu­rück in die Ver­bands­li­ga. „Na­tür­lich hät­ten wir ger­ne mit ihm ver­län­gert“, be­kennt Pe­ter Schnei­der und er­gänzt: „Al­ler­dings kann ich ihn ver­ste­hen, wenn er sagt, man soll auf­hö­ren, wenn es am schöns­ten ist.“Ne­ga­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf die Mann­schaft schließt der Fuß­ball­chef aus. „Die sind so hung­rig auf ei­nen Spit­zen­platz und vor al­lem wol­len sie dem Trai­ner ein sport­li­ches Ab­schieds­ge­schenk ma­chen“, be­tont Pe­ter Schnei­der. Die gu­te Stim­mung ha­be er auch bei den ers­ten Ge­sprä­chen für die kom­men­de Run­de ge­spürt: „Die Ten­denz ist über­aus po­si­tiv“, so Kup­pen­heims Te­am­ma­na­ger. Zu­mal der­zeit auch die Mi­schung stimmt aus er­fah­re­nen und jun­gen Kräf­ten. Nicht zu­letzt be­dingt durch die Neu­zu­gän­ge vor der Run­de in Per­son der Rou­ti­niers Ni­co Wes­ter­mann, Fa­ruk Ka­ra­do­gan so­wie Sven Bü­chel. Zu­sam­men mit Top­tor­schüt­ze Alex­an­der Mer­kel ge- ben nun ei­ni­ge ge­stan­de­ne Ak­teu­re den Ton an. Dar­über hin­aus ent­wi­ckel­ten sich die Ta­len­te aus der ei­ge­nen Nach­wuchs­schmie­de zu Leis­tungs­trä­gern; vor al­lem Ema­nue­le Gi­ar­di­ni und Si­mon Götz. „Im Som­mer wech­seln wie­der­um zwölf Ak­teu­re aus der Ju­gend zu den Se­nio­ren. Zwei da­von sind be­reits fest ein­ge­plant für den Ver­bands­li­ga-Ka­der“, be­rich­tet Pe­ter Schnei­der. Wei­te­ren Zu­wachs kann die Trup­pe durch­aus ver­tra­gen. Denn als in den letz­ten Be­geg­nun­gen vor der Win­ter­pau­se zwei Mann aus der Vie­rer­ket­te aus­fie­len, ge­riet der Mo­tor ein we­nig ins Stot­tern. „Die lie­ßen sich dann doch nicht er­set­zen“, re­sü­miert der Te­am­ma­na­ger. So gab es in den letz­ten sechs Par­ti­en nur ei­ne mit we­ni­ger als drei Ge­gen­tref­fern. In den elf zu­vor setz­te es hin­ge­gen nur ma­xi­mal zwei Ge­gen­tref­fer pro Par­tie. Aber jetzt sind al­le wie­der fit und des­halb ist sich Pe­ter Schnei­der si­cher, dass die Sei­nen an die Leis­tung vom Run­den­auf­takt an­knüp­fen wer­den. Und dann lan­det der SV 08 Kup­pen­heim – Ge­setz der Se­rie hin oder her – am En­de ga­ran­tiert nicht auf Platz zehn.

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